Samsas Traum - Die Liebe Gottes

Review

Dieses Debut wurde erdacht und konzipiert von einem einzigen Mann und macht nach außen hin einen recht ambitionierten Eindruck. Die schöne Aufmachung, das hübsche Cover, das Konzept, bestehende aus einer zusammenhängenden Geschichte und der Zusatz „eine märchenhafte Black Metal Operette“ machen Lust auf mehr. Black Metal Operette…das erinnert mich an die guten alten Master´s Hammer, die aber wohl keine Sau mehr kennen wird. Egal, soviel sei gesagt: Die Meßlatte haben Master´s Hammer mit ihrem genialen The Jilemnice Occultist ziemlich hoch gehängt. Desweiteren dürften einem wohl noch Therion einfallen, wenn man die Klassik in Betracht zieht. Nach den ersten Klängen denkt man unwillkürlich an Angizia, doch Samsas Traum erreichen nicht mal annähernd die hier angesprochenen Bands. Zum einen gibt man sich sehr wirr, es ist anstrengend den Songs zu folgen und irgendwie klingt das Ganze unausgereift, so als hätte man keinen klaren Weg vor Augen gehabt. Ständig nimmt man den Songs den Wind aus den Segeln, weil man scheinbar bemüht war, soviel wie möglich in die einzelnen Lieder zu stecken. Dabei ist die Musik wirklich nicht schlecht gemacht, aber der Knackpunkt ist definitiv der Gesang. Schon der klare Gesang (weiblich wie männlich) ist hart der Toleranzgrenze und beide klingen ein wenig farblos, flach und nicht gerade professionell. Bei dem hysterischen Schreigesang wird es allerdings wirklich schmerzhaft. Gerne würde der Mann wohl wie Dani von Cradle of Filth klingen, aber leider kommt nicht mehr als das vollkommen überzogene Gekrächze eines Kettenrauchers dabei heraus und das ist stellenweise sehr nervig. Auch die mit Harmonizer überarbeiteten Sprechpassagen klingen etwas pubertierend und lächerlich. Die Kollegen von Orkus und Metal Heart allerdings scheinen hier das nächste große Ding gehört zu haben. Hm, ich muß wohl eine andere Version haben…

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28.11.1999

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8 Kommentare zu Samsas Traum - Die Liebe Gottes

  1. Rafael sagt:

    Moin! Ganz und gar nicht zustimmen mag ich hier. Ich finde es ganz und gar nicht wirr und anstrengend, den Songs zu folgen. Die Songs überraschen, sind abwechslungsreich und nie vorhersehbar. Kommen pfeilschnell die Wendeltreppe rauf, um sich im nächsten Moment aus dem Turmfenster zu stürzen. Die Kreischstimme schneidet mir Wunden, so intensiv erlebte ich selten eine Stimme (und mit Dani von CoF will sie ganz und gar nichts zu tun haben). Mal deutsch, mal Englisch, mal weiblich, mal männlich, Effekte hier, Spielereien da – man weiß nie, wo man hinhören soll und doch wird man von einer unsichtbaren Hand durch die Stücke geführt. Der Wahnsinn hat System. Die für mich originellste, überraschendste und eindeutig beste Platte des Jahres. Orkus und Metal Heart müssen wohl doch eine andere Scheibe gehört haben … (10/10)

    10/10
  2. Goth Gorgon sagt:

    Nur mal ne Korrektur anbringen wollte. Ja ich weiß klingt klugscheißerisch, aber so bin ich nun mal. 😉 Die angesprochene Master Hammer heißt "The filemnice occultist" Und somit widerspreche ich der Aussage ebenfalls das die keine Sau kennt. Ich hab sogar die CD. *gg* Also bis denne Dark Greetinx Goth Gorgon

  3. Matze sagt:

    Sechs Punkte, aber davon ist mindestens einer für die Idee. Ganz abgesehen davon, daß man (dank nicht 100% gelungener Abmischung wohl) von der musikalischen Untermalung nicht alles mitkriegt, was hoffentlich da ist, ist die Qualität der Stimmen ziemlich breit gefächert. Die beiden weiblichen Stimmen schlagen die zwei männlichen um Längen, und zwar nicht nur, weil man sie besser versteht, sondern auch von der Ästhetik her. Der Inhalt dieser Operette verträgt sich auch nur halb mit der genannten Hauptquelle (Bibel): Was hat die mystische (und rein bösartige) Person Lilith als weibliche Hauptrolle in diesem Stück verloren? Allerdings: gute Ansätze sind vorhanden, die Lyrik ist schon recht gut und das Setup der Vocals (mal Black-Metal, mal Klassik) hat trotz allem einen gewissen Reiz. Also: erst reinhören und nur bei Gefallen kaufen.

    6/10
  4. der Bischof sagt:

    also, ich finde das werk auch nicht übel… und höre auch gerne dem gekrächze zu !

    7/10
  5. DarkDeX sagt:

    Der erste Meilenstein – ein musikalisches Meisterwerk!

    10/10
  6. matze666 sagt:

    also die obenstehende kritik ist der größte blödsinn den ich je gehört hab!
    …eine der besten scheiben die jemals aufgenommen wurden!

    ps: a.k. will mit sicherheit nicht wie der versager mr. filth klingen…

    10/10
  7. doktor von pain sagt:

    Für mich waren Samsas Traum schon immer vor Kitsch triefendes Gejammer/Gekrächze, aufgebaut auf billigsten Anfänger-Gitarrenriffs und einem pluckernden Drumcomputer. Nee, muss ich nicht haben!

    1/10
  8. svenna666 sagt:

    Extrem unterirdischer Sound, der alle noch beschissenen Details zum Glück verschluckt und ein Sänger, der nicht einen Ton trifft. Das is also Samsas Traum. Eine Schande, dass für den Haufen Plastik soviel Öl verschwendet werden muss