Arch Enemy - The Root Of All Evil

Review

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Zwei Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Rise Of The Tyrant“ sind ARCH ENEMY wieder mit einem neuen Album am Start! Allerdings gibt es dieses Mal kein neues Material, sondern man hat sich bei „The Root Of All Evil“ ganz der Welle von Neuaufnahmen alten Materials angeschlossen und sich Klassiker der ersten drei Alben „Black Earth“, „Stigmata“ und „Burning Bridges“ zur Brust genommen.

Der Sound ist dabei wunderbar klar und differenziert, die Songs wirken allesamt frisch und auch Angela Gossow macht dabei eine mehr als gute Figur als Ersatz für den alten Sänger Johan „Liiva“ Axelsson. Was ich allerdings etwas schade finde, ist der Verlust der rauhen Atmosphäre der ersten Tage. Es braucht dementsprechend schon eine Weile, bis man sich als Fan erster Stunde an den neuen Klang etwas gewöhnt hat. Aber wenn man soweit ist, ist diese Platte meines Erachtens eine Offenbarung. Die alten Songs kommen durch den veränderten Sound stärker daher, brettern was das Zeug hält und machen einfach nur Laune. Man merkt, wie viel Spaß die Band bei den Aufnahmen gehabt haben muss und auch Andy Sneap, der dieses Mal für den Misch- und Masteringprozess verantwortlich war, hat wieder beste Arbeit geleistet. Was sonst noch auffällt, ist, dass alle Songs mittlerweile einen Ganzton nach oben gewandert sind, was vermutlich an der veränderten Gitarrenstimmung liegen dürfte und auch maßgeblich zur Klangveränderung beiträgt.

Alles in allem war die Neuaufnahme der alten Tracks und eine Angleichung an den aktuellen Bandsound eine wirklich gute Idee. Da bekommen solche Brecher wie „Demonic Science“, „The Immortal“, „Diva Satanica“, „Bridge Of Destiny“ und das allmächtige „Pilgrim“ direkt mehr Leben. Ich für meinen Teil fühle mich in die damaligen Tage zurückversetzt, als mir die ersten ARCH ENEMY Songs das erste Mal zu Gehör kamen und kann mir beim wiederholten Hören von „The Root Of All Evil“ ein freudiges Grinsen nicht verkneifen.

Man dürfte dabei alte und neue Fans gleichermaßen begeistern. Die Alten – so wie meine Wenigkeit – mit dem genialen, neuen Sound der alten Songs, und die Neuen durch die Heranführung an die alten Lieder dieser Besetzung, die vermutlich noch nicht allzu viele der jungen Fans kennen dürften. Außer Frage steht dabei, dass uns in naher Zukunft auf allen ARCH ENEMY-Auftritten auch eine Horde alter Songs begeistern wird, worauf sicher nicht nur ich mich freue. Bleibt abschließend zu sagen: Geile Arbeit Leute, beide Daumen hoch!

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24.09.2009

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2 Kommentare zu Arch Enemy - The Root Of All Evil

  1. chr1s sagt:

    Ach du liebe Zeit, welch Vergewaltigung der alten Songs. Ich war ja noch nie ein großer Freund von Gossows Gesang, aber das kann ja mal gar nichts. Was im Original einen rauen Charme hat, ist hier glattgeleckter, steriler OP-Saal-Sound, der so viel Seele hat wie abgeschnittene Käseränder. Aber diesen aggressiv vermarkteten Plastikmüll werden wohl wieder alle kaufen…

    3/10
  2. sickman sagt:

    Schon wieder eine schnARCH ENEMY…

    4/10