Black Magnet - Hallucination Scene

Review

Mit dem Debüt “Hallucination Scene“ präsentieren BLACK MAGNET eine sehr brutale Seite des Industrial Metals. Das sowieso schon raue Genre bekommt in Sachen Härte nochmal eine Politur. Das knapp sechsundzwanzigminütige Werk wurde von Sanford Parker produziert. Dieser ist auch bekannt als Produzent von DARKTHRONE, EYEHATEGOD oder SPIRIT ADRIFT.

BLACK MAGNET startet unbeholfen

Sehr dröhnend und verzerrt beginnt “Divination Equipment“. Früh zeigt “Hallucination Scene“, dass BLACK MAGNET nicht die Absicht haben, verdauliche Kost zu präsentieren. James Hamontrees Stimme dringt tief ins Gedächtnis ein und knetet geradezu den Verstand durch. Große Gesangsvielfalt bleibt jedoch eher aus, weshalb die Klangfarbe schnell anstrengend wird.

Der Beat und die Drums hängen ebenfalls etwas kühl, sogar fast dumpf hinterher. Auf “Anubis“ sticht besagter Beat geradezu auf das Trommelfell ein. Die Höhen wie auch die Tiefen schaffen oft keinen sauberen Übergang. Auf “Punishment Map“ verschwimmen diese in einem sehr unpräzisen Klangbrei.

“Neuroprophet“ erscheint dagegen wie eine Fusion aus NINE INCH NAILS und GODFLESH. Der Track macht mit starken Metal-Riffs die herbe Akustik wieder gut. Auch “Crush Me“ und “Trustfucker“ weisen eine abwechslungsreiche Struktur auf. Die Songs schwelgen in Nostalgie, welche stark an Trent Reznors Alben aus den 90ern erinnern.

“Hallucination Scene“ findet keinen roten Faden

Doch das war es leider schon mit den Überraschungen. “Walking In The Dark“ oder “Hegemon“ schaffen weder Atmosphäre noch klangliche Neuheiten. Auch während des gesamten Outrosongs stören die übersteuernden Synthesizer unheimlich. Es fehlt stark an Wiedererkennungswert.

Ein weiterer Punkt ist die Albumlänge. Songs wie “Neuroprophet“ oder “Trustfucker“ stechen durch ihren schon fast nostalgischen Sound heraus. Ein paar mehr Tracks dieser Art hätten dem gut getan. Nur leider hält “Hallucination Scene“ dieses Niveau nur kurzzeitig aufrecht, weshalb dem Album schnell die Luft ausgeht.

Schlussendlich…

…schaffen BLACK MAGNET nicht den Sprung in höhere Ligen. Trotzdem stechen einzelne Songs durch ihren Nostalgiefaktor hervor. Doch Originalität oder Wiedererkennungswert bietet “Hallucination Scene“ kaum. Oft driftet das Album in anstrengende Klänge ab. Der kleine Anteil an aufgebauter Atmosphäre zerspringt viel zu schnell. Der Sound macht hier einen starken Spagat zwischen satten und übersteuerten Klängen.

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28.08.2020

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