Brighter Death Now - Necrose Evangelicum

Review

Es gibt immer wieder Alben im Leben eines Rezensenten, bei denen es sich wirklich als verdammt schwer darstellt, die auf dem Silberling dargebotene Musik in die richtigen Worte zu packen. Ein Musterbeispiel dafür ist die Wiederveröffentlichung von „Necrose Evangelicum“, dem 1995er Album von BRIGHTER DEATH NOW aka Roger Karmanik, dem Mann hinter dem schwedischen Label Cold Meat Industry.

Das Album von 1995 gilt bis heute als Meilenstein des „Death Industrial“, der sich zumindest auf „Necrose Evangelium“ über extrem verstörende und noise-artige Soundscapes definiert, die in den Gehirnwindungen des Hörers eine undefinierbare Reaktion gemischt aus Unbehagen und Verwirrung auslösen. Von den ersten Klängen an hat man das Gefühl, dass all das was man hier hört, direkt der Hölle entsprungen sein muss. Mastermind Roger Karmanik muss seine Seele anno 1995 vorher an der Pforte zur Hölle abgegeben haben und den kompletten Abschaum gegenüber der Welt an sich und allem was es sonst noch gibt, in diese Songs gepackt haben. Wirkliche Songstrukuren erschließen sich allerdings wohl nur dem geschulten Hörer, alle Songs wirken wie eine sich selbst zerstörende Noise-Landschaft. Tod, Hass, Zerstörung … Unbehagen – alles Begriffe, die man mit „Necrose Evangelium“ assoziiert und deren musikalische Entsprechung man auf selbigem findet. Man muss schon eine gehörige Portion musikalischer Toleranz mitbringen, um dieses Album zu „ertragen“ und wohl auch von Natur aus eine kleine Störung im Bereich seiner musikalischen Vorlieben haben, um diese Scheibe als musikalischen Genuss zu empfinden. All diese Punkten führen auch dazu, dass es meines Empfindes nach schlicht und erfreifend unmöglich ist, dieser „Musik“ eine Wertung zu verpassen – wer sich im Noise-Genre etwas auskennt, dürfte damit allerdings auch keine größeren Probleme haben.

Wer die oben erwähnten Vorraussetzungen nun tatsächlich mitbringt, sollte vielleicht noch wissen, dass das Album komplett remastered wurde und auf einer Bonus-CD noch fünf bislang unveröffentlichte und live eingespielte Tracks aus dem Jahr 1995 zu finden sind.

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02.08.2008

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