Darkened Nocturn Slaughtercult - Mardom

Review

Soundcheck April 2019# 13 Galerie mit 18 Bildern: Darkened Nocturn Slaughtercult - De Mortem Et Diabolum 2018

Mehr als sechs Jahre hat es gedauert, bis das nordrhein-westfälische Black-Metal-Urgestein DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT ihren Fans einen Nachfolger zu ihrem 2013er-Album „Necrovision“ präsentieren. Dieser kam nun im April 2019 heraus und hört auf den Namen „Mardom“. Darauf enthalten: DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT wie eh und je.

Denn das Quartett aus Dormagen verfolgt das Rezept von „Necrovision“ weiter und klingt damit so sehr nach dem ureigenen Sound der Band, wie Fans es erwarten – zumal Sängerin/Gitarristin Onielar, Gitarrist Velnias und deren Mitstreiter auf ihrem mittlerweile sechsten Full-Length-Album wieder ein Stück weit auf Orthodoxie verzichten. „Mardom“ klingt damit ein bisschen wie ein Album, das eigentlich zwischen „Saldorian Spell“ und „Necrovision“ hätte stehen können.

„Mardom“ ist voller Hits

So oder so: Die verantwortlichen Musiker machen auf „Mardom“ wenig verkehrt und spielen ihren zutiefst finsteren und gleichzeitig höchst eingängigen Black Metal, wie nur sie es können. Dabei sind mit zum Beispiel „A Sweven Most Devout“, mit dem ungewohnt melodischen „T.O.W.D.A.T.H.A.B.T.E.“ oder dem Midtempo-Stück „A Beseechment Twofold“ einige hervorragende Songs herausgekommen, bei denen übrigens häufiger Parallelen zur Trondheim-Szene um Bands wie CELESTIAL BLOODSHED oder ONE TAIL, ONE HEAD deutlich werden, die zumindest dem Verfasser dieser Zeilen bei DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT noch nie so deutlich aufgefallen sind.

Das bisher rundeste DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT-Album?

Insofern treten DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT mit „Mardom“ auf gewisse Weise einen Schritt zurück (stilistisch, atmosphärisch), um zwei nach vorne zu machen (Eingängigkeit, Hitpotenzial). All diese Veränderungen finden jedoch im Mikrokosmos des Bandsounds statt, sodass „Mardom“ nicht großartig anders klingt als die meisten Alben der Band. Oder um es kurz zu machen: Wer die Band schon immer mochte, wird auch „Mardom“ mögen. Wer noch nie was mit den Dormagenern anfangen konnte, braucht sich auch bei ihrem sechsten Album nicht die Mühe zu machen. Und wer auf Details steht, dem sei gesagt: Mit einer Mischung aus „Saldorian Spell“ und „Necrovision“ könnte der Truppe ihr bisher rundestes Album gelungen sein.

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22.07.2019

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12 Kommentare zu Darkened Nocturn Slaughtercult - Mardom

  1. BlindeGardine sagt:

    Über das lyrische Rumgedeibel kann man streiten, Black Metal halt, musikalisch gefällt mir das Teil aber ausgesprochen gut. Außerdem finde ich es amüsant, dass die Band aus Dormagen kommt. Meine Familie mütterlicherseits kommt aus Dormagen und ich kenne die Stadt als ziemlich spießiges, verschlafenes Rentnerdorf. Dormagen und Black Metal klingt für mich wie Manowar und Bescheidenheit.

    8/10
  2. nili68 sagt:

    Ja, ist wohl okay. Ich hab‘ gerade versucht, mir das auf Youtube anzuhören, aber nachdem ich mal ein interview mit der gelesen habe und mir das immer in Kopf herumspukte, musste ich das leider abbrechen, um nicht meine Selbstachtung zu verlieren..

    1. BlindeGardine sagt:

      Interviews mit Black-Metal-Bands zu lesen stellt sich oft als Fehler heraus. Sollte man einfach lassen. Ich hoffe außerdem, dass du kein KISS-Fan bist ;).

      1. nili68 sagt:

        Kam in dem Interview was mit KISS vor? Ist schon länger her, aber der Tenor ist mir noch bekannt.. ansonsten besitze ich die Größe, die KISS-Anspielung nicht zu verstehen.. 😀

    2. azl sagt:

      Aus Neugier hab ich mir gerade auch mal ein/zwei Interviews durchgelesen. Selten so gelacht. Irgendwie geht mir jetzt das englische Wort „deluded“ durch den Kopf… Musik find ich ganz nett, obwohl ich wahrscheinlich nicht das geforderte Minimum an Intelligenz mitbringe und ich es mir zu einfach mache, die Lyrics als lediglich satanisch oder nur misanthropisch zu bezeichnen. Heidewitzka, das ist fast besser als die peinlichen Videos von dem Nargaroth-Typen 😀

      1. doktor von pain sagt:

        Ja, da waren schon echte Knaller dabei, bei denen ich mich gefragt habe, ob sich die jeweiligen Bandmitglieder dabei das Lachen verkneifen mussten. Letztens habe ich mal ein Interview mit dem Gitarristen gelesen, und der gab sich überraschend normal und hat sogar ein bisschen Humor gezeigt. Wahrscheinlich muss er dafür eine Strafe für die Bandkasse bezahlen.

      2. BlindeGardine sagt:

        Das im RockHard, wo er über Haardprodukte gewitzelt hat? Ich muss sagen, das fand ich auch ganz amüsant. Aber wie gesagt, seien wir mal ehrlich: in Interviews hauen doch grade Black Metaller gerne richtig auf den Putz, was aber in der Regel hauptsächlich Attitüde ist. Man will halt möglichst menschenfeindlich und okkult verschwurbelt rüberkommen. Unterhält man sich dann selbst mit denen stellt man fest: eigentlich ganz normale Typen. Es gibt da z. B. das ein oder andere Inteview mit Erik Danielsson von Watain, der ja auch irgendwie immer zwischen esoterischem Spinner und eloquentem, freundlichen Gesrpächspartner schwankt.

      3. doktor von pain sagt:

        Oh ja, der Watain-Onkel. Was der von sich gibt, ist teilweise schon arg grenzwertig. Für mich hat’s jedenfalls gereicht, dass ich mir bis heute nicht ein einziges Watain-Album zugelegt habe.

      4. nili68 sagt:

        Mich stört ja nicht mal grundsätzlich, dass es um Satan und so geht, aber selbst das geht doch auch.. ähem.. „anspruchsvoller“, als die meisten BM-Bands das verbraten, inklusive Gerede in Interviews.

      5. doktor von pain sagt:

        Interviews sind sowieso untrue.

  3. nili68 sagt:

    Die einzige trve Band, die es gibt: Anssi Kelaum Luciil

    Eben..

  4. deadhouse sagt:

    Grandioses Album einer grandiosen Band die live bisher nie enttäuscht hat.

    9/10