Edguy - Lavatory Love Machine

Review

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Dass die Jungs von EDGUY Spaßvögel vor dem Herrn sind, ist weitreichend bekannt. Trotzdem werden sie nicht müde, es immer und immer wieder zu beweisen. Aktuellstes Beispiel: „Lavatory Love Machine“, die neue Auskopplung aus ihrem aktuellen Hitalbum „Hellfire Club“. Habt ihr euch schon mal überlegt, was für Gefühle man durchlebt, wenn man mit einem Flugzeug abstürzt? Das Letzte, woran ich in diesem Moment denken würde, wäre mit Sicherheit Sex mit der Stewardess. EDGUY sind da anders und liefern mit diesem Gute-Laune-Song, der absolut typisch für diese Band ist, den Soundtrack zum letzten Geschlechtsverkehr, bevor man, noch immer mit der Flugbegleiterin im Waschraum zugange, auf irgendeinem Acker zwischen Fulda und Donzdorf zerschellt. Videotechnisch ist das ganze übrigens mit einem ironischen Augenzwinkern in Richtung Rockstar-Dasein adäquat amüsant umgesetzt worden (natürlich als enhanced part auf dieser Maxi enthalten). Die anderen drei Non-Album-Tracks (allesamt akustische Songs) verhalten sich so: „Lavatory Love Machine“ als Acoustic Version zeigt, dass EDGUY-Spaßmacherei auch am Pfadfinder-Lagerfeuer funktionieren würde. Das EUROPE-Cover „I’ll Cry For You“ liefert einen unglaublich nach Bruce Dickinson klingenden Tobias Sammet. Musikalisch muss aber nichts extra erwähnt werden. In der Piano-Streicher-Ballade „Reach Out“ steht erneut das Organ des sympathischen Frontmannes im Mittelpunkt. Nur die Instrumentierung kommt etwas kitschbeladen rüber. Somit fällt das Fazit eigentlich aus wie bei fast allen Singles: Titeltrack + Videoclip = cool; Bonusmaterial = durchwachsen. Über Kauf oder Nicht-Kauf entscheidet mal wieder ihr selbst. Die Idee vom Koitus im abschmierenden Flieger sollte aber jeder mal im Hinterkopf behalten. Hoffentlich taugt dann auch die Stewardess etwas, wenn es soweit ist.

22.06.2004

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