Fates Warning - Perfect Symmetry (Re-Release)

Review

Sie gehören zu den eigentlichen Mibegründern des progressiven Metals und diesen Thron macht ihnen keiner streitig. FATES WARNING wissen nun bereits seit 25 Jahren, wie sich zeitgemäßer Prog anhören muss. Dabei hat sich die Band niemals selbst kopiert sondern eine stetige Weiterentwicklung ihres Könnens und ihrer Kreativität mit jedem Album dargestellt.

Ein Highlight aus ihrer Karriere ist eindeutig der 89er Klassiker „Perfect Symmetry“. Zu dieser Zeit erlebte die Band ihren kommerziellen Höhepunkt (neben „Parallels“), der danach leider nie wieder erreicht werden konnte. An einen Rückschritt hat die Band dennoch nie gedacht, stattdessen ging es künstlerisch immer weiter nach vorn.

Metal Blade veröffentlichen nun mal wieder ein fantastisches Re-Release eines fantastischen Albums. Und wer die letzten großen Wiederveröffentlichungen des Labels kennt (u.a. FLOTSAM & JETSAMs „Doomsday For The Deceiver“ oder SACRED REICHs „Ignorance“), der weiß, dass hier ordentlich was geboten wird.

„Perfect Symmetry“ zeigt die Band von ihrer etwas introvertierten, verträumten, melancholischen und teilweise auch hoffnungslosen Seite. Alleine die stimmliche Lage von Ray Alder auf dem Album sollte man sich nicht bei einem mental schwachen Tag geben, da man der Gefahr ausgesetzt ist, sich voll und ganz in den Stücken zu verlieren. Gewiss prägt eine solche markante und unverwechselbare Stimme wie die von Ray jedes Album der Gruppe. Aber natürlich hat man hier auch die restliche Band FATES WARNING vor sich, und zwar Musiker wie Jim Matheos (Gitarre), Mark Zonder (Drums) oder Frank Aresti (Gitarre), vor denen sich selbst Musiker aus dem Hause DREAM THEATER oder QUEENSRYCHE verneigen. Und zwar zurecht, denn hier wird auf höchstem Niveau gefrickelt was das Zeug hält, ohne dabei jemals den roten Faden zu verlieren. Stücke wie „Static Arts“, die Auskopplung „Through Different Eyes“, „The Arena“, „Chasing Time“ oder “Nothing Left To Say” beweisen, dass die Band ihren guten Ruf mehr als verdient hat. Freilich wird auch der Sound auf „Perfect Symmetry“ der Band gerecht. Dieser ist glasklar, an den richtigen Stellen wuchtig genug und so ausgeglichen, wie man es sich nur vorstellen kann.

Selbstredend war es nicht genug, nur das Album noch mal auf den Markt zu werfen. Als Bonus-CD wurde das damalige Demo von „Perfect Symmetry“ noch beigefügt. Hier kann man sich anhören, wie die Stücke im kleinen Studio der Jungs geklungen haben müssen, bevor das Teil gemastered und richtig gemischt wurde. Oben drauf erklingen die Stücke „Part Of The Machine“ und „Nothing Left To Say“ dann noch einmal in Proberaumqualität (noch mit Steve Zimmerman am Schlagzeug). Ein wenig überflüssig schon, aber um die Sammlung zu komplettieren genau richtig.

Das wirklich Tolle kommt allerdings noch und zwar in Form einer schönen DVD. Hier gibt es ein paar Stücke aufgenommen in Allentown, am 02.12.1989, Houston, Texas am 26.04.1990, Amsterdam, 16.12.1989, Philadelphia, 27.03.1990 sowie in New Haven am 11.12.1989. Natürlich sind die Livemitschnitte nicht von bester Qualität, man bedenke, dass das Material teilweise schon fast 20 Jahre auf dem Buckel hat. Für Fans handelt es sich bei diesen Aufnahmen natürlich um ein gefundenes Fressen, und eine Möglichkeit, die Helden in ihrer relativ frühen Phase zu sehen. Die Klasse der Musiker und vor allem von Ray Alder kommt trotzdem rüber, schlechte Bildqualität hin oder her. Schön ist auch das Promovideo von „Through Different Eyes“, was ebenfalls enthalten ist.

Insgesamt ist das Re-Release natürlich wieder Gold wert. Und super ist auch, dass das schmucke Digi relativ günstig zu erwerben ist. Fans von FATES WARNING können sich hier gerne noch einmal bedienen, auch wenn die Platte schon im Schrank steht. Freunde des Prog Metals machen hier natürlich ebenfalls nichts falsch.

23.06.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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