Horisont - Sudden Death

Review

In den vergangenen Jahren haben sich HORISONT als wahre Experten für Hard Rock im Stil der Siebziger etabliert. Mit „Sudden Death“ gehen sie noch einen Schritt weiter in die Vergangenheit. Die Platte verströmt neben den immer noch vorhandenen DEEP PURPLE-Querverweisen jede Menge Sixties-Feeling.

Mit „Sudden Death“ in die Vergangenheit

Dazu gehören massenhaft psychedelische Keyboards, beißend hoher Gesang und ausufernde Instrumentalpassagen, zu denen der Dude seine Drogenträume durchleben könnte. Innovationen sucht man auf „Sudden Death“ vergebens. Aber dafür standen HORISONT ohnehin nie.

Dafür klingen sie auch im leicht abgewandelten Soundgewand so authentisch wie eh und je. Wenn man es nicht besser wüsste, würde „Sudden Death“ auch als verschollenes Album alter Helden durchgehen, das just entdeckt und remastert wurde. Dieser Eindruck verstärkt sich dank des enorm hohen Hitfaktors.

„Pushin‘ The Line“ besticht mit arschcoolen Riffs und eingprägsamen Gesanglinien gleichermaßen. Wenn in der Bridge die „Uuuhh“-Chöre einsetzen, ist das Hippielebensgefühl endgültig perfekt. „Sudden Death“ ist ganz sicherlich keine aggressive Rockplatte. Vielmehr entführt sie zurück in die unschuldigen Tage der Gitarrenmusik, als es noch nicht darum ging, möglichst krass zu sein.

HORISONT liefern gnadenlos ab

Ein weiteres Highlight stellt „Into The Night“ dar. Das treibende Keyboard erinnert an TOTOs „Hold The Line“, das Saxophon weckt Erinnerungen an Gerry Raffertys „Baker Street“. Und wo wir schon bei der Straße sind: Das peitschende „Runaway“ dürfte bei der nächsten Jagd über den Highway in keiner Playlist mehr fehlen.

HORISONT wildern auf dem „Sudden Death“ einmal quer durch die frühen Tage des Rock. Trotzdem klingt die Platte nie altbacken oder ausgelutscht. Dafür sorgen unter anderem ungewöhnliche Harmonieverläufe. So setzt „Standing Here“ beispielsweise auf leicht orientalische Melodien.

Vor allem aber sorgt die enorme Spielfreude der Schweden maßgeblich dafür, dass die Platte durchweg Spaß macht. Fast meint man, die Proberaumluft atmen zu können, so geerdet klingt das Album. Man möchte sich gleich mit ans Mikro stellen und diese Sammlung zukünftiger Hits nachsingen.

HORISONT feuern auf ihrer sechsten Platte ein wahres Hitfeuerwerk ab. Allein das starke Songmaterial hebt sie aus dem Sumpf der Retroacts hervor. Wer mit den genannten Referenzen im Entferntesten etwas anfangen kann, kommt um einen Kauf nicht herum.

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10.05.2020

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