Katatonia - Sky Void Of Stars

Review

Soundcheck Januar 2023# 3 Galerie mit 25 Bildern: Katatonia - Twilight Burials Tour 2023 in Berlin

Wie? Wo? Was? Erst eine Bandpause, einige Fans befürchteten bereits das Ende von KATATONIA, dann nach einer Tour im Frühjahr 2020 mit „City Burials“ ein neues Album und jetzt, nicht mal zwei Jahre später, folgt in Form von „Sky Void Of Stars“ schon direkt der Nachschub? Ja, im Hause KATATONIA zeigt man sich aktuell produktiv, was das neue Label Napalm Records sicher ebenfalls sehr freuen dürfte. Wie schon auf dem Vorgänger zeichnet Sänger Jonas Renkse erneut allein für das Songwriting verantwortlich, wie er uns im Interview zur Platte verrät. Also einfach nur „City Burials II“?

KATATONIA – Machen es sich nicht einfach

Schon das bereits vorab veröffentlichte „Austerity“ verrät: Nein, so einfach haben es sich die Schweden um das Duo Renkse/Nyström keinesfalls gemacht. Ja, Jonas Renkse hat erneut alle Songs geschrieben, diese entstanden aber dieses Mal nicht während einer Bandpause und waren eigentlich für ein mögliches Solo-Album gedacht, sondern es war von vornherein klar, dass diese Songs für KATATONIA bestimmt sind. Das hört man dann auch entsprechend, denn „Sky Void Of Stars“ greift viel stärker Elemente der vorangegangen Alben auf, als das auf dem retrospektiv eher untypisch ausgefallenen „City Burials“ der Fall war.

Nach den ersten Durchläufen ist die Platte dabei erst einmal eines: Verdammt eingängig. Natürlich ist die übliche Melancholie weiterhin zu jedem Zeitpunkt greifbar und auch dieses Album passt erneut perfekt in das quasi selbst erfundene Genre „Depressive Rock“, dennoch geht „Sky Void Of Stars“ verdammt schnell ins Ohr. Wer nun aber meint: „War ja klar, kaum wechselt man zu einem größeren Label wird die Musik auf Gefälligkeit getrimmt“, der irrt gewaltig. Vielmehr zeigt sich nach und nach die enorme Vielseitigkeit der enthaltenen Songs.

Bleiben wir beispielsweise bei „Austerity“. Die hier vergleichsweise warmen Vocals von Jonas Renkse ziehen den Hörer schnell in ihren Bann und auch der Chorus setzt sich schnell im Kopf fest, aber auf der anderen Seite sind da eben auch diese komplexen Riffs und das ebenfalls anspruchsvolle Drumming, samt spannender Timing-Wechsel, die beispielsweise an das proggige Album „The Fall Of Hearts“ erinnern. Das zieht sich auch im weiteren Verlauf durch alle Songs: KATATONIA vergreifen sich an den stärksten Momenten der Alben aus den letzten 15 Jahren und kreieren daraus daraus eine verdammt frisch und aktuell klingende Melange. Selbstreferenzen müssen eben nicht unbedingt Stillstand bedeuten.

Obwohl die Songs zu Beginn der Pandemie entstanden sind, schwingt auf „Sky Void Of Stars“ auch erstaunlich viel Hoffnung mit, einige Melodielinien, wie Beispielsweise das Hauptthema des schwungvollen „Birds“ klingen geradezu euphorisch. So hat letztlich auch jeder Song ein Alleinstellungsmerkmal, das irgendwie hängen bleibt, sei es die leichte 80er-Schlagseite von „Opaline“, die verträumt-traurige Keyboard-Melodie in „Drab Moon“ oder die ungewohnte Stimmfärbung von Herrn Renkse in „Author“, der sich ohnehin noch ein wenig mehr aus seiner Komfortzone wagt und damit für weitere Abwechslung sorgt.

Ganz nah an der Perfektion – „Sky Void Of Stars“

Nach einigen Wochen Dauerrotation wird einfach klar: „Sky Void Of Stars“ ist ein verdammt vielseitiges Album, das insbesondere für Fans kaum Wünsche offen lässt. Klar, „City Burials“ war eine starke Platte, die insbesondere in den experimentelleren Momenten ihre Stärken hatte, aber hier legen KATATONIA eindeutig nochmal eine Schippe drauf. Das liegt nicht nur daran, dass ein paar progressivere Elemente, die auf dem Vorgänger eher Pause hatten, ihren Weg zurück in den Sound der Schweden gefunden haben.

Grundsätzlich gehören sowohl die Riffs als auch die Melodielinien – egal ob man die Gitarren, Synths oder den Gesang betrachtet – zum stärksten, was Renkse, Nyström und Co. in den letzten Jahren abgeliefert haben. Ausfälle gibt es praktisch keine, maximal sind „No Beacon To Illuminate Our Fall“ und der Bonus-Track „Absconder“ nicht ganz so zwingend wie der Rest, aber immer noch bärenstarke Songs. KATATONIA verfeinern ihren Sound auf „Sky Void Of Stars“ bis ganz nah an die Perfektion und liefern somit schon im Januar eins der ersten Highlights des Jahres ab.

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13.01.2023

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43 Kommentare zu Katatonia - Sky Void Of Stars

  1. Watutinki sagt:

    Musikalisch kann ich dazu noch nicht viel sagen, außer das Katatonia heute halt leider nicht mehr die Graue Maus sind, die Sie früher einmal waren. Graue Musik, für graue Tage, zu grauen Gedanken… und dazu ein paar Farbtupfer. Heute ist dagegen alles von Farbtupfern überseht, weshalb die Musik auch nicht mehr diese Wirkung (auf mich) hat. Im Vergleich zu früher sind Katatonia weitaus poppiger geworden, graue, triste Musik spielen Sie nicht mehr.

    Alleine schon des Cover, auf Peaceville nahezu undenkbar. Definitiv das „poppigste“ Cover, das Katatonia je auf eine Scheibe geklatscht haben. Damit will ich nicht sagen, dass es schlecht ist, sondern nur, dass es ganz anders wirkt, also alle restlichen Cover der Band und das daher unter Garantie auch mit dem Labelwechsel zu tun hat. Ohne dass ich jetzt behaupten möchte, dass Katatonia zu irgendwas gezwungen wurden, das liegt schon in deren eigenem ermessen.

    Wie gesagt, ich kenne die Scheibe noch nicht und das ist auch kein Verriss. Die Band entwickelt sich dahin, immer kurzweiliger, bunter, eingängiger zu werden und versucht dabei ihre Intensität aufrecht zu erhalten. In gewissen Aspekten klappt das sicher auch, sofern man halt davon absehen kann, dass Katatonia heute nicht mehr Musik für den introvertierte Grufti spielen, sondern eher für’s ganz große Batman Kino.

  2. doktor von pain sagt:

    Mir gefällt das Cover-Artwork ganz ausgezeichnet. Gehört habe ich das Album auch noch nicht, es ist schließlich noch gar nicht erschienen. Vorbestellt ist es – und ich mag sowohl die „alten“ als auch „neuen“ Katatonia gern. So einen riesigen Unterschied gibt’s zwischen beiden für mich nicht einmal.

  3. Lysolium 68 sagt:

    😂
    Der Gruftie und Batman Vergleich ist schon geil…

  4. Watutinki sagt:

    Grenzdebile Genialität ist immer noch besser, als sich Tag ein Tag aus nur damit zu brüsten, über andere abzulästern.

  5. Watutinki sagt:

    Und warum bist gerade Du jetzt der Katatonia Experte?

  6. nili68 sagt:

    Im Internet ist jeder Experte fur alles? Argument: Because i said so!!

  7. nili68 sagt:

    Oh Mann, Fragezeichen zu viel Umlautpunkte vergessen..

    gez. Rechtschreibexperte

  8. motley_gue sagt:

    Ich hab Katatonia für mich mit Fall of hearts irgendwie verloren. Die Melodien kamen mir nur mehr wie eine Aneinanderreihung von Tönen vor, zwar harmonisch schlüssig, aber keine richtige Melodie und schon gar nix das hängen bleibt. Und so fesselnd ich den Gesang bei Katatonia immer empfand, die Gesngsmelodie wurde zunehmend immer gleicher dahin mit einer Range von gefühlt 5 Tönen auf und ab. Das war gut produzierter artsy fartsy für mich. Auf alle Fälle klang alles zunehmend gleich.
    Mit Caustic ist seit Ewigkeiten endlich wieder mal in Song da, der stimmlich auch mal in anderen Tonlagen unterwegs ist. Alleine deshalb geb ich dem Album zumindest mal eine Chance, auch wenn ich bei Katatonia inzwischen gelernt habe, skeptisch zu sein.

  9. Laniakea sagt:

    Ich weiß nicht, ob ich Katatonia Experte bin, auch wenn ich die gesamte Diskografie der Band besitze. Was ich aber weiß: Katatonia sind nicht wirklich bunter geworden und immer noch trist genug. Nur wird diese Tristesse mittlerweile mit ganz anderen Stilmitteln ausgedrückt. Die Randbemerkung, dass dieses Cover bei einem Label, das zuletzt u.A. „Astral Fortress“ von Darkthrone veröffentlicht hat, nicht erschienen wäre, würde ich ebenfalls überdenken. Peaceville ist mittlerweile einer der größten Gierschlünder der Szene, die hätten das Album auch mit einem pinken Cover mit Kuscheltieren veröffentlicht, wenn die Aussicht bestanden hätte, die Fans mal wieder auspressen zu dürfen. Nichts für ungut, aber manchmal schadet’s einfach nicht, sich mit etwas zu befassen, ehe man urteilt. Zumal es sich gerade bei Katatonia extrem lohnt, wenn man Zeit investiert und in dieser nicht den Internetkasper spielt. Dann ist auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass die vermeintliche Lästerei ausbleibt. Damit ist das Thema für mich auch wieder gegessen, gute Besserung.

  10. Watutinki sagt:

    „Ich weiß nicht, ob ich Katatonia Experte bin, auch wenn ich die gesamte Diskografie der Band besitze. Was ich aber weiß: Katatonia sind nicht wirklich bunter geworden und immer noch trist genug.“

    Habe ich was anderes geschrieben?

    „Nur wird diese Tristesse mittlerweile mit ganz anderen Stilmitteln ausgedrückt. Die Randbemerkung, dass dieses Cover bei einem Label, das zuletzt u.A. „Astral Fortress“ von Darkthrone veröffentlicht hat, nicht erschienen wäre, würde ich ebenfalls überdenken.“

    Ich habe mir einfach mal den Backkatalog von Katatonia angesehen und meiner Meinung nach enspricht das neue Cover einem Stilbruch. Keinem Großen und mir gefällt das Cover auch, aber für mich hat es im Vergleich zu allen anderen Katatonia Cover, einen anderen Stil. Vor allem ist es moderner, es soll denke ich nicht nur die eigentliche Zielgruppe ansprechen.

    Bzgl. Astral Fortress verstehe ich Deine Bemerkung nicht. Ich meine zu wissen worauf Du hinauswillst, teile diese Meinung aber nicht.

    „Peaceville ist mittlerweile einer der größten Gierschlünder der Szene, die hätten das Album auch mit einem pinken Cover mit Kuscheltieren veröffentlicht, wenn die Aussicht bestanden hätte, die Fans mal wieder auspressen zu dürfen.“

    Gut, vielleicht weisst Du da mehr als ich, ich verfolge Peaceville eher so nebenher und hatte bislang nichts zu beanstanden. Das Astral Fortress Cover spricht aus meiner Sicht aber eher für das Label und die Band, als gegen Sie.

    „Nichts für ungut, aber manchmal schadet’s einfach nicht, sich mit etwas zu befassen, ehe man urteilt.“

    Sehe meine Worte nicht als Urteil. Ich habe einfach nur niedergeschrieben, was ich empfinde. Wenn das Album vorliegt, schreibe ich dann vielleicht was ganz anderes. Vielleicht nimmst Du meine Worte zu ernst. Das ist kein Review, kein Urteil, es ist nur mein erster Eindruck. Wenn ich eine Wertung dazu packe, dann kannst Du mich dafür kreuzigen, aber bitte nicht vorher. ;))

    „Zumal es sich gerade bei Katatonia extrem lohnt, wenn man Zeit investiert und in dieser nicht den Internetkasper spielt. Dann ist auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass die vermeintliche Lästerei ausbleibt. Damit ist das Thema für mich auch wieder gegessen, gute Besserung.“

    Naja, das habe ich beim letzten Alben ja getan. So richtig hat’s bei mir nicht gefunkt. Wie gesagt, ist nur eine Kommentarspalte, vielleicht habe ich Katatonia nicht verstanden, vielleicht ist es falsch was ich schreibe, ist halt einfach nur mein Empfinden und darf gerne widerlegt werden.

  11. Watutinki sagt:

    „Geh‘ weiter Kamelot hören“

    Ahso, was spricht eigentlich gegen Kamelot?? :))

  12. Hans Völkel sagt:

    Hi liebe Leute,
    vielleicht ist es über den Jahreswechsel in Vergessenheit geraten, aber hier trotzdem nochmal zur Erinnerung: Wir freuen uns, wenn ihr hier angeregt diskutiert und dabei auch stark gegesätzliche Meinungen vertretet. Wir bitten dabei aber um einen respektvollen Umgang miteinander, so schwer es vielleicht manchmal fällt.

  13. ira incensus sagt:

    Die Review macht ja schon mal sehr neugierig auf das kommende Album. Da ich bisher nur die drei bereits veröffentlichten Singles kenne, und das Album ja erst am 20.01. erscheint, kann ich noch kein Gesamturteil fällen. Aber ich bin sicher, dass auch ‚Sky Void Of Stars‘ richtig gut wird. Bis auf ein paar kleinere Schwankungen fand ich die letzten Releases von Katatonia alle sehr gut. Die drei vorab veröffentlichten Songs von ‚Sky Void Of Stars‘ klingen aber schonmal sehr geil, und das Cover-Artwork erinnert mich an eine dystopische Graphic Novel. Bin sehr gespannt und hoffe, dass ich nächsten Freitag dann das Album pünktlich geliefert bekomme und die CD komplett durchhören kann.

  14. ultra.silvam sagt:

    Ich war/bin ein sehr großer Fan der Band, aber allerspätestens haben sie mich mit „City Burials“ verloren. Die Krönung war dann das letzte Live Konzert wo Jonas dauergrinsend nach jedem Song meinte das Publikum fragen zu müssen ob sie eine gute Zeit haben. Das ist einfach nicht mehr was ich an der über Jahrzehnte langen „Gloom & Doom“ Band geschätzt habe. Klar kann Jonas immer noch hervorragend singen, aber die Songs und die Performance ist einfach nur noch eine Hülle ihrer Selbst. Da wird Melancholie für poppige, kurzweilige Atmosphäre eingetauscht. Aber gut, die Band geht ihren Weg, verändert haben sie sich seit „Jhva Elohim Meth“-Zeiten eh mehrmals, nur mittlerweile für mich in eine Richtung die mir nicht mehr zusagt. Schade.

  15. nili68 sagt:

    Ich hatte mal die „Discouraged Ones“, fand die aber nicht besonders und mich dann nicht weiter mit denen befasst. Das Lied hier macht auch nichts für mich. Nun ja, is‘ manchmal so..

  16. doktor von pain sagt:

    Ich konnte früher auch nix mit Katatonia anfangen, das kam erst vor ein paar Jahren, genau gesagt 2016 mit der „The Fall of Hearts“ – und da gefielen mir dann plötzlich auch die älteren Alben, die ich teilweise schon gehört hatte.

  17. onlythewindremembers sagt:

    Ich muss sagen, dass mir die Band erst seit „Viva Emptiness“ so richtig gefällt.
    Vielleicht lief mir die Band damals auch einfach nur in einer Zeit über den Weg, in der ich mich an solcher Musik satt gehört habe und das ist der Grund weshalb die ersten 2-3 Werke bei mir nicht gezündet haben.

  18. Watutinki sagt:

    „Vielleicht lief mir die Band damals auch einfach nur in einer Zeit über den Weg, in der ich mich an solcher Musik satt gehört habe und das ist der Grund weshalb die ersten 2-3 Werke bei mir nicht gezündet haben.“

    Interessant, so viele Bands die vergleichbare Musik spielen, würden mir da gar nicht einfallen.

  19. Vlad_the_Impala sagt:

    Ich mag das Album-Cover..

  20. blackthrash sagt:

    …wenn ich hier die Kommentare so lese,….
    es schreit ja richtig nach einem persönlichem Katatonia – Ranking!

  21. nili68 sagt:

    Ich bin eher erstaunt, dass die so eine Resonanz auslösen, ohne dabei noch irgendwie kontrovers zu sein. Ich habe die nie als besonders wahrgenommen, aber das soll keine Beschwerde sein, noch bin ich der Maßstab, das ist natürlich klar. 😉

  22. Watutinki sagt:

    In Ihren besten Momenten gibt es meiner Meinung nach keine Band aus dem Genre, die auch nur annährend an Katanoia heranreicht. Hat natürlich auch sehr viel mit Jonas Renkse Vocals zu tun. Dieser Kontrast aus wuchtigen Gittaren, den melancholischen Melodien und den Vocals, ist schon besonders. Leider überfrachten Sie ihre Musik heute etwas, sowohl kompositorisch, wie auch in der Produktion und gleichzeitig wird das Ganze eingängiger. Weshalb sich dieser Kontrast meiner Meinung nach heutzutage deutlich auflöst und die Musik dadurch etwas beliebiger wird.

  23. zircular sagt:

    Eine Schande was aus der einst so genialen Band für eine Heultruppe geworden ist. Abgehakt.

  24. Heilige Scheisse sagt:

    Oh Mann, wieder diese „meine Band macht nicht mehr die Musik, die mir gefällt“ – Kommentare…
    Ist das nicht langsam langweilig? Ist das sowas wie ein Besitzanspruch auf das was „deine“ Band jetzt und in Zukunft tut? Schwer zu verstehen…
    Die Platte ist ja noch nicht draußen, aber das Cover gefällt (mir). Wo ist da etwas poppig? Bin ich irgendwie neben der Spur? Ich seh dort eine düstere Hochhausschlucht im Regen und die fast schon obigatorischen Raben…

  25. blackthrash sagt:

    @Heilige Scheisse! (schicker Name, übrigens), natürlich hast du vollkommen recht. Es gibt Bands die dürfen alles und andere eben nicht. Für viele wäre es wirklich das Beste, sie gründen eine Band und lösen sich nach jedem Album auf. Ich finde es eigentlich (nicht immer) lustig. Irgendwie sind es immer die selben Sätze, nur wird eben der Bandname ausgetauscht. Dann ist die Band, zu schnell, zu erfolgreich, beim falschen Laden usw. und natürlich hört man nur einen Song an und hat dann eine komplette Meinung über das ganze Album. Was sich die Band dabei gedacht hat, welche Einflüsse dazu gekommen sind usw. das spielt alles keine Rolle.
    Ich kenne die Band seit ihren Anfangstagen und hab die Entwicklung von Album zu Album mitbekommen. Künstler wollen sich eben auch ausprobieren und zwar in allen Bereichen. Wen sowas nicht gfällt sollte dann eben lieber MGLA oder R.E.V.E.N.G.E hören, die bringen ja immer das selbe lahme Album raus. Hui jetzt hab ich wieder was gesagt 😀

  26. Watutinki sagt:

    „Die Platte ist ja noch nicht draußen, aber das Cover gefällt (mir). Wo ist da etwas poppig? Bin ich irgendwie neben der Spur? Ich seh dort eine düstere Hochhausschlucht im Regen und die fast schon obligatorischen Raben…“

    Ja, Cover von Dj Bobo sind poppiger, kein Zweifel,
    Du musst das Cover im Kontext des Backkatalogs von Katatonia betrachten. Es geht mir nicht darum, dass es poppig ist, sondern poppiger und moderner, im Vergleich zu dem, was Katatonia sonst so auf ihre Alben geklatscht hat. Das Cover gefällt mir auch, aber es ist für Katatonia im Stil eher untypisch und stellt eine Entwicklung dar, die ich im Kontext des Labelwechsels etwas kritisch sehe. Frei nach dem Motto, „warum gerade jetzt, nach so langer Zeit?“.

    P.S: Ich finde man muss hier auch mal Kritik an einer Band zulassen können, im Sinne von „vertragen können“. Ich habe immer mehr den Eindruck, manche Bands darf man einfach nicht kritisieren, man kriegt sofort einen auf’s Dach Mc Fly.
    Ja klar kann man abwarten, bis man das ganze Album kennt. Aber erstens hat hier ja auch noch keine eine Wertung hinterlegt und zweitens, warum sollte das Ganze Album denn soviel anders klingen, als das hier dargebotene?
    Die Diskussionen wären weitaus sinnvoller und interessanter, wenn man diese rein inhaltlich betrachten würde und nicht ob eine Kritik erlaubt ist oder nicht. Das führt zu nichts.

  27. destrukt. sagt:

    Allein das Führen dieser unsäglichen Cover-Diskussion zeigt doch, was hier für eine Agenda verfolgt werden soll.
    „Ich habe mir einfach mal den Backkatalog von Katatonia angesehen und meiner Meinung nach enspricht das neue Cover einem Stilbruch.“ und „City Burials“? Oder wird das ausgeklammert, weils halt dummerweise nicht mit dem Labelwechsel zusammenfällt? Travis Smith war ca. 2 Dekaden für die Artworks verantwortlich, „City Burials“ war das erste, „Sky Void…“ ist nun das zweite, für das er nicht verantwortlich ist. Der „Stilbruch“ hat also schon früher eingesetzt. Mal außen vor gelassen, dass sich das neue Albumcover thematisch 1zu1 an den Travis Smith Artworks orientiert, nur eben, wie ein User bereits trefflich geschrieben hat, im Graphic Novel Stil. Dieses Konstruieren von Zusammenhängen und das Schlussfolgern daraus ist echt schlimm.

    Zum Thema: Den Zugang zu Katatonia und dieser Art von Musik hab ich vor Jahren irgendwann verloren. Gibt mir leider nicht mehr soviel wie ehemals. Und wenn doch mal die Stimmung da sein sollte, greif ich lieber zu Grey Waters. Reinhören werde ich aber sicherlich trotzdem.

  28. autoexec.bat sagt:

    Zum Thema Cover: Nimmt man das Original von „Dance of December Souls“ (nicht das Re-Release) oder „Brave Murder Day“ und die „Last Fair Deal …“, dann könnte man auch hier sagen, dass sich Katatonia schon verändert hat. Weg vom düsteren Image, noch dezent vom Black Metal angehaucht. Übrigens auch mit Labelwechsel erst zu Peaceville hin mit „Tonight’s Decision“. Das Logo hat sich zwischendrin auch mehrmals verändert.
    Eine Band in verschiedenen Phasen ihres Daseins.
    Ich glaube also nicht, dass Napalm Rec. irgendwas damit zu tun hat. Gerade auch weil Katatonia eine sehr bekannte Band ist, die eine große Fanbase hat und die möchte man natürlich halten. Also gibt man der Band freie Hand, damit sie glücklich ist und weiter Alben für einen produziert.

    Ansonsten muss ich sagen, dass das letzte gute Album (für mich) „Viva Emptiness“ war und das auch nicht zu 100%.
    Brave Murder Day toppt einfach alles.

  29. doktor von pain sagt:

    Da spielt wahrscheinlich auch eine Menge Nostalgie mit rein. Ich habe „Brave Murder Day“ zum ersten Mal vor gerade mal vier Jahren oder so gehört, nachdem ich etliche der späteren Werke der Band schon kannte. Hat mich nicht umgehauen. Ein gutes Album, aber für mich ganz sicher nicht Katatonias bestes.

  30. onlythewindremembers sagt:

    „Und wenn doch mal die Stimmung da sein sollte, greif ich lieber zu Grey Waters.“

    Jap! „Below the ever setting sun“ ist so ein grandioses Ding. Schade, dass nicht mehr von den Beiden kam, zumindest nicht im Rahmen der Band.

  31. autoexec.bat sagt:

    Absolut! Nostalgie ist da ein großer Faktor. Aber nicht nur das. Für mich hat der frühere Death Doom von Katatonia mit den Growls einfach etwas mehr zu bieten. Es werden mehr Emotionen transportiert. Wut, Verzweiflung, Hass, Trauer, Einsamkeit… Ab „Discouraged Ones“ ist zumindest das Aggressive, der Death, weg und es herrscht fast nur noch Melancholie vor. Deswegen bevorzuge ich wahrscheinlich eher die alten Sachen, auch wenn ich „Last fair deal …“ für eines ihrer besten Alben halte.
    Für Oldschool Katatonia Death Doom gibts ja noch October Tide. Auch wenn die nicht an die Klasse rankommen.

    Ansonsten geht es mir mit Katatonia wie destrukt. Die Art von Musik gibt mir nicht mehr so viel.

  32. Watutinki sagt:

    „„Ich habe mir einfach mal den Backkatalog von Katatonia angesehen und meiner Meinung nach enspricht das neue Cover einem Stilbruch.“ und „City Burials“? Oder wird das ausgeklammert, weils halt dummerweise nicht mit dem Labelwechsel zusammenfällt?“

    Kann an mir liegen, aber City Burials ist doch ein gänzlich anderer Stil, als Sky Void Of Stars. Man könnte fast sagen, es wirkt absolut old school, also gänzlich anders als das, was Sky Void Of Stars widerspiegelt. Mir geht es ja nicht (nur) darum, DASS ein Stilwechsel stattgefunden hat, sondern eben auch wie dieser konkret ausschaut.

    Und noch mal ich werfe Katatonia nichts vor. Musikalisch muss ich deren Entwicklung nicht mögen, aber sie ist objektiv gesehen durchaus nachvollziehbar. Das geht mir bei MDB z.B. ganz anders, weil die heutzutage easy listening bevorzugen (ausgehend von ihrem Backkatalog).

  33. iPatronum sagt:

    Ich weiß nicht, ob ein Album-Cover heutzutage noch so viel zum Erfolg eines Album beiträgt…

  34. Watutinki sagt:

    Keine Ahnung, aber ich glaube es verrät mehr über die Gesinnung und Ausrichtung von Musikern, als man denkt. Es ist meist das Erste Merkmal, dass man von einem Album wahrnimmt, noch vor der Musik und einem etwaigen Video Ein gutes, ehrliches Cover spiegelt das wieder, was man musikalisch dann vorgesetzt bekommt. Und ich meine, das passt auch ganz gut zum „neuen“, moderneren Stil von Katatonia.

  35. nili68 sagt:

    Ich glaube du überinterpretierst so einiges, man würde im englischen auch „overthinking“ sagen. Ist es wirklich notwendig, wenn eine Band sich ändert (tatsächlich oder eingebildet), das in allen erdenklichen Nuancen zu analysieren, anstatt es einfach bei seinem Urteil bewenden zu lassen, oder mal kurz beiläufig zu erwähnen? Kann man so machen, aber es wirkt etwas befremdlich. Es klingt so, als wenn du das nur schwer akzeptieren kannst. Warum? Es gibt doch genug Musik für mehrere Leben. Vielleicht sehe ich das auch zu pragmatisch..

  36. Watutinki sagt:

    „Ist es wirklich notwendig, wenn eine Band sich ändert (tatsächlich oder eingebildet), das in allen erdenklichen Nuancen zu analysieren, anstatt es einfach bei seinem Urteil bewenden zu lassen, oder mal kurz beiläufig zu erwähnen?“

    Kann man schon, ist aber nicht so einfach, wie es von Dir geschrieben klingt. :))
    Ich finde es auch vielleicht einfach zu interessant und spannend, aus kleineren Nuancen Rückschlüsse ziehen zu können. Was haben die Musiker damit gemeint? Ich weiss, wenn ich Musik kreieren würde, dass das Cover für mich fast ebenso wichtig wäre, wie die Musik selbst. Das Visuelle kann den akustischen Genuss unermesslich steigern. Ein grottiges Cover kann mir den Musikgenuss durchaus verderben.

  37. nili68 sagt:

    Für mich ist es wichtiger, welche Bilder Musik in meinem Kopf entstehen lässt, aber jeder ist eben anders. Natürlich stört mich ein gutes, passendes (für mich) Cover auch nicht. 😉

  38. Lysolium 68 sagt:

    Ich schätze mal das die halt die gleiche Schnarchmusik abliefern wie auf den letzten Alben. Für 10 Minuten funktioniert das für mich prächtig und ich mag dem Jonas seine Stimme auch wirklich gerne aber die geben mir inzwischen auch nicht mehr viel über die ganze Länge.

  39. ml068 sagt:

    Also ich find’s großartig und um Längen besser als City Burials. Schlagzeugarbeit top, Synthies top, Gitarren top, Gesang top, Stimmung top. Habs jetzt zwar erst einmal zur Gänze durchgehört, aber der erste Eindruck: Ich höre eine gesunde Mischung aus den besten Anteilen von Night Is The New Day und The Fall Of Hearts. „Früher war alles besser!?“ – blablabla, auf die bodenlose Diskussion lass ich mich erst gar nicht ein. Finde Katatonia eh erst seit The Great Cold Distance überzeugend.

    9/10
  40. Valiant sagt:

    Also ich weiß nicht.
    Ich liebe die Dead End Kings (1. Katatonia Album & paar emotionale Gründe), aber irgendwie rauscht alles was danach an Output kam, so auch das neue Album, gleichförmig durch und verkommt bei mir (leider) zu „Ja kann man im Hintergrund laufen lassen“.

    Das find ich irgendwie Schade, da ich auch Fan der „alten“ Sachen bin, Dead End Kings für mich aber die perfekte Mischung aus Alt & neu hinbekommt. Auch wenn man es heute , 10 Jahre und mehrere Album später noch hört.

    Sky Void of Stars reiht sich für mich mit The Fall of Hearts und City Burials in die Playlist „Hintergrund/Arbeitsmukke“ ein. Was schade ist, da ich mich eigentlich immer auf neuen Katatonia Output freue. Wahrscheinlich in der Hoffnung auf ein Dead End Kings 2^^.

    Zumindest blieb eine Entäuschung (auf visueller Ebene) wie bei Sanctitude aus.

    4/10
  41. blackthrash sagt:

    @Valiant, eine 4/10 ist mal eine Ansage. Das hört sich so an, als hätte man eine neue Platte bei eBay ersteigert, Hülle kaputt, Vinyl zerkratzt, aber die Ware war schnell da und das Porto günstig.

  42. ira incensus sagt:

    Nachdem ich die Mediabook-Edition nun mehrfach gehört habe, bin ich absolut überzeugt vom neuen Katatonia-Release. Eingängigkeit, die aber nicht ins Triviale abdriftet, gepaart mit komplexen und tiefgründigen Songstrukturen bestimmt das neue Album. Der Sound wirkt auf mich sehr differenziert, absolut Klasse! Insgesamt wirkt es auf mich, dass man hier songtechnisch auch schneller auf den ‚Punkt‘ kommt, was sich auch in der Länge bzw. eher Kürze der meisten Songs wiederspiegelt. Kaum ein Song ist länger als 5 Minuten. Das macht bei 11 Songs (inkl. Bonustrack) dann eine Spielzeit von rund 50 kurzweiligen Minuten.

    Das Artwork, angefangen vom genialen Cover, setzt sich im Booklet des Albums mit dem Graphic Novel Stil fort. Alles sehr düster und dystopisch gehalten. Persönlich finde ich ‚Sky Void Of Stars‘ noch besser als den Vorgänger ‚City Burials‘. Favoriten auf dem neuen Album sind ‚Atrium‘, ‚Opaline‘ und ‚Austerity‘. Wobei es meiner Meinung nach wirklich schwer ist, einzelne Tracks hervorzuheben. Selbst der Bonustrack ‚Absconder‘ fällt hier nicht ab. Volle Punktzahl von mir, so früh im Jahr schon ein richtiges Hammer-Album.

    10/10
  43. Nici67 sagt:

    Also aufgrund der Lobung überall und der zahlreichen Kommentare unter diesem Review, habe ich mir das Album dann auch mal angehört, um mir selbst ein Bild machen zu können (kannte Katatonias Musik vorher noch nicht). Und, ja es ist ziemlich gut. Vor allem melodische, verspielte Tracks wie Opaline oder No Beacon to Illuminate Our Fall stechen da für mich heraus, jetzt nach dem ersten Hören. Aber auch die anderen Tracks sind nicht minder gut. Gutes Album, kann man so machen.

    8/10