Leaether Strip - Faetish

Review

Da war es jahrelang ruhig um LEAETHER STRIP aka Claus Larsen und nun ist der dänischen Elektro-Industrial-Meister garnicht mehr ruhig zu stellen. Nach dem Comeback-Album „After The Devastation“ sowie den beiden vollgepackten EPs „Suicide Bombers“ und „Walking On Volcanos“ folgt nun mit „Faetish“ die nächste 10-Track-EP, die sich in Anbetracht des Umfangs an neuem Material mehr als neues Mini-Album präsentiert. 10 Tracks bietet die reguläre Version, der limitierten Auflage liegt noch eine zusätzliche 5-Track-EP names „Haelloween“ bei.

Doch zurück zu den 10 vorliegenden Songs – einer Mischung aus neuen Tracks, Remixen und sowie einer Coverversion. War die Begeisterung nach der „Walking On Volcanos“-EP bei mir noch recht groß, so hinterlässt „Faetish“ einen eher zwiespältigen Eindruck. Grund hierfür ist, dass die Qualität der Songs, nennen wir es einmal, sehr „variabel“ ausgefallen ist. „Neue Songs“ bedeutet auf „Faetish“ nämlich nicht automatisch „gute Songs“ – der Titelsong „Be My Fetish“ wippt sich in seiner ganzen Länge eher geschmeidig durch die Boxen, ganz nett aber nichts wirklich Weltbewegendes und als Opener der EP um Längen schwächer als „Walking On Volcanos“. Deutlich schlechtere Laune hatte Herr Larsen dann unüberhörbar bei „Manic Aggression“ und „Punktured Eyeball“, von denen vor allem letzteres zu gefallen weiß und ordentlich die Bude wackeln lässt. Rein garnichts wackelt dann jedoch leider bei „Frank Tovey Taught Me Things“, „The Kitchen Knife“ und „Watch It Burn“, die doch sehr biedere Hausmannkost darstellen und mit viel Glück noch das Prädikat „unnötiges Füllmaterial“ verliehen bekommen.

Mein persönliches Highlight stellt jedoch ein ganz anderer Track dar – „We Will Walk With Pride“, ein eher ruhigerer Song, der musikalisch und textlich sehr interessant ist. Kleiner Wermutstropfen dabei allerdings die Tatsache, dass die Jungs an den Background-Vocals leichte Ausspracheprobleme mit dem eigentlich harmlos erscheinenden Wörtchen „pride“ haben. Ebenfalls sehr lecker dann die 2006-Version von „Adrenaline Rush“, einem der bekanntesten Tracks von LEATHER STRIP. Ungewöhnlich aber durchaus hörenswert ist auch die Coverversion des Marc Almond-Schmachtfetzens „Tears Run Rings“, die wegen seines poppigen Sounds die Fangemeinde ein weiteres Mal spalten dürfte.

So hinterlässt „Faetish“ nach 10 Songs den eingangs erwähnten zwiespältigen Eindruck – ein Auf und Ab in Sachen Qualität und Härtegrad macht eine endgültige Gesamteinschätzung daher auch nicht einfach. Wer den ein oder anderen schwachen Song billigend in Kauf nimmt, findet immer noch genügend klasse Songs auf „Faetish“ – das ganze übrigens zum Preis einer Maxi-CD und somit unter dem Strich auf jeden Fall noch eine lohnenswerte Sache.

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01.01.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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