Led Zeppelin - Presence

Review

Die Remasters von LED ZEPPELIN gehen in eine weitere, die nunmehr finale Runde der letzten drei Studioalben „Presence“, „In Through The Out Door“ und „Coda“ der britischen Hard Rock-Legende. Diese drei Alben werden im Gesamtkontext gerne etwas stiefmütterlich behandelt. Heute gehen wir auf „Presence“ näher ein.

Die Zeiten waren alles andere als gut für LED ZEPPELIN. Robert Plant überstand mit seiner Familie im August 1975 einen schweren Autounfall und saß während der Aufnahmen entweder im Rollstuhl oder humpelte auf Krücken durchs Studio. Man muss es Plant hoch anrechnen, dass er „Presence“ mit der Band unter diesen Umständen aufnahm. Die Produktionszeit betrug etwas mehr als drei Wochen im Musicland Studio in München. Am 31. März 1976 wurde das siebte Album der Herren Page, Plant, Jones und Bonham veröffentlicht, ein Jahr nach „Physical Graffiti“. Dabei unterscheidet sich „Presence“ doch ziemlich von den vorherigen Werken. So hatten LED ZEPPELIN hierauf auf die Verwendung von Keyboard und Akustikgitarre gänzlich verzichtet, wodurch das Album im Gesamten härter und rauer klingt und in Richtung Heavy Metal geht, insbesondere zu hören beim knackig epischen, über zehnminütigen Opener „Achilles Last Stand“. Es hat den Anschein, als wollte die Band nach dem stilistisch sehr breitgefächerten „Physical Graffiti“ einfach schnörkellos, bodenständig und hart rocken. Auch „Nobod’s Fault But Mine“ folgt dem klassischen Blues-Schema, rockt aber ganz schön ordentlich und gehört zu den Klassikern von LED ZEPPELIN. Durch das thematische Konzept von schweren Schicksalsschlägen und persönlichen Problemen haftet „Presence“ auch eine gewisse nachdenkliche Note an wie im reinen Wermutstropfen-Blues „Tea For One“, das Stück erinnert stark an „Since I’ve Been Loving You“ von „Led Zeppelin III“. Weiter enthalten sind noch der funkig-knackige Rocker „Royal Orleans“, das bluesige „For Your Live“ sowie das an Elvis Presley erinnernde „Candy Store Rock“.

Die Companion Disc von „Presence“ spricht wie bei den anderen Wiederveröffentlichungen von LED ZEPPELIN die Sammler an und enthält weitere unveröffentlichte alternative Mixe aus dieser Session, welche die Entstehungsgeschichte des Albums widerspiegeln. Weiter gibt es in Form des Instrumentals „10 Ribs & All/Carrot Pod Pod [Pod]“ eine völlig unveröffentlichte Piano-Nummer die wirklich schön ist.

Wie bei allen Re-Releases von LED ZEPPELIN wurde auch der Sound von „Presence“ durch das Remastering von Jimmy Page mit Feingefühl aufgewertet. Erhältlich ist „Presence“ neben der Deluxe Edition mit Doppel-CD auch als Download, reguläre CD, Einfach- und Doppel-Vinyl sowie eine Super Deluxe Edition Box für Reiche (2-fach CD und LP, HD Audio Download Zugang, 96seitiges Buch).

Shopping

Led Zeppelin - Presence Deluxe CD Editionbei amazon13,75 €
16.09.2015

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Presence' von Led Zeppelin mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Presence" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Led Zeppelin - Presence Deluxe CD Editionbei amazon13,75 €
Led Zeppelin - House Of The Holy - Coda - Presence - In Through The Out Door - Led Zeppelin 4 LP Vinyl Album Bundling - HQ Remastered Vinyl 180gbei amazon99,90 €
Led Zeppelin - PRESENCE LP (VINYL ALBUM) GERMAN SWANSONG 1976bei amazon26,98 €bei amazon59,00 €bei amazon54,99 €
Led Zeppelin - Presence [Standard Edition]bei amazon31,57 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33380 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare