Mitochondrial Sun - Bodies and Gold

Review

MITOCHONDRIAL SUN, das neue Soloprojekt des langjährigen DARK TRANQUILLITY-Gitarristen Niklas Sundin, unterliegt einem permanentem und sich schnell vollziehenden Wandel. Nach dem selbstbetitelten Debütalbum im letzten Jahr, welches vorwiegend auf soundtrackige Elektromusik rekurrierte und dem metallisch-elektronischen Seitenblick auf dem Zweitwerk „Sju Pulsarer„, welches noch im gleichen Jahr erschien, heißt es nun auf „Bodies und Gold“ für MITOCHONDRIAL SUN „Zurück in die Zukunft“.

In der Ruhe liegt die Kraft – MITOCHONDRIAL SUN erfinden sich neu

Niklas Sundin verlässt nämlich auf „Bodies and Gold“ den auf dem vorherigen Album eingeschlagenen metallisch-elektronischen Pfad und wendet sich vollends dem ebenfalls elektronischen Soundtrack zu. Dabei reicht die Eskalationsstufe zwar grundsätzlich von Soundtrack, Ambient und Berliner Schule bis zu THE PRODIGY. Letztgenannte kommen aber eigentlich nur beim abschließenden Stück „Velocities“ in den Sinn. Denn die explizit als EP zu verstehende Veröffentlichung ist mit äußerst feinen Pinselstrichen gezeichnet und verdrängt die extrovertiert-stampfenden Schwingungen von „Sju Pulsarer“ im Grunde vollständig.

Trotz dieser bedachteren Herangehensweise ist „Bodies and Gold“ keinesfalls frei von Emotionen. Das Gegenteil ist der Fall. Jedes der sechs Stücke zieht mit geschickter Komposition und interessanten Sounds in den Bann und erzeugt eine vielfarbige Gefühlswelt.

Goodbye Metal, hello „Bodies and Gold“

Als einzige Verbindung zum Metal, und darum soll es bei metal.de ja zumeist gehen, bleibt das bisherige Schaffen von Sundin bei DARK TRANQUILLITY. Auf der anderen Seite ist „Bodies and Gold“ zu jeder Sekunde anzumerken, dass die Komposition von Meisterhand erfolgte. Und dies macht diese ruhige und Sountrack-artige EP tatsächlich auch für die bisherige Zielgruppe des Musikers attraktiv.

03.09.2021

Stellv. Chefredakteur

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