Power From Hell - Blood ’n’ Spikes

Review

Mit höllischer Kraft wollen POWER FROM HELL dem Kult von Bands wie BATHORY, VENOM, SODOM und ONSLAUGHT huldigen. An sich keine seltene Idee in der südamerikanischen Metal-Szene, die Band um Fronter Sodomic macht das aber schon seit 2001 und hat immerhin fünf Studioalben in petto. Was zum Beispiel noch fehlt, sind Live-Auftritte in Europe, nachdem POWER FROM HELL schon quer durch Südamerika und zweimal in den USA getourt sind. Die neue EP „Blood ’n’ Spikes“ soll mit kräftigen Stiefeln den Weg nach Europa ebnen – in Zusammenarbeit mit dem deutschen Label Dying Victims Productions.

„Blood ’n’ Spikes“ von POWER FROM HELL – mehr Black Metal für Europa!

Dafür hat man sich sogar etwas überlegt und den Black-Metal-Anteil erhöht, ohne den Oldschool-Thrash zu vernachlässigen. Interessanterweise sind dabei Songs entstanden, die im Vergleich zu früher veröffentlichten schlichtweg besser sind. Damit ist die Rechnung schon mal zu einem Teil gut aufgegangen – könnte also klappen mit Europa! In der Summe liefern POWER FROM HELL mit „Blood ’n’ Spikes“ natürlich weiterhin das, was sie können und mögen: räudig rausgerotzten Black Thrash der alten Schule, charmant organisch produziert und am Ende mit einem Cover-Track versehen. Auch hier ist eine Strategie erkennbar: Während sich Sodomic beim letzten Album „Devil’s Whorehouse“ (2015) eine Nummer der brasilianischen Truppe VELHO vorgenommen hat, hierzulande wohl eher unbekannt, fiel die Wahl mit JUDAS PRIEST diesmal deutlich kommerzieller aus.

Eine der besten Veröffentlichungen von POWER FROM HELL

Anspieltipps sind „Swallowed By Darkness“ und „Into The Void Of Death“; beide Lieder zeigen die neue, instrumental schwärzere Richtung gut auf. Wobei genau das die Kernfrage ist: Ist der etwas umgeschichtete Ansatz von „Blood ’n’ Spikes“ nur eine Momentaufnahme oder Zukunftsmusik? Studioalbum Nummer sechs wird die Antwort vertonen. Mit der aktuellen EP machen POWER FROM HELL jedenfalls wieder auf sich aufmerksam – mal abwarten, wer das so alles mitbekommt. PS: Saustarkes Cover-Artwork!

22.03.2018

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2 Kommentare zu Power From Hell - Blood ’n’ Spikes

  1. royal sagt:

    zeitmaschine! und zack ist man wieder 16 😀

    7/10
  2. DieBlindeGardine sagt:

    Bei so einem beschissenen Bandnamen und Albumtitel muss die Mucke eigentlich geil sein. Und man höre da, das Teil rödelt so richtig schon durchs Unterholz, nicht unbedingt einfallsreich und nix für den Kopf, aber sehr wohl für die Nackenmuskulatur. Macht Laune. Sehr gute 7 Punkte passen.

    7/10