Soko Friedhof - Jesussaft

Review

Viel musikalische Energie muss in der letzten Zeit in David A. Line gesteckt haben, veröffentlicht dieser doch gleich mit beiden seiner Bands ein neues Album. Zunächst mit SOKO Friedhof den hier vorliegenden Longplayer „Jesussaft“, in einigen Wochen folgt dann auch das neue Album von UNTOTEN.
Fast ein Jahr ist es her, dass SOKO FRIEDHOF mit einer „Best of“ einen Rückblick auf ihr skurilles Schaffen geworfen haben, mit „Jesusaft“ folgt nun wieder neues Material der Band um Mastermind David A. Line. Spätestens seit dem Clubkracher „Blutrünstiges Mädchen“ dürften SOKO FRIEDHOF auch dem letzten Elektro-Hörer bekannt sein. Musikalisch sind SOKO FRIEDHOF fast durchgehend elektronisch ausgerichtet, nur vereinzelt hört man leichte Gitarrenriffs im Hintergrund erklingen. Schon der Opener „Müllmann“ gibt mit seinen schwungvollen Elektrobeats die Hauptausrichtung des Albums vor. Viele der Tracks kommen äusserst clubtauglich daher, sei es der Titeltrack „Jesussaft“, das gleichzeitig melodische „Dein Geruch“ oder das aggressive „Ich hasse alles und jeden“. Dass es ausnahmsweise auch ruhiger gehen kann, beweist der Song „Die Liebe kann schrein“, der nicht nur weil er sich von seinem Tempo her von den anderen Songs abgrenzt, einer der auffälligsten des Albums ist. Sonst geht es ohne größere und spektakuläre Highlights weiter, jedoch bleiben auch Tiefschläge oder Totalausfälle aus. Über den Sinn und Zweck der kurzweiligen Soundsample-Intermezzos lässt sich auch auf „Jesussaft“ wieder streiten – wenn es den Bands Spaß macht … sinnfrei sind sie in den meisten Fällen auch auf diesem Album wieder.
SOKO FRIEDHOF ist musikalisch zwar eindeutig dem Elektro/EBM-Lager zuzuordnen, ist vor allem wegen der Lyrics alles andere als ein üblicher Vertreter dieses Genres. Ob man diese Texte nun als tiefschwarzen Humor, provokante Satire oder aber dummdreistes Gesülze interpretiert, sei dem intellektuellen Status jedes Einzelnen überlassen. Neues Futter für die Tanzflächen bietet „Jesussaft“ allemal, neues Futter zum Aufregen und/oder Nachdenken vielleicht auch …

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18.10.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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