The Browning - Burn This World

Review

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Kaum als neuer Shouter der in Los Angeles, Kalifornien, ansässigen Deathcore-Combo AS BLOOD RUNS BLACK bekanntgegeben, nahm Jonny McBee Ende 2009 auch schon wieder seinen Hut und verließ die Band nach eigenen Angaben deshalb, weil die Charaktere – er als einziger Straight-Edge-Verfechter innerhalb des Bandgefüges – zu unterschiedliche Ansichten hatten und deshalb schlichtweg nicht miteinander ausgekommen sind. McBee zog es zurück nach Dallas, Texas, um mit THE BROWNING musikalische Grenzen einzureißen und dort anzusetzen, wo sich Bands wie ENTER SHIKARI oder auch PENDULUM bewegen.

THE BROWNING integrieren in ihrem hartem Gitarrenspiel, das überwiegend aus Stakkato-Riffing besteht, eine Vielzahl an elektronischen Elementen. Gerade die Fusion von brachialen Hardstyle-Elementen und melodiösen Trance- und Techno-Melodien verleiht Songs wie dem rasenden „Bloodlust“, dem kaltblütigen „Burn This World“ oder dem bedrohlich wirkenden „The Sadist“ eine apokalyptische Atmosphäre, die in ihren Bann zieht und gerade deshalb nicht selten an PENDULUM erinnert. Die kalte, druckvolle Produktion unterstreicht ereignisreiche, komplexe und völlig kitschfreie Arrangements, die mit jedem neuen Durchlauf weitere Details entfalten und entdeckt werden möchten. Einzig die Shouts von McBee, der auch für die elektronischen Elemente zuständig ist, wirken manchmal etwas monoton und werden dem musikalischen Geschehen nicht immer gerecht.

Nichtsdestotrotz ist „Burn This World“ ein durchdachtes, futuristisch anmutendes Debüt, das jedem Spaß bereiten wird, der sich mit dieser Mixtur aus Metal und Elektronik anfreunden kann und auch mit den erwähnten Referenzen gut klarkommt. Vielversprechend!

24.09.2011

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1 Kommentar zu The Browning - Burn This World

  1. MonSi sagt:

    Mit ihrem Debüt „Burn this World“haben The Browning (rückblickend betrachtet) den Grundstein für ihr weiteres Schaffen gelegt.
    Die Songs fangen allesamt den durchaus gewöhnungsbedürftigen- aber auch außergewöhnlichen Mix aus Deathcore und Electronic Music ein und schöpfen vorallem im Electronic bereich aus den Vollen. Ob Dubstep, Hardstyle oder Trance; aus allen Genres ist etwas dabei. Zudem schleichen sich auch noch eher Klassische Instrumente (Titeltrack) oder Chöre (The Sadist) mit ein. Bei den Trackst gehenJonny McBee und seine (fast schon halbjährlich komplett wechselnden) Kompasen alle Mit einer gewissen Brachialität zu Werke. Wer auf einen gemäßigten Track hofft, kann spätestens nach dem Intro des Openers seine Hoffnungen Begraben. Jedoch bedeuten Shouts und Breackdowns -einer langsamer als der vorherige- nicht gleich Stumpfe Texte; eher das Gegenteil ist der Fall. Motivierend, anprangernd und fragend sind die die Texte, die sich Sänger Jonny McBee da hat einfallen lassen. Selbstredend sind auch die ein oder anderen etwas „durchschnittlicheren“ lyrics vertreten, die sich jedoch gut n das Gesamtkonzept einfügen.
    Jedoch muss gesgt sein, dass sich vorallem für Quereinsteiger aus „herkömmlichen“ Metal Genres diese Mischung äußerst seltsam, zuweilen etwas langweilig anhören kann.
    Die Electro-Samples stammen alle erkennbar aus dem selben Soundpool und aus der Deathcore-Sicht wird auch nicht das Rad neu erfunden.
    Rythmisch wird durchgehend zwischen Mosh- Breakdown- und Electroparts variiert, was bei den ersten Durchläufen im heimischen CD-Abspielgerät den ein oder Anderen „das hab‘ ich doch gerade eben schon gehört“ – Moment hervorruft. Die minimalistische Auswahl der Tonintervalle trägt ihr Übriges dazu bei. Darüber hinaus dürfte der ein oder anderen Metalhead sich darüber eschauffieren, dass ich Jonny McBee’s Vocals eher nach quietschenden reifen als nach amtlichen Shouts anhören.Und die generelle Produktion des Albums lässt auch noch Luft nach oben.
    Das soll es dann aber auch gewesen sein mit den negativen Aspekten, die „Burn this World“ so mit sich bringt. Denn was sich jetzt (für den trve Metalhead) wie die Beschreibung der schlimmsten Promenadenmischung seit Eskimo Callboy anhört, ist im CD- Spieler – und vorallem Live (wenn man über seinen Schatten aus Trueness gesprungen ist) ein echtes Brett. Denn Breakdowns funktionieren IMMER ! Und die Electro- Parts geben dem ganzen noch eine Prise Außergewöhnlichkeit hinzu, die The Browning zu etwas ganz besonderem- und zugleich auch polarisierendem machen. Ich persönlich habe bisher (auch im Jahr 2016) noch nichts gefunden, was man mit The Browning vergleichen könnte.
    Und mit Tracks wie „Bloodlust“, „Standing on the Edge“, „Ashamed“, „Living Dead“, „Time will tell“,
    „Tragedy of Perfection“ und „The Sadist“ haben The Browning Tracks geschaffen, die sich auch 5 Jahre nach Release immer noch in meiner Playlist befinden.
    Als Freund etwas außergewöhnlicher Genremixes darf man vor den Electronic-Deathcore „Pionieren“ den Hut ziehen und darauf pochen, dass da ordentlich nachgelegt wird.
    Als true Metalhead, dem sich bereits bei dem Wort „Core“ die Nackenhaare aufstellen, sollte man seinem Blutdruck zuliebe eher einen Bogen um die Jungs machen und sich einfach der Meinung einer der renommierten Schwermetall-Printmagazine anschließen.

    7/10