The Vintage Caravan - Voyage

Review

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Wie alt muss man eigentlich sein, um ein dermaßen cooles und gekonntes Seventies-Rock-Album wie „Voyage“ aufzunehmen? Dreißig? Vierzig? Fünfzig?

Oder ist es doch alles eher eine Frage des elterlichen Plattenschranks, der Übung und ein paar verrückter Ideen? THE VINTAGE CARAVAN aus Island wurde 2006 von den damals Zwölfjährigen Óskar Logi (Gitarre, Vocals) und Guðjón Reynisson (Schlagzeug) gegründet und bald darauf von Bassist Alex Örn zu dem Powerhouse komplettiert, das es heute ist. Die Protagonisten sind also noch keine zwanzig, rocken sich auf „Voyage“ aber derart unbelastet und leichtfüßig durch vierzig Jahre Musikgeschichte, dass man vor Anerkennung nicht mehr nur nickt, sondern schon heftig headbangt.

Wenn Alter im Fall von THE VINTAGE CARAVAN also ein Kriterium ist, dann äußert sich das doch am ehesten im jugendlichen Elan. Als Einflüsse gehen unter anderem LED ZEPPELIN, CREAM, SABBATH und PURPLE durch, klar. Aber die Musiker lassen sich davon nicht einlullen, sondern präsentieren auf „Voyage“ neun Songs, die frisch klingen und voller Ideen stecken. Da gibt es riffgetriebene Rocker vom Schlage „Craving“ und „Let Me Be“, groovige Nummern wie „Midnight Meditation“, mit „Cocaine Sally“ ein straighteres Stück sowie mit „Winterland“ und „The King’s Voyage“ eher längere und progressiv angelegte Songs. Wobei progressiv auf die Songstrukturen gemünzt ist und die Band die Konstellation Gitarre-Bass-Schlagzeug-Gesang-Effekte komplett ausreizt.

Gemeinsamer Nenner ist das durchgehend hohe Niveau: „Voyage“ macht von vorne bis hinten Spaß und ist ein unglaublicher und unglaublich guter Retrorock-Trip. Bunt, rifforientiert, treibend und irgendwie auch drogengeschwängert. Oder ist es wirklich so, dass in Island hausgroße Fliegenpilze wachsen (siehe das Video zu „Expand Your Mind“) und Wohnanhänger von Eisbären (Coverabbildung) gezogen werden? Unstrittig ist aber, dass THE VINTAGE CARAVAN mit „Voyage“ ein Album am Start haben, das im derzeitigen Retrorockumfeld durchaus herausragt. Alter hin oder her – das ist eine richtig reife Leistung.

09.01.2014

- Dreaming in Red -

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