Uhrilehto - Viimeinen Vitutus

Review

Schon alleine das Cover verspricht eigentlich einen richtigen Hassbolzen, der kaum an Brutalität zu überbieten ist. Na ja, zumindest geht man davon aus, dass nicht zimperlich zu Werke gegangen wird, denn die Person (Frau?) hat ja wohl nicht um sonst einen Strick um den Hals. Führt man sich die Platte jedoch zu Gemüte, wird schnell klar, dass die Jungs aus Finnland gar nicht so viel mit Hass gemeinsam haben.
Es gibt hier und da auch mal recht deftige Momente, die auch vor allem vom Gesang aus kommen, da dieser recht schwarzmetallisch ist. So ist „Grasping Claws Of Pestilence“ auch schonmal nicht so seicht, aber der darauf folgende Track „Some Black Inferno“ ist durch den Einsatz von Keyboards recht lieblich ausgefallen und lässt mich am bösen Image der Truppe zweifeln. Das Keyboard wird auch eigentlich in jedem Song eingesetzt – und da übertreiben sie es für meinen Geschmack doch manchmal etwas. Das ist für mich auch der Hauptgrund warum der Faktor „Brutalität“ hier nicht wirklich fruchten will, da die Keyboards einfach zu Stimmungsraubend sind. Im Laufe der Jahre habe ich einige finnische Black-Metal-Bands gehört, die sich hier bei den Tasten doch zu viel bedient haben. Eigentlich schade!
Zum Glück haben UHRILEHTO aber noch ein paar Saiteninstrumente an Bord, die mir streckenweise sehr gut gefallen. Im schon erwähnten „Some Black Inferno“ hören sich die Gitarren gar hoffnungsvoll an, aber an anderen Stellen auch wieder sehr stark und abweisend. Hier z.B. „The Last Grieving Farewell“, welches ganz gut auftischt.
Wer auf Keyboard-orientierten melodischen Black Metal a la MIRZADEH steht, der könnte mit UHRILEHTO glücklich werden.

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02.12.2004

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2 Kommentare zu Uhrilehto - Viimeinen Vitutus

  1. steffen sagt:

    Urilehto waren schon immer *doppelgähn*

    4/10
  2. Bluttaufe sagt:

    Ich kenne die band noch aus dem guten alten Ablaze Mag. Da hatten sie den Vorgänger „Vitutus Millennium“ veröffentlicht. Irgendwann stöberte ich bei Schwarzdorn rum, wo es alle 3 Alben von denen für 6,66€ gab. Aus Nostalgiegründen griff ich zu…obwohl sie mir auf dem obigen Ablaze Sampler nicht sonderlich gefielen.
    „Vitutus Millennium“ finde ich immer noch Keyboard überladen, kitschig und handzahm.
    „Viimeinen Vitutus“ (da bekommt man ja beim Schreiben einen Krampf) klingt ganz vernünftig. Der Sound klingt recht popelig & könnte aus den Neunzigern stammen – hat aber irgendwie seinen Charme. Das einst kitschige Keyboard dudelt bei weitem nicht so penetrant wie im Review beschrieben. Hin und wieder kann man eine melodische Gitarre vernehmen, hin und wieder kommt eine Prise Death durch.
    Ich finde das Album sogar richtig gut und es hat seinen eigenen Charme.

    7/10