Whitesnake - Good To Be Bad

Review

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Haaa… ein neues WHITESNAKE-Album! Unglaublich, oder? Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Schlange noch zuckt, geschweige denn damit, dass es irgendwann noch mal ein neues WHITESNAKE-Album geben würde. Wer das bisher ebenso sah, liegt auch nicht ganz falsch. Denn von WHITESNAKE ist außer dem großen Namen und Sänger David Coverdale nichts geblieben.

Als vor rund 20 Jahren ”1987“ erschien, war dies für viele alte WHITESNAKE-Fans der Schlusspunkt unter der Geschichte einer großartigen Hardrockband, in deren Analen große Namen wie Jon Lord, Neil Murray, Ian Paice, Cozy Powell und natürlich das kongeniale Gitarrenduo Moody/Marsden einige unter vielen waren. Vom grandiosen Bluesrock und den doppelbödigen Balladen vergangener Tage war nahezu nichts geblieben, stattdessen schwang da ein gewisser Adrian Vandenberg die Klampfe wie ein kanadischer Holzfäller die Spaltaxt, WHITESNAKE klangen irgendwie nach Heavy Metal und das war ganz blöd. Sagten jedenfalls viele; für mich war’s die erste Scheibe auf der WHITESNAKE stand und ich war völlig begeistert.
Tja, dann kam ’ne ganze zeitlang nix mehr. Vor zehn Jahren erschien das akustische -quasi ohral, höhö- zu verabreichende Brechmittel ”Restless Heart“ von DAVID COVERDALE & WHITESNAKE, und auch ich fiel vom Glauben an die weiße Schlange ab.

Groß war dann die Überraschung, von einer Tour und DVD im Jahre 2006 zu hören und auch davon, dass WHITESNAKE sich zwecks Aufnahme eines neuen Albums im Studio befänden. Tja, inzwischen sind sie wieder aus dem Studio raus, die Platte ist gepresst und liegt zum Kauf im Laden. Die Frage ist jetzt, ob man sich ”Good To Be Bad“ denn auch kaufen kann/darf/soll. Alte Fans können hier wenig falsch machen. Zwar gibt’s nicht viel Blues auf ”Good To Be Bad“, dafür aber wirklich angenehme Rocknummern und drei Balladen, hiervon sogar eine echt tolle, akustisch instrumentierte (”Summer Rain“). Super! Mit der hier gebotenen Balance kommen höchstwahrscheinlich auch jüngere Freunde der Schlange gut klar, so dass diese herrlich unzeitgemäße Scheibe ein echter Hit in diesem Sommer werden könnte.
Nach wie vor eindrucksvoll ist das kraftvolle Organ von Mr. Coverdale, der allen Nachwuchsträllerern einmal mehr zeigt, wo und wie hoch der Hammer bzw. das Mikro hängt. Hut ab! Einziger Wermutstropfen ist, dass es auf ”Good To Be Bad“ keinen so richtigen Kracher wie ”Still Of The Night“ oder die Überhymne ”Here I Go Again“ gibt. Na, dann eben beim nächsten Mal. Ich jedenfalls freue mich schon ganz doll auf den Sommer, auf die Festivals und darauf, WHITESNAKE mal live zu sehen.

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13.05.2008

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1 Kommentar zu Whitesnake - Good To Be Bad

  1. Anonymous sagt:

    "Nach wie vor eindrucksvoll ist das kraftvolle Organ von Mr. Coverdale…"
    Du musst es wissen; Du heißt eigentlich Christiane, oder?

    6/10