Whitesnake - The Purple Tour

Review

Galerie mit 41 Bildern: Whitesnake auf dem Wacken Open Air 2016

1974 und ’75 wurde David Coverdale der Welt als der neue Sänger von DEEP PURPLE bekannt. Auf drei Alben brachte er es mit der Band: „Burn“, „Stormbringer“ und „Come Taste The Band“. 2015 wagte seine Band WHITESNAKE einen Blick zurück auf diese Zeit. „The Purple Album“ lieferte Neuinterpretationen von insgesamt 13 Songs aus Coverdales DEEP-PURPLE-Ära. Die anschließende Konzertreise wurde als „The Purple Tour“ für die Ewigkeit festgehalten.

WHITESNAKE liefern Stoff für alle Fans

Los geht’s mit dem Titelsong von „Burn“, einem der geilsten DEEP-PURPLE-Opener aller Zeiten. WHITESNAKE machen ihre Sache dabei auch ganz ordentlich. Die beiden Gitarristen Joel Hukstra und Reb Beach teilen sich die Solopassagen auf. Immer wieder orientieren sie sich an Motiven von Richie Blackmore, bringen aber auch ihre eigene Note ein. „Bad Boys“ legt anschließend ebenso energisch nach. Auffällig ist allerdings, dass David Coverdale beinahe nie alleine zu hören ist. Mindestens einer seiner Mi(e)tmusiker ist immer als Backgroundsänger tätig, vermutlich, um Coverdales stimmliche Schwächen zu kaschieren. Die offenbaren sich aber unvermeidlich bei seinen einst markanten, nicht mehr ganz so kraftvollen Schreien. Schade, dass ausgerechnet der Chef ein wenig schwächelt. Seine Band hingegen ist perfekt eingespielt und erlaubt sich keine Patzer.

Die Setlist des Konzerts liefert im Großen und Ganzen einen Querschnitt durch das „Purple Album“ sowie die großen 80er-Erfolge von WHITESNAKE. „1987“ ist gar mit insgesamt vier Songs vertreten. Aus den bluesigeren Tagen der Truppe kommt nur „Ain’t No Love In The Heart Of The City“ zum Zuge. Gekleidet sind die Songs in eine äußerst fettes Soundgewand, bei dem das Publikum allerdings fast vollkommen untergeht, weshalb es „The Purple Tour“ ein wenig an Live-Feeling fehlt. Dafür kann die filmische Komponente des Mitschnitts voll überzeugen. Viele verschiedene Kameraperspektiven sorgen für Abwechslung, die Schnitte sind nicht zu schnell gesetzt und alle Bandmitglieder werden gleichermaßen eingefangen. So gehört sich das!

„The Purple Tour“ kann auch Trash

Im Bonusmaterial gibt es ein paar Stücke des Konzerts als 5.1.-Audiversion. Dazu kommt ein trashiges Musikvideo zur Live-Version von „Burn“, das zumindest für ein paar Lacher gut ist. Zu guter Letzt darf Bassist Michael Devin noch ein oberflächliches, aber ganz sympathisches Interview mit Joel Hukstra und Reb Beach führen, das mit Fragen wie „Was würdest du tun, wenn du kein Musiker geworden wärest“ oder „Warum hast du angefangen Gitarre zu spielen?“ gepflastert ist.

WHITESNAKE-Konzertfilme sind nicht unbedingt ein rares Gut. Der Fokus auf das DEEP-PURPLE-Material lässt „The Purple Tour“ aber aus der Masse hervorstechen, da auch Songs abseits der obligatorischen „Mistreated“ und „Burn“ dabei sind und DEEP PURPLE das Material aus der Coverdale-Ära seit Ian Gillans Rückkehr komplett ignorieren. Zudem ist das Konzert toll gefilmt und wer nur den Klangeindruck möchte, legt sich „The Purple Tour“auch einfach als Audioversion zu. Trotz einiger Schwächen in Coverdales Performance, können Fans von WHITESNAKE und DEEP PURPLE mit einem Kauf nichts falsch machen.

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18.02.2018

"Irgendeiner wartet immer."

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