Windir - 1184

Review

Am Beispiel von WINDIR zeigt sich wieder einmal auf anschauliche Weise die Gültigkeit des Prinzip „Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte“. Sicherlich wissen die Norweger auf ihrem dritten Studioalbum „1184“ mit atmosphärischen Keyboardeinlagen, ambitionierten Texten, einem energischen Shouter sowie kultigen Gitarrenriffs, im Stile von MITHOTYN zu ihren besten Zeiten, zu überzeugen, aber leider stehen sie in Punkto Eigenständigkeit ein wenig im Schatten ihrer Vorgänger, die schon 1994 ähnliches eingezimmert haben. Diese Art der Musik ist eben wirklich nicht neu, und ich sehe daher nicht ein, hier die eine höhere Punktzahl zu vergeben. Aber nun genug gelästert, kommen wir zu den erfreulicheren Dingen. Für das Release spricht sicherlich, dass es um die Viking-Szene leider (oder erfreulicherweise, je nach Standpunkt!) etwas ruhiger geworden ist, man könnte von einem Prozess des „Gesundschrumpfens“ reden. Man sehnt sich deshalb schon fast nach einer Alternative zu den schmerzhaft melodischen VINTERSORG, und wer einmal solche Viking-Knaller wie „Todeswalzer“ oder das hymnische „Destroy“ gehört hat, der wird sich auf wunderbare Weise in die Gründertage des Genres zurückversetzt fühlen! Fazit: Wer auf MITHIOTYN steht und der Truppe um Mr. Weinerhall nachtrauert, der könnte mit WINDIR wahrlich goldrichtig liegen, im Zweifel einfach mal reinhören…

24.11.2001

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9 Kommentare zu Windir - 1184

  1. Fenris sagt:

    0 Punkte, weil ich die nicht kenne… "Melancholie des Vorgängers zugunsten der Härte…" Hm… ob das so ein Grund zum jubeln ist…? Die Melancholie fand ich gerade das herausstechende Trademark von Windir… Folk/Dudel/Knüppelviking Bands gibt’s doch schon genug… Vintersorg finde ich übrigens voll scheiße, alsao werde ich mit großen Vorbehalten an die neue CD herangehen, die ich ansonsten blind gekauft hätte…

  2. storm sagt:

    Also was da an der CD so besonders sein soll, verstehe ich nicht. Melodic Black Metal mit Hang zu Melodic Death-Gitarrenlinien, genretypischen Keys, und undifferenzierte Kreischvocals, die jegliche Intonation oder Abwechslung missen lassen. Ein weiterer Fisch im Tümpel.

    5/10
  3. Anonymus sagt:

    Ich verteile mal aufgrund der Soundsamples 10 Punkte… allein das Stück "Todeswalzer" ist ja schon absolut genial. Wenn die ganze Platte so ist, dann… *sabber*

    10/10
  4. Steffen sagt:

    Tja,Anonymus, die ganze Platte ist leider nicht so geworden wie die Soundsamples der Windir-Homepage suggerieren. Todeswalzer ist für mich der einzige Song, der sich so anhört, wie die Lieder der ersten beiden Windir-CDs, denen ich 9, bzw. 10/10 gegeben hätte. Es fehlt einfach das Rohere der beiden früheren Werke und die Leadgitarre, die nicht mehr so toll "singt" wie früher. Wer die ersten beiden Platten kennt, weiß, was ich meine. Und wenn auf 1184 Valfars Gitarre in dieser Art und Weise zu hören ist, sticht sie nicht mehr hervor, wurde also gewissermaßen in den Hintergrund gemischt. Die Rekrutierung der Leute der Band Ulcus (gleicher Wohnort wie Valfar/Windir)scheint nicht die Beste Idee Valfars gewesen zu sein. Hoffentlich kommt die nächste Platte wieder nur allein von ihm. Nichtsdestrotz steckt 1184 die meisten anderen Scheiben des Genres (nennen wir den reinen Musikstil mal Black Metal; d.h., ich meine hier nicht die Ideologie. Denn Feeling, wie es neudeutsch heißt, wird noch genug transportiert. Für die o. g. Negativas (gibt´s das Wort überhaupt…*grübel*)ziehe ich jeweils einen Punkt ab. Ebenso einen für die stellenweise aufgegebene Identität. Womit wir bei 7 von 10 Zählern wären. Allerdings muß ich anmerken, daß ein Übertreffen der ersten beiden Scheiben wirklich schwierig war. Und an denen habe ich 1184 nunmal gemessen.

    7/10
  5. Fenris sagt:

    Meine anfänglichen Befürchtungen haben sich doch zu einem nicht unerheblichen Teil bewahrheitet. Der Melancholie-Faktor wurde auf ein Minimum zurückgeschraubt, zugunsten der fröhlichen Folk-Anleihen. Gerade aber diese Melancholie hob Windir IMO vom Gros der Viking-Schar ab. Auch klingt der Sound viel "sauberer" und selbst der "Gesang" kommt mir nichtmehr ganz so krass vor, lediglich am Keyboardsound ist unschwer zu erkennen, daß es sich um Windir handelt. Das sind allerdings keine objektiven Kriterien, lediglich meine Meinung. Der Vorgänger gefiel mir um einiges besser. Das psychedelische, beinahe technoid anmutende Ende ist jedoch sehr cool und könnte von mir aus noch ’ne halbe Stunde so weitergehen… Ich würde 7,5 Punkte geben, aber geht ja nicht… 😉

    7/10
  6. Anonymus sagt:

    Nachtrag zum Hochtreiben des Durchschnittswertes :). Die Scheibe tötet ausnahmslos ALLES, was mir bisher an BM zu Ohren gekommen ist. BEST BLACK METAL RECORD EVER !

    10/10
  7. Revenant sagt:

    7 Punkte reichen absolut nicht aus. Ich halte Windir sowieso für deutlich unterbewertet. Keyboards und Gitarren harmonieren so genial zusammen wie ich es noch nie gehört habe, einfach ein perfekter Schlachten-Soundtrack, der in meinen Augen fast alle Black Metal-Größen hinter sich läßt. Übrigens: Die erste Scheibe von Windir war sogar noch ein Stückchen besser.

    10/10
  8. Anonymous sagt:

    nach den ganzen lobeshymnen habe ich das teil nun auch mal von a bis z bei mir durchleiern lassen. gleich der erste eindruck der mich trifft hält auch bis zum ende der cd fest: eine typische produktion für melodic-bm verwöhnte grünschnabel. mag zwar durchaus druck haben, ist aber so sauber und von vorne bis hinten klinisch durchgestilt, dass ich das gefühl habe selbst die kommenden deutschen "superstars" klingen dreckiger. so würde ich fast sagen ist das album durchaus auch für power metal-freaks zu gebrauchen, denn zuckersüsse melodien findet man ebenso zu hauf, nur der nach dem eiertritt ertönende opern-gesang fehlt halt noch, aber das bm-krächzen ist nun auch nicht wirklich schwarz und brutal, kann man also leicht darüber hinweg hören. negativ fällt auch noch das schlagzeug auf, man hört zwar deutlich das es kein drumm-computer ist, aber von variationsreichem schlagzeuspiel hat der feld-trommler noch nichts gehört, so bekommt das ganze irgendwann einen ziemlich langweiligen touch. positiv fällt eigentlich nur die teilweise hymnische stimmung auf, die mich aber niemals zu höhenflüge verleitet, zu abgedroschen klingt das, ohne jedes neue element, das lockt wirklich nur noch bm-neulinge zu begeisterungstürmen hervor. insgesammt fehlt dem teil also das gewisse etwas, eine anspruchsvollere produktion, die sich auch ein wenig zwischen den stühlen setzt, mehr abwechslung beim drumming, etwas weniger poppige melodien, vor allem nicht so abgedroschene und insgesamt auch etwas wuchtvoller, die wucht der kleinen aber genialen klänge und melodien ist gemeint, das etwa burzum so kultig klingen lässt, vorausgesetzt der horizont reicht dazu aus! technisch einwandfrei, doch das rettet es auch nicht, zu perfekt produziert, zu sehr an ein breites publikum angebiedert, ohne jede provokation. 5 p. – grimm

    5/10
  9. Anonymous sagt:

    Klassiker!!! Wie alle Windir-Scheiben. Nicht so rauh wie "Arntor", aber mit guten wehmütig-elegischen Songs. Keiner bringt das nordische Quietschakkordeon so zum Einsatz! Weniger als 10 Punkte ist Blasphemie!

    10/10