Zombi - Shape Shift

Review

Galerie mit 4 Bildern: Zombi als Support von Ghost auf der Popestar Tour am 4.4.2017 in Luxemburg

Neues von der Untoten-Front: Album Nummer Fünf von ZOMBI, die sich nach dem legendären George A. Romero-Klassiker Dawn of the Dead benannt haben, nennt sich „Shape Shift“ – und ist eine ebensolche Formwandlung.

„Shape Shift“ geht noch direkter zu Werke als der ähnlich angelegte Vor-Vor-Vorgänger „Surface To Air“ – und dreht die Entwicklung von „Spirit Animal“ und „Escape Velocity“ wieder zurück: Weniger verträumte Klanglandschaften und elektronischer Prog, dafür durchgehend echtes Schlagzeug und viel Bass – oder wie sagt Steve Moore selbst: „Wir haben offiziell den Studio-Modus hinter uns gelassen und sind nun zurück im Live-Modus.“ Eine Tatsache, die nicht unmaßgeblich von der 2013er Tour mit GOBLIN und dem überragenden Auftritt auf dem Roadburn Festival 2015 beeinflusst sein dürfte.

Nach dem schmackhaften, aber doch nur kurzfristig sättigenden und aufgewärmten Zwischengang „The Zombi Anthology“ legen ZOMBI also nach vier Jahren endlich wieder ein vollwertiges Album vor:
Man kann das, was ZOMBI anno 2015 liefern problemlos als Zielquadranten für jedes Retro-Synth-Projekt verkaufen, das derzeit so sein Unwesen treibt. Die Eleganz und dystopische Dunkelheit, die das US-amerikanische Duo in seine Songs zaubert, ist eigenständig, beeindruckend und in dieser Form nur ZOMBI zu Eigen: Schwer und düster vereint „Shape Shift“ gekonnt Krautrock, Prä-Punk, Soundtrack und Wave miteinander. „Mission Creep“ atmen dabei als treibende Nummer am deutlichsten den Geist der „alten“ ZOMBI-Alben, „Interstellar Package“ hingegen vereint gekonnt die Stärken von TANGERINE DREAM und John Carpenter. Aber es geht auch anders: Die Eröffnung von „Shadow Hand“ könnte glatt aus der Feder der SISTERS OF MERCY stammen, „Toroidal Vortices“ bringt mit seinen markanten Basslinien und verspielten Synthie-Melodien die 1980er-Jahre endgültig zurück. Oder man nimmt das VANGELIS-hafte, pompöse „Metaverse“ – dem Duo Moore/Paterra zuzuhören wird auch auf „Shape Shift“ nicht so schnell langweilig. Wobei man zugeben muss: Für das abschließende, viertelstündige „Siberia II“ braucht man schon einen langen Atem. Hier verlieren sich die Herren Moore und Paterra ein wenig zu sehr in ihrer hypnotischen Struktur. Aber sei es drum:

ZOMBI liefern auch mit „Shape Shift“ Qualität und ihr wohl rundestes und eingängigstes Album bisher – überzeugt euch selbst auf Soundcloud.

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14.10.2015

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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