Der viel zu späte
Jahresrückblick 2017

Special

Januar 2017

GRAVEYARD sind zurück. So überraschend und classy (“struggling n juggling with personal issues”) die schwedischen Blues Rocker im September 2016 ihren Hut nahmen, so nonchalant setzen sie ihn sich nur drei Monate später wieder aufs Haupt. Drummer Axel Sjöberg ist raus, die restlichen Mitglieder sind allerdings back on track und lassen die Matten bereits im Sommer wieder auf deutschen Festivalbühnen rotieren. Selten gab es schönere Nachrichten vom Friedhof.

Auf einen solchen wird dann tragischerweise auch Prog-Legende John Wetton verlegt. Der 67-jährige Sänger und Bassist stirbt am 31. Januar an Darmkrebs – sein langer Kampf kennt kein Happy End. Der Brite hat mit seiner musikalischen Arbeit tiefe Einschnitte in den Diskografien von KING CRIMSON, URIAH HEEP, ASIA und WISHBONE ASH hinterlassen. We salute you!

Angela Gossow back in Action

Für Alt-Progger reißen die schlechten Nachrichten nicht ab: Erst wenige Tage zuvor erklärten die kanadischen SAGA sich selbst für zu Ende erzählt. Hoffnung macht dafür aber Köllefornia-Girl Angela Gossow, die drei Jahre nach ihrem ARCH ENEMY-Ausstieg verspricht, ein neues Metalprojekt zu starten. Dabei wären wir ja schon zufrieden, wenn sie als Business-Managerin der Band mal wieder ein paar abwechslungsreichere Melodien aus Mr. Amott herauskitzeln könnte. Das dramatisch durchschnittliche “Will To Power” zeigt acht Monate später jedoch kaum ein Anzeichen der Besserung.

Doch das Herz des schwedischen Melodic Death Metal schlägt inzwischen ohnehin woanders: AT THE GATES allerdings lassen den Melodienquell zunächst versiegen und gründen zu drei Fünfteln die Old-School-Death-Metal-Gruppierung THE LURKING FEAR. Klingt im Januar noch wie eine durchschnittlich lahme Supergroup, überzeugt aber spätestens zum Release von “Out Of The Voiceless Grave” im August auch den letzten Puristen.

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31.01.2018

Ja, weißt du … das ist vielleicht … deine Meinung, Mann.

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4 Kommentare zu Der viel zu späte - Jahresrückblick 2017

  1. Sane sagt:

    Viel zu spät, aber sehr gut!
    Was besonders auffällt, 2017 sind sie gestorben wie die Fliegen.hoffen wir mal auf ein besseres 2018.
    Was ist jetzt eigentlich mit dem ultralangsamen doomspecial? 😉

    1. Alex Klug sagt:

      Ich mache Druck – jetzt. Danke!

      1. Sane sagt:

        Danke auch!
        Bin schon gespannt was ihr da auskramt.

  2. Arkadash sagt:

    Schöner Jahresrückblick! Leider wird nahezu keine einzige Band angesprochen die mich interssiert, aber das ist letztlich Geschmacksache. ;))