Rage - 21

Review

Galerie mit 17 Bildern: Rage - Rockharz 2017

Mit fast 30 Jahren Bandbestehen gehören RAGE zu den dienstältesten deutschen Metal-Bands überhaupt und außerdem zu den produktivsten, wenn man bedenkt, dass das Trio mit “21” sein, wie der Name schon sagt, 21. Album veröffentlicht. Darauf beweisen die Nordrhein Westfalen jedoch auch, welcher Gruppe Bands sie sicher nicht angehören: der der innovativen und wandelbaren, die auch mal für Überraschungen gut sind.

Denn auf “21” klingen RAGE noch immer – oder sagen wir in Anbetracht ihrer jüngeren Veröffentlichungen lieber: endlich wieder – einfach typisch nach RAGE. Nachdem das Trio nach “Strings To A Web” entschieden hat, das LINGUA MORTIS ORCHESTRA komplett von RAGE abzusplitten, verzichten Peavy und Co. bei den neun Titeln des neuen Werks nämlich gänzlich auf orchestrale Elemente und haben im Zuge dessen auch den Härtegrad ihrer Musik wieder anständig nach oben geschraubt. Dies fällt bei den besonders knackigen und flotteren Songs wie dem Titeltrack, “Concrete Wall” oder “Forever Dead”, die problemlos auch auf ein vor zehn Jahren erschienenes Werk der Band gepasst hätten, auf. Doch mit ebenso viel Durchschlagskraft und Energie sind beispielsweise die stampfenden Midtempo-Tracks “Feel My Pain” und “Psycho Terror” ausgestattet. Etwas übertrieben haben es die drei Musiker lediglich bei “Serial Killer”, der mit ziemlich unpassenden, fast ein wenig peinlichen Growls daher kommt.
Und obwohl man meinen könnte, dass die Eingängigkeit der Tracks etwas darunter leiden könnte, dass RAGE das Gaspedal wieder intensiver durchtreten, so ist eher das Gegenteil der Fall. Fast alle Songs finden sofort ihren Weg ins Gehör und das auf eine meiner Meinung nach deutlich natürlichere Art als die fast poppig-klebrige der vorherigen Alben.

Leider gelingt dies nicht allen Songs, zwischendrin gibt es hin und wieder auch ein wenig Füllmaterial zu hören, was vermieden hätte werden können, hätten RAGE einfach ein paar Minuten gekürzt. Dennoch bleiben diese Momente die Ausnahme, weshalb der Hörgenuss insgesamt nur etwas geschmälert wird. Deshalb gehört “21” auch auf jeden Fall ins Regal eines jeden RAGE-Fans und besonders, wer die früheren Alben der Band schätzte, die Nordrhein-Westfalen aber in den vergangenen Jahren aufgegeben hat, sollte ihnen nun eine neue Chance geben.

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23.02.2012

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2 Kommentare zu Rage - 21

  1. Moinsen! sagt:

    Ich versteh gar nicht genau, weshalb viele Rezensenten behaupten Rage würde sich nicht wandeln und immer das Selbe machen. Schließlich hat sich Rage in den letzten fast 30 Jahren regelmäig komplett verändert.Mal spielten Rage knackigen, teilweise (wie im Review erwähnt) poppigen Power-Metal mit Hymnen-Refrain (Strings To a Web, Soundchaser), dann mal richtig Thrashige Sachen (21, Black in Mind), dann mit Orchester (XIII, Speak Of the Dead), seit Smolski sind klare Progressive Elemante eingeflossen, die es vorher nicht so stark gab.Dazu hat Peavy seinen Gesang alle paar Jahre stetig geändert. Quietschen in den 80ern, dunkler, harter Gesang in den 90ern, und echter satter Gesang in den 00ern. Jetzt wieder Richtung 90er-Tharsh Stimme.

  2. Moinsen! sagt:

    Kommentar Teil 2:
    Wenn man sich Bands wie Helloween, Gamma Ray, Grave Digger, Running Wild,. Destruction und und und und …. anschaut muss man feststellen, dass all diese erfolgreichen Metal-Acts sich stilistisch nie verändert haben und seit ihrem ersten Album ziemlich gleich klingen.

    Rage ist die wandlungsfähigste Band von allen oben genannten. Und wenn man bei den ganzen Veränderungen jedesmal noch merkt, dass in der mukke ganz klar Rage ist, ist das absolut nicht zu toppen!
    Das neue Album ist übrigens ziemlich geil geworden! Zum Glück, ich hatte nach Strings to.. schon ein bisschen Angst.
    Rage ON!