Marduk
veröffentlichen Video zu "Viktoria"
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Während unter unserer Review zu MARDUKs neuem Opus „Viktoria“ eine heftige Diskussion darüber entbrannt ist, ob die darauf enthaltene Kriegsthematik vor allem provokant ist, sich im Grauzonenbereich bewegt, die Bandmitglieder unreflektiert und/oder rechte Dumpfbacken sind oder ob sie einfach nur ein passendes Black-Metal-Album veröffentlicht haben, gibt es Nachschub in Form eines Musikvideos. MARDUK haben zum Titeltrack „Viktoria“ ein Filmchen abgedreht, das Hasser der Schweden im Dreieck springen lässt und Fans vor Freude an die Decke.
Fazit: Bedrohlich ist das Video durchaus, die Scheitel der eingeblendeten Pimpfe sind stramm nach rechts gekämmt, und auch der Text bietet die vielfach kritisierte direkte Sichtweise auf (diesmal junge) Wehrmachtssoldaten. Sieht aber so ein rechter Propagandafilm aus? Mit nicht nur grimmig, sondern tendenziell verrückt dreinschauenden Schwarzmetallern? Und lesen sich Textzeilen wie beispielsweise „obedience through blind self-sacrifice“ wirklich so affirmativ? Urteilt selbst:
„Viktoria“ wurde am 22.06.2018 via Century Media Records in zahlreichen Formaten veröffentlicht. Die Scheibe ist nach „Panzer Division Marduk“ (1999) und dem Vorgänger „Frontschwein“ (2015) bereits das dritte Album, das sich ausschließlich mit Krieg bzw. dem Zweiten Weltkrieg befasst. Darüber hinaus erschien 2011 die EP „Iron Dawn“. MARDUK gründeten sich 1990 im schwedischen Norrköping und haben seitdem 14 Studioalben, mehrere EPs und Livealben veröffentlicht. Personelle Konstante ist Gitarrist Morgan Håkansson, während Bassist Devo Andersson zwischen 1994 und 2004 eine zehnjährige Pause einlegte, Frontmann Daniel „Mortuus“ Rostén seit 2004 dabei ist und Drummer Fredrik Widigs seit 2014.
MARDUK 2018:
Morgan Håkansson – Guitars
Devo Andersson – Bass
Mortuus – Vocals
Fredrik Widigs – Drums
„Viktoria“ Tracklisting:
01. Werwolf
02. June 44
03. Equestrian Bloodlust
04. Tiger I
05. Narva
06. The Last Fallen
07. Viktoria
08. The Devil’s Song
09. Silent Night


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| Band | |
|---|---|
| Stile | Black Metal |
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Eckart Maronde
































Der Großteil der Diskussion hat sich eigentlich weniger darum gedreht, ob Marduk jetzt explizit Nazis sind, sondern eher um den mitunter unreflektierten bis teilweise zumindest geschmacklosen und geschichtsrelativierenden Umgang mit der Thematik durch jemanden, der in Interviews offenbar auf die historische Authentizität seiner Lyrics pocht. Und darum, dass man so eben möglicherweise entsprechendes Klientel anzieht, ohne deren Einstellung tatsächlich zu teilen.
Dass das so ist lässt sich übrigens mit einem Blick in die Kommentarspalte des youtube-Videos schnell bestätigen. Oder die feinen Nuancen der Marduk’schen kritischen Auseinandersetzung sind einfach an einigen Kommentatoren vorbeigegangen.
Außerdem: Katzen!
Ich finde das Lied gerade erschreckend belanglos. Schablonen-Black Metal halt. Ein Schelm könnte denken, denen geht die Inspiration aus und man versucht sich vermehrt anders in’s Gerede zu bringen.