Weltenwanderer Tour 2025
Saltatio Mortis & Bad Loverz live in Geiselwind

Konzertbericht

Billing: Saltatio Mortis und Bad Loverz
Konzert vom 17.10.2025 | Eventzentrum Strohofer , Geiselwind

Erneut gibt es eine kurze Ansprache von Alea, der darum bittet, doch im Hier und Jetzt zu verbleiben und das Handy weg zu packen. Es kämen noch viele Überraschungen, die einige hinter dem Bildschirm verpassen würden. Gesagt, getan. Nach “Odins Raben“, “My Mother Told Me/Valhalla Calling“ und “We Might Be Giants“ fordert der Sänger die Menge auf, extra viel Lärm zu machen, damit der Rest der Band ebenfalls auf den Laufsteg kommt. Auf die Frage “Seid ihr der geilste Chor?“ antwortet die Menge brav “Ich versteh die Frage nicht!“. Offenbar laut genug, denn die restlichen Musiker gesellen sich dazu, und es gibt eine akustische Darbietung von “Der Himmel Muss Warten“ direkt auf dem Laufsteg – einzig ohne Jean, den Tambour, der hinter seinem Drumkit bleiben muss. Zu “Mittelalter“ erscheinen dann auch wieder die Tänzerinnen, diesmal gewandet in Schankmaid-Outfits, und es gibt ein lustiges Springspiel für die ganze Halle – den ganzen Song lang, oder eben jeder, so lange er kann. Auch das obligatorische Crowdsurfen von Fronter Alea zu “Rattenfänger“ darf natürlich nicht fehlen – nur hat er nicht mit Gegenverkehr in Form eines weiteren Crowdsurfers gerechnet, mit dem er sich begeistert abklatscht, bevor er wieder sicher auf dem Laufsteg abgesetzt wird.

Konzertfoto von Saltatio Mortis - Weltenwanderer Tour 2025

Saltatio Mortis – Weltenwanderer Tour 2025

Zum fünfzehnten Song gibt es die nächste große Überraschung. Eine der Schankmaiden, die “Glücksfee Christina“, rollt eine Lostrommel auf die Bühne. Jean erklärt dazu, dass sie sich nicht entscheiden konnten, welcher Song an dieser Stelle gespielt werden sollte. Er führt weiter aus, dass sich in der Trommel fünfzig Songs befänden, auf die sie alle gar keinen Bock hätten und sie am liebsten gar nicht spielen wollten. Ein Junge aus dem Publikum darf die Losfee spielen und zieht zur allgemeinen Begeisterung “Dessous Le Pont De Nantes“.

Danach geht es zünftig weiter mit ordentlich Feuer – natürlich zur Untermalung von “Prometheus“. Nach eifrigem Shirtwedeln zu “Gardyloo“ stürzt sich Alea höchstselbst in den größten Circlepit direkt vor dem Runway und gibt dabei “Vogelfrey“ zum Besten, während zu beiden Seiten des Laufstegs kleinere Pits aufgemacht werden und sich gefühlt die gesamte Halle bewegt. Eigentlich könnte man jetzt denken, es müsste im Anschluss wieder was ruhigeres kommen, damit jeder wieder Luft schnappen kann. Als jedoch die beiden Mädels die Bühne in Eric Prydz Gedächtnis-Spandex betreten (Anm. d. Red.: Eric Prydz ist der DJ, der im Jahr 2004 mit dem Song “Call On Me“ und einem dazu gehörigen Video mit Damen in knappen Aerobic Outfits den Ohrwurm des Jahres verbrochen hatte) ist klar, nix ist mit ausruhen! Es folgt “Keine Regeln“, bevor sich die Band nach “Für Immer Jung“ das erste Mal verabschiedet.

SALTATIO MORTIS wären jedoch nicht SALTATIO MORTIS, wenn es nicht noch ordentlich Zugabe gäbe –so ein Abend kann doch nicht ohne den “Spielmannsschwur“ enden! Diesen gibt es auch als Abschluss nach “Große Träume“ und mit einem Dudelsackintro von Elsi, der erst “Hypa Hypa“ antäuscht, um dann in “Seven Nation Army“ abzuschwenken. Triumphal verabschiedet sich das Sextett schweißnass, aber glücklich von ebenso durchgeschwitzten, aber beglückten Fans. Ein gelungener Auftakt für eine tolle Tour!

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31.10.2025

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