Shout It Out Loud 2012
Livebericht vom Shout It Out Loud Festival 2012

Konzertbericht

Billing: Hardcore Superstar, Sister und Vanderbuyst
Konzert vom 20.03.2012 | RWE Sporthalle , Mülheim/Ruhr

Shout It Out Loud 2012

Foto: Thorsten Seiffert / www.rocknroll-Reporter.de

 

Es gilt zu hoffen, dass sich das SHOUT IT OUT LOUD FESTIVAL, das am 10. März zum zweiten Mal in der RWE-Sporthalle in Mülheim stattfand, als fester Termin für die Glam Rock-Fraktion etablieren kann. An die mutige Idee, einen kompletten Tag in das Zeichen eines in Deutschland immer etwas unterpräsentierten Stils zu stellen, hat sich bisher noch niemand herangewagt. Umso lobenswerter ist es, dass die Veranstalter dieses wirklich netten Events darum bemühen, dem zweifellos vorhandenen Publikum eine feste Adresse anzubieten. Trotz aller negativer Äußerungen zur Organisation sollte man nicht vergessen, dass das Festival sehr jung ist und am Anfang sicherlich sehr um sein Publikum kämpfen muss. Die Tatsache, dass man, wenn einem einmal Einlass gewährt wurde, nicht mehr auf den Parkplatz und zurück durfte, und bis auf eine etwas schmale Veranda, auf der sich Raucher und Nichtraucher gleichermaßen tummeln, keine Möglichkeit besteht, nach draußen zu gehen, macht nicht jeden Anwesenden glücklich, ist aber nachvollziehbar, wenn man an das Verhältnis zwischen Kosten für die Bands und Zuschauerzahl denkt. Ja, das hat sicherlich mit befürchteten Umsatzeinbusen zu tun. Dafür besteht die Chance, dass die verpflichteten Bands im Laufe der Zeit größer werden und die Veranstalter haben die Möglichkeit, an ihrem musikalisch gut durchdachten Konzept festzuhalten. Ärgerlich lediglich das besonders in punkto Pfand nicht optimale Bon-System zum Speisen- und Getränkeverzehr. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

 

Heute sind es geschätzt etwa 800 Menschen, die sich an Ort und Stelle einfinden. Die Halle ist ungefähr für das Doppelte ausgelegt. Dass schnörkellose Rockmusik eine Zukunft hat, zeigt sich aber am Altersdurchschnitt, den eine Vielzahl an Besucher deutlich senkt, die in den 80ern noch nicht mal geboren waren. Da freut man sich doch gleich doppelt. Der Sound ist den gesamten Tag lang ziemlich optimal, zumindest wenn man zentral zur Bühne steht oder sitzt. Die Bands sind nie zu leise, jedes Instrument ist deutlich herauszuhören, und dennoch ging man ohne tagelang nachwirkende Hörschäden nach Hause. Das ist nach einigen Stunden Dauerbeschallung keine Selbstverständlichkeit und ein extra Lob Wert.

 

Hinweis in eigener Sache: Die Fotos in diesem Artikel stammen dankenswerter Weise von Thorsten Seiffert von www.rocknroll-reporter.de. Schaut mal auf der Homepage vorbei, da gibt es noch eine ganze Menge mehr Konzertfotos.

 

 

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20.03.2012

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