Accept - Blood Of The Nations

Review

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Mit ACCEPT meldet sich dieser Tage das Aushängeschild des deutschen Heavy Metal schlechthin nach fast eineinhalb Dekaden aus der Versenkung zurück. Viel wurde im Vorfeld über diese Reunion diskutiert und natürlich stellt sich ein jedem die Frage, wie ACCEPT wohl ohne Kult-Sänger Udo Dirkschneider klingen werden, der sich entschieden hat, nicht wieder mit der Band zusammen zu arbeiten und sich lieber seinem Projekt U.D.O. widmen will. Nun steht das neue Album der Formation in den Startlöchern und so viel kann ich schon einmal vorweg nehmen: ACCEPT liefern mit “Blood Of The Nations” auf jeden Fall ein Highlight des Jahres im Bereich des traditionellen Schwermetalls.

Ohne Umschweife beginnt das Album sofort mit einem Ohrwurm sondergleichen: “Beat The Bastards” brennt sich regelrecht in die Gehörgänge und schallt dem Hörer mit unglaublicher Energie und Frische entgegen. Dennoch ist der klassische ACCEPT-Sound auch nach so vielen Jahren unverkennbar, wurde lediglich mit neuem Soundgewand ausgestattet (Produzent Andy Sneap hat wirklich grandiose Arbeit geleistet). Auch Neu-Fronter Mark Tornillo fügt sich mit seinen rauen, rotzigen Vocals, nicht zuletzt aufgrund der stimmlichen Ähnlichkeit zu Udo, perfekt in die Musik von Wolf Hoffmann und Peter Baltes ein, zeigt zugleich aber auch andere Facetten als sein Vorgänger (wie z.B. bei den cleanen Vocals bei “Kill The Pain”) und klingt so keinesfalls wie ein bloßer Abklatsch.

Während der folgenden elf Tracks zeigen ACCEPT in keinem Moment Schwäche, gehen dabei zugleich abwechslungsreich und innovativ sowie traditionell zu Werke. Zu jeder Zeit ist klar, dass wir es hier mit ACCEPT zu tun haben und doch wagen die Fünf auch gern hier und da ein Experiment. Füllmaterial oder Totalausfälle gibt es auf “Blood Of The Nations” nicht, das Album macht einfach von vorn bis hinten Spaß und wird nie auch nur einen Funken langweilig. Egal, ob man von den hymnenhaften “Teutonic Terror” und “Blood Of The Nations” spricht, von der Ballade “Kill The Pain”, von deftigeren, zackigen Stücken wie “Locked And Loaded” oder den groovig rockenden “Rollin‘ Thunder” und “Pandemic”, ACCEPT beweisen in einer Tour, dass sie in den vergangenen Jahren absolut nichts verlernt haben und problemlos da weiter machen können, wo sie aufgehört haben, ob mit oder ohne Udo.

Denen, die sich die Mäuler also kräftig zerrissen haben, dass ACCEPT ohne Udo sowieso nicht funktionieren, seien diese spätestens jetzt gehörig gestopft, denn ACCEPT können sehr wohl ohne Udo und jeder, der “Blood Of The Nations” eine Chance gibt, wird sich davon überzeugen können. Tatsächlich damit gerechnet hätte ich selbst auch nicht, aber mich hat die neue Scheibe absolut überzeugt und ich kann sie sowohl alten Fans der Band, als auch jedem anderen, der etwas mit traditionellem Heavy Metal, durch den ein frischer Wind weht, anfangen kann, problemlos ans Herz legen.

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12.08.2010

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7 Kommentare zu Accept - Blood Of The Nations

  1. bloodlust sagt:

    ein superlativ jagt das nächste lob und huldigung ohne ende was muss die scheibe noch alles bringen damits 10 punkte bringt?

  2. Anonymous sagt:

    Ist da sowas wie "Fast As A shark" oder "Starlight" drauf? "Son Of A Bitch"? Nö, oder? Wieder stampf, fuhrwerk, gröhl, haudrauf-nach-0815-Manier? Schließe ich mal aus Review und Kommentar Nummer 1.

  3. frankenbub sagt:

    Der Text liest sich wie ne 10er Wertung. Wo kommen die 2 Punkte Abzug her? Mangelnde Abwechslung?

  4. blackchest sagt:

    ACCEPT funktionieren auch ohne Udo bestens – tatsächlich. Das neue Album rockt wie Sau und reißt mit. So muss das! Auch wenn keine Überklassiker dabei sind, aber das kann sich ja noch entwickeln…

    8/10
  5. candlemass666 sagt:

    Klasse scheibe, treibende riffs, klasse zum mitgehen. Unverkenbar ACCEPT auch wenn Udo fehlt. Hab schon lange nichts mehr gehoert das so gut old school rockt. Mal abgesehen von Black Label Soc.
    UDO hat auch schon lange nicht mehr so nen kracher produziert…..

    8/10
  6. Volker sagt:

    Lange wurde diskutiert, ob Accept ohne Udo funktionieren. Und die Antwort heißt „Blood of the Nations“.
    Gleich beim 1. Hören habe ich die Scheibe ins Herz geschlossen. Marks Stimme passt, Wolf haut einem ein geiles Riff nach dem anderen um die Ohren und die Songs haben fast alle Ohrwürmer-Qualität. Metal Heart was willst du mehr!
    Ein, für mich, absolut gelungenes Comeback!

    9/10
  7. MetalGerhardt sagt:

    Während die Trennung von Udo Dirkschneider nur ein Album andauerte und David Reece sich als Nachfolger nicht etablieren konnte, folgte 1993 das starke „Objection Overruled“, welches mit „Death Row“ solide fortgesetzt wurde. Accept spielten wieder ihre Musik, Dirkschneider brachte sein bekanntes Organ mit ein. Allerdings konnte man schon 1997 den erneuten Abgang von Dirkschneider spüren, denn auf dem durchwachsenen Album „Predator“ teilte er sich den Gesang mit Peter Baltes und danach war erstmal Schluss.

    Wer hätte gedacht, dass es 13 Jahre später ein solch fulminantes Comeback von Accept geben würde. „Blood of the Nations“ stellt für mich sogar das beste Album dar, welches die Band bisher erschaffen hat. Mark Tornillo gefällt mir an den Vocals ehrlich gesagt besser, als Dirkschneider, auch wenn genügend Parallelen im Gesang vorhanden sind. In „Kill the Pain“ kann er zeigen, was für ein verdammt guter Sänger er ist. Der Song gehört für mich zu den besten Metal-Balladen aller Zeiten. Alleine diese Gitarrensoli fressen sich in die Seele. „Teutonic Terror, „Time Machine“, „Pandemic“ und „No Shelter“ rocken einfach verdammt fett, aber das lässt sich vom gesamten Album behaupten. Trotz hoher Laufzeit gibt es hier keine Längen. Dafür geile Soli, starken Gesang und abwechslungsreicheres Songwriting als früher.
    Echt ein starkes Teil!

    9/10