Avatarium - All I Want

Review

Galerie mit 21 Bildern: Avatarium - Rockharz 2018

„All I Want“ nur als Addendum zum letztjährigen, selbstbetitelten Album der schwedischen Doom-Rocker AVATARIUM zu bezeichnen, wäre sicherlich ungerecht. Zwar enthält die EP nur zwei neue Stücke, die sind aber nicht von schlechten Eltern. Und nicht zuletzt strecken die restlichen drei Songs die Scheibe kurzweilig auf mehr als eine halbe Stunde Laufzeit. Somit hat „All I Want“ durchaus seine Berechtigung und ist eine schöne Überbrückung bis zum hoffentlich bald erscheinenden zweiten Album.

Dass auch „All I Want“ gelungen ist, dafür bürgt nicht zuletzt Leif Edling, also jener Musiker, der fast jedes einzelne Riff von CANDLEMASS geschrieben hat und sich nun mit AVATARIUM eine neue Spielwiese geschaffen hat. Im Gegensatz zu seiner alten Band ist der Ansatz von AVATARIUM weitgefasster: Das ist zwar irgendwie noch Doom Metal, aber hier sind rockige Einflüsse und psychedelische Keyboardeinlagen erlaubt, und mit Jennie-Ann Smith steht eine außergewöhnliche Sängerin an vorderster Bühnenfront.

Die Songs auf „All I Want“? Aufregend. Da gibt es das flotte titelgebende Stück als Opener, das sehr viel von seinem Hauptriff und der Verbindung mit dem Gesang lebt. Und irgendwann hat es einen gepackt, dass man die Rübe im Takt schüttelt. „Deep Well“ wiederum startet langsam, fährt aber als Zwischenpart einen nahezu magischen Mitsummrefrain hinzu. Schön! Dazu kommen noch Liveversionen von „Pandora’s Egg“, „Tides Of Telepathy“ und „Bird Of Prey“, die bereits auf „Avatarium“ eine gute Figur gemacht haben. Mitgeschnitten wurden sie auf dem diesjährigen Roadburn-Festival – dem erst zweiten Auftritt von AVATARIUM überhaupt – und sind noch etwas ausschweifender gehalten. Soundtechnisch ist ebenfalls alles im grünen Bereich.

Unter dem Strich ist „All I Want“ also eine schöne EP, die für Neueinsteiger genügend Argumente liefert, sich mit AVATARIUM zu beschäftigen, und für Fans ausreichend neuen Stoff bietet.

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12.11.2014

- Dreaming in Red -

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