Black Label Society - Order Of The Black

Review

Wenn man einen als sogenannten ‚Mann der Stunde‘ bezeichnen will, ist Zakk Wylde wohl der richtige Ansprechpartner. Obwohl man bei der Gitarrenlegende (das muss und kann man getrost so sagen) im letzten Jahr ein Blutgerinnsel im Bein entdeckt hat und er nach jahrelanger Tätigkeit als Gitarrist bei OZZY OSBOURNE aus der aktuellen Besetzung geworfen wurde, könnte es für Wylde derzeit nicht viel besser laufen. Mit einem Golden God- und einem Best Guitarist-Award von englischen Kollegen ausgezeichnet und einem neuen BLACK LABEL SOCIETY-Album am Start, meldet sich der Klampfer aktiver denn je zurück.

„Order Of The Black“ nennt sich das achte Langeisen der Band und Wylde und seine beiden Mitstreiter John DeServio (Bass) und Will Hunt (Drums) lassen darauf absolut nichts anbrennen. Der mittlerweile 43-jährige Gitarrist nimmt auch wiederum den Gesang sowie die Leadgitarre selbst in die Hand und bietet ein Feuerwerk schneidender Riffs und Melodien. Mit dem harten „Crazy Horse“ geht’s gleich gehörig los. Auch „Overlord“ ist nicht von schlechten Eltern und kann vor allem durch seinen mitgrölartigen Refrain überzeugen. Noch eine Ecke grooviger kommt „Parade Of The Dead“ aus den Boxen. Eine Uptempo-Nummer, bei der Wyldes Gesang einen an verregnete Festivals erinnert, bei denen Schlammcatchen oberste Priorität hat…

Doch wie eigentlich immer stellt sich auch „Order Of The Black“ als ein typisches BLACK LABEL SOCIETY-Album heraus, das nicht nur harte Passagen zu bieten hat, sondern beispielsweise mit „Darkest Days“ auch eine Akustiknummer im Schlepptau hat, die an mancher Stelle doch stark an den ehemaligen Kollegen OZZY OSBOURNE in ruhigen Momenten erinnert. Trotz allem weiß aber auch diese Stilistik durchaus zu gefallen. Auch „Time Waits For No One“ und „Shallow Grave“ schlagen in diese Kerbe, während ein Titel wie „Black Sunday“ wieder voll auf die Zwölf austeilt. Ein gelungener, wenn auch absolut nicht innovativer Mix aus traditionellem Heavy Metal, kratzig, rauem Gesang und relaxten Passagen, die das Ganze effektiv auflockern. „Order Of The Black“ ist ein geiles Sommeralbum, das zum Bangen, Mitsingen und Abfeiern einlädt. Dass soll nicht heißen, dass BLACK LABEL SOCIETY keine intelligente Musik machen, an vorderster Front steht bei Zakk Wylde aber definitiv der Spaß und der ist auf „Order Of The Black“ gegeben. Nicht perfekt, auch nicht neu, aber verdammt nochmal kompromisslos für Kopf und Beine!

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08.08.2010

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