Black Label Society - Shot To Hell

Review

Dass Alkohol die Finger locker und geschmeidig macht ist ja gemeinhin bekannt. Dass dies aber nicht nur dazu benutzt werden muss, um das weibliche Geschlecht zu belästigen beweisen die wandelenden Bierdosen von „BLACK LABEL SOCIETY“ einmal mehr auf „Shot To Hell“.

Aber es ist ja altbekannt, dass ohne Sprit kein Motor läuft und eben große Maschinen davon eine Menge benötigen, bevor sie mit sonorem Blubbern langsam aber unaufhaltsam Fahrt aufnehmen. Obwohl „BLS“ mittlerweile zu den ganz Großen zählen, kommt der Zug auf „Shot To Hell“ eher behäbig nach vorne und hat mit einigen Zwischenstopps zu kämpfen, die das wuchtige Gefährt zeitweise ausbremsen. Trotz aller Fingerfertigkeit und dem fast einmaligen Gespür für den klassischen Rock-Song ist das Album an einigen Stellen außergewöhnlich langatmig geworden und lässt ein wenig den rotzigen „BLS“ Grundcharakter vermissen. Indes lässt sich das Album auch aus einer anderen Perspektive betrachten, weit entfernt vom sonst Bier-geschwängerten Kneipen-Image. „Shot To Hell“ ist an vielen Ecken sehr gefühlvoll geworden und zeigt Zakk Wylde nicht nur als Monster an der Klampfe sondern auch als hervorragenden Sänger. „Shot To Hell“ ist ein sehr durchdachtes Album geworden, welches schließlich nur im ersten Moment die raue Gangart früherer Tage vermissen lässt. Beim zweiten und dritten Durchlauf erschließt sich der Silberling dann vollends und fördert ein ums andere Mal geniale Riffs ans Tageslicht, ohne den mörderischen Groove früherer Scheiben zu sehr vermissen zu lassen. Alles in allem ist die Scheibe ein grundsolides Rockwerk geworden mit jeder Menge Tiefgang, erreicht jedoch nicht ganz die Klasse früherer Werke. Trotzdem können Fans bedenkenlos zugreifen und wer bisher bedenken hatte er würde schon beim Probehören nach Kneipe riechen bekommt mit „Shot To Hell“ einen „zahmen“ Vertreter der „BLS“ Familie, bestens geeignet für die ersten Gehversuche im Revier des eigenwilligen „Gitarren-Streichlers“.

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16.10.2006

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