Black Label Society - The Blessed Hellride

Review

Zakk ist Gott und Gott ist Zakk. So oder so ähnlich dürfte wohl Mr Wyldes Kurs bei Unmengen von Gitarrenjüngern in aller Welt sein. Ohne Zweifel, wenn der verlorene dritte Langbart von ZZ-Top sein Gitärrchen auspackt und die Saiten zupft, bleibt kein Stein auf dem anderen. Brutal tief gestimmte Monsterriffs stehen in einer Reihe mit superben Soli, die von Shreddern bis gefühlvoll variieren, und sanften Akustikballaden. Der Mann beherrscht halt alle „tricks of the game“. Wie aber Genialität und Wahnsinn nahe beieinander liegen, musste ich mich in der Vergangenheit doch des Öfteren um den Geisteszustand von Herrn Wylde sorgen. Schlagzeuger, die den Takt nicht halten, von der Bühne jagen und verklöppeln, Nu-Metal Würstchen Klöppel androhen, überhaupt könnte man den Eindruck gewinnen, man hätte es mit einem kanadischen Holzfäller zu tun. Dann noch ein unsägliches Live-Album und die Ozzy B-Seiten Ansammlung „1919 Eternal“, die mehr als Dünnpfiff war. Ob es nun am US-Bier und dem mangelnden Reinheitsgebot liegt oder ob ihm beim Gewichtheben mal eine Hantel auf den Kopf geplumst ist, bleibt wohl sein Geheimnis. Tatsache ist, dass „The Blessed Hellride“ wieder bergauf tendiert, wenn auch mit ein paar Durchhängern. Das fast komplett in Eigenregie eingespielte Teil orientiert sich gesanglich ein weiteres Mal stark an Ziehvater Ozzy Osbourne, der auch auf „Stillborn“ zu hören ist. Die typischen „Der Elefant im Porzelanladen bin ich“ Riffs gibt es wieder zu Hauf, z.B. „Funeral Bell“ und „Destruction Overdrive“. Das ist nett, aber nicht gerade neu, geschweige denn besser als ältere Zakk-Plattwalzer. Mit „Doomsday Jesus“, „Suffering Overdue“, „Final Solution“ und „Blackened Waters“ haben sich darüber hinaus einige recht durchschnittliche Nummer mit auf den Höllenritt geschlichen. Die zwei wirklichen Perlen des Albums präsentieren sich erst ganz zum Ende. Die geniale Rockballade „We Live No More“ und das schöne Piano-Stück „Dead Meadow“. Manchmal ist weniger Dampfhammer eben mehr. „The Blessed Hellride“ ist weder „gesegnet“ ? ok, vielleicht mit Bier ? noch ein wirklicher „Höllenritt“. Ein solides BLS Album ist es aber doch noch geworden. An die Genialität von „Sonic Brew“ kommt es jedoch längst nicht heran.

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23.05.2003

Der metal.de Serviervorschlag

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