De/Vision - NOOB

Review

DE/VISION bereichern mittlerweile seit fast zwanzig Jahren das Electro/Synthie-Pop-Genre und zählen dort zu den führenden Bands. Schon oft wurden DE/VISION zwar als deutscher DEPECHE MODE-Ableger bezeichnet, aber diese Bezeichnung tut schlichtweg Unrecht, denn gerade ihre konstante Aufgeschlossenheit zu immer neuen Einflüssen und Ausdrucksmöglichkeiten ist ohne Zweifel einer der grundlegenden Faktoren für den beständigen Erfolg der Formation. Auf dem im letzten Jahr veröffentlichten „Best Of“ Album geben DE/VISION eine umfangreiche Auswahl ihrer außergewöhnlichsten Pop-Hymnen zum Besten, einschließlich dem exklusiv für diese CD aufgenommenen Titel „Love Will Find A Way“, welcher zugleich Steffens und Thomas‘ erste kreative Zusammenarbeit mit ihrem Produzententeam Schumann & Bach darstellte. Und da der gemeinsame Arbeitsprozess so gut funktionierte, entschloss man sich das neue Album mit Titel „NOOB“ gleich komplett in der bewährten Viererrunde einzuspielen. „NOOB“ bezeichnet im Computerspieler-Jargon einen Neuling oder auch abfällig einen erfahrenen Spieler, der Anfängerfehler macht.

Doch Anfängerfehler machen DE/VISION mit „NOOB“ nun ganz und gar nicht, denn bereits der insgesamt leicht unterkühlt klingende Opener „What You Deserve“ lässt den Track mit brummenden Synths und einer markant, aber nur partiell eingeflochtenen E-Gitarre zu einem der signifikantesten Nummern auf dem neuen Album werden. Mit „Obsolete“, „Nine Lives“ und „Life Is Suffering“ folgen schließlich drei durch und durch elektronische Songs, die einen ungeahnten Drive entwickeln, der schlichtweg in Staunen versetzt. In atemberaubend melancholischen Traumgefilden bewegen sich DE/VISION mit „See What I See“, über dem ein nostalgisches Retro-Feeling schwebt, das vor allem an die musikalischen Wurzeln der Band erinnert. Dem gegenüber stehen allerdings auch unscheinbare, simpel strukturierte oder ungewohnt progressive Popsongs wie „Death Of Me“, das sehr langsame „Deep Blue“, das mit einem recht eintönigen Beat ausgestattete „Living Fast Dying Young“ und „What It Feels Like“, die meine Begeisterung stark dämpfen.

Ingesamt bietet „NOOB“ jedoch elektronische Musik auf höchstem Niveau, auf dem zwar nicht jeder einzelne Song vollends brillieren kann, aber als Gesamtwerk eindringlich auf den Punkt kommt.

22.08.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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