Lake of Tears - Greatest Tears Volume 1 Und 2

Review

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„Black Mark“ können es einfach nicht lassen! Mit Lake Of Tears hat man erneut ein Opfer gefunden, das einst in den eigenen Reihen für Umsatz gesorgt hat. Es ist schon traurig, wenn man gleich zu Beginn einer eigentlich künstlerischen Leistung auf den Faktor Geld zu sprechen kommen muss. Aber eben auch im Metal-Business ist längst nicht mehr alles nur Gold was glänzt und schon gar nicht so fanverbunden, wie man es immer gerne verkaufen will. Hoppla, schon wieder in den monetären Chargon abgerutscht. Mir persönlich tut es richtig weh, als Sympathisant der ersten Stunde, wenn ich sehe, wie man versucht den Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Lake Of Tears sind zwar schon eine ganze Weile im Geschäft tätig, aber trotzdem gab es bisher „nur“ fünf Scheiben zu beklatschen. Aus diesen fünf Scheiben hat man nun eine Best Of Compilation gebastelt, die aus voluminösen 21 Songs und zwei CDs besteht. Eigentlich ja eine ganz nette Sache würde man sagen, wenn nicht die beiden Teile getrennt voneinander, jeweils für den Preis einer vollwertigen CD verkauft werden würden. Auch das wäre noch irgendwo vertretbar, wenn mich da nicht ein böser Gedanke beim Blick auf die Zusammenstellung der CDs beschlichen hätte. Wen man die Geschichte der Band ein wenig kennt, so weiß man, dass sich die künstlerischen Ergüsse durchaus in zwei Epochen gliedern lassen. Zum einen der frühere, etwas härtere Part und zum anderen die melancholischen Nummern mit viel 70er Flair. Wie bei den meisten Bands, scheiden sich auch bei Lake Of Tears an solchen Stiländerungen die Geister. Um wieder auf die beiden CDs zu sprechen zu kommen, hätte es vielleicht auch Sinn gemacht, die beiden CDs in Ihre Schaffensperioden zu gliedern. Aber stattdessen hat man die Songs der bisherigen Scheiben ohne erkennbares Muster auf den beiden Silberlingen verteilt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Bei der Veröffentlichung wurde natürlich auch nichts dem Zufall überlassen. Es war ja eine ganze Zeit recht still um die Schweden geworden, als allerdings bekannt wurde, dass ein neues Album anstehen würde, hat es sich das alte Label natürlich nicht nehmen lassen, das gesteigerte Interesse an der Band zu ihren Gunsten zu nutzen. Es macht wenig Sinn bei dieser Compilation viele Worte über die Musik der Kombo zu verlieren, denn es ist weder ein bisher nicht veröffentlichter Track, noch eine Spielerei in Form eines Cover-Songs auf den beiden CDs zu finden. Ich gehe davon aus, wer es in Erwägung zieht eine Compilation zu kaufen, weiß, auf was er sich musikalisch einlässt. Wo Lake Of Tears draufsteht, ist eben auch Lake Of Tears drin. Somit kann ich diese beiden Scheiben nur denjenigen empfehlen, die bisher noch keine Scheibe der Band besitzen bzw. ihren Bestand vervollständigen wollen. Wobei es bei Letzteren wiederum so ist, dass man für die beiden CDs der Compilation, gleich die regulären Scheiben nachkaufen kann. Selbst für mich als großen Fan, der eh alle Scheiben im Schrank stehen hat, macht die Compilation keinen Sinn, denn dafür wird einfach zu wenig geboten, als müsse man dafür noch mal ca. 30€ auf den Tisch legen.

10.10.2004

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