Meshuggah - The Ophidian Trek

Review

Galerie mit 16 Bildern: Meshuggah - Summer Breeze Open Air 2019

Dieses Jahr feiern MESHUGGAH ihr 25-jähriges Veröffentlichungsjubiläum und kommen in diesem Zug nicht nur auf Minitour, sondern veröffentlichen auch eine Live-DVD. „The Ophidian Trek“, so der Titel des Silberlings, bietet dabei reichhaltiges Livematerial sowie gleich zwei Audio-Discs mit den Songs der DVD.

Warum nicht von Konzert sprechen, wenn es doch eine Live-DVD ist? Ganz einfach deshalb, weil MESHUGGAH Filmaufnahmen von mehreren Konzerten zu einem virtuellen Konzert zusammenschneiden. Gedreht wurde das Material auf dem Wacken 2013 sowie beim Konzert am 03. Mai 2013 in der Brixton Academy in London. Um das aber gleich klarzustellen: Der Zusammenschnitt wird ziemlich geschmeidig gelöst, da beispielsweise die Bühnengröße bei den abgebildeten Konzerte zumindest in eine ähnliche Richtung geht – die Brixton Academy ist halt nicht der kleinste Club. Außerdem haben die Schweden auf dem Wacken bei Nacht und somit bei voller Lichtshow gespielt. Somit passt beides zusammen.

Interessant ist der Ansatz, vieles aus der Perspektive der Zuschauer zu drehen: Gleich in der Anfangsszene sieht der Zuschauer, wie sich ein Besucher vor dem Toilettenspiegel eine Kopfkamera aufsetzt und in die Menge stürzt. Spannend ist diese Perspektive immer dann, wenn einzelne Fans beim Headbangen, in der ersten Reihe oder im Pit zu sehen sind. Ansonsten zeigen die Bilder viele Einstellungen aus dem Bühnengraben oder von schräg oben. Beim Wacken-Material hingegen betritt der Zuschauer virtuell die Bühne (und kann beispielsweise sehen, dass Drummer Tomas Haake die Fußpedale ohne Schuhe bedient). Insgesamt steckt hinter dieser Bildauswahl eine Art künstlerischer Ansatz, der weniger auf ungewohnte Einblicke auf oder hinter der Bühne setzt, sondern auf ein stimmiges Gesamtbild und die Nähe zum Publikum.

Das ist auch nötig, denn genau das fehlt ein wenig dem hörbaren Teil: Nur wenige zugemischte Publikumsreaktionen, wenig Jubel, aber auch wenige Ansagen. Was nicht verwunderlich ist, da ja zwischen den Songs ab und zu die Location wechselt. Dafür ist der Sound genau der, den man bei MESHUGGAH erwartet: Klare Präzision – Liveatmosphäre oder Spontanität würden da eher stören. Somit kann man die CDs auch einfach als Best-Of oder vielmehr Werkschau der letzten Jahre ansehen. Letzteres umso mehr, als Songs der ersten Alben nahezu ausgespart bleiben.

Nochmal zurück zum Videomaterial: Interessant ist der bewusste Wechsel zwischen Schärfe und Unschärfe, das dem Ganzen einen leicht experimentellen und vor allem künstlerischen Charakter verleiht. Und zu einer Band wie MESHUGGAH passt das eh besser, als wenn durch weiträumige Kamerafahrten und heller Ausleuchtung die letzten Mysterien ergründet werden; somit bleibt das Bildmaterial authentisch am Bühnengeschehen dran. Insgesamt ist „The Ophidian Trek“ also ein rundes Gesamtpaket, das zwar mit Bonusmaterial welcher Art auch immer geizt, dafür in sich stimmig ist.

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25.09.2014

- Dreaming in Red -

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Meshuggah auf Tour

26.06. - 28.06.20metal.de präsentiertFull Force Festival 2020 (Festival)The Ghost Inside, 1349, Bleed From Within, Dagoba, Dying Fetus, Excrementory Grindfuckers, First Blood, Frog Leap, Get The Shot, Imminence, Knocked Loose, Milking The Goatmachine, Northlane, Polar, Primordial, Rise Of The Northstar, Risk It, Rotting Christ, Silverstein, Soilwork, Swiss & Die Anderen, Killswitch Engage, Obituary, August Burns Red, Being As An Ocean, Boysetsfire, Counterparts, Emil Bulls, Gatecreeper, Heaven Shall Burn, Kvelertak, Meshuggah, Nasty, Neck Deep, Of Mice & Men, Thy Art Is Murder und ZSKFerropolis, Gräfenhainichen

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