Monster Magnet - A Better Dystopia

Review

Galerie mit 26 Bildern: Monster Magnet - Powertrip Tour 2020 in Berlin

Nicht erst seit der seit über einem Jahr anhaltenden Corona-Pandemie scheint die Welt aus den Fugen geraten zu sein. Die anhaltenden schlechten Nachrichten erinnerten Psychedelic-Rock Legende Dave Wyndorf an seine eigene Kindheit Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger, die geprägt war von Vietnam, dem Kalten Krieg und der damit einhergehenden Angst vor einem Atomschlag, von Aufständen. Als Reaktion darauf erschuf er mit MONSTER MAGNET das erste reine Coveralbum „A Better Dystopia“ und zollt damit seinen eigenen musikalischen Wurzeln Tribut!

„A Better Dystopia“ – zurück zu den musikalischen Wurzeln von Dave Wyndorf

Die Space Rocker aus New Jersey haben sich auf „A Better Dystopia“ einer psychotischen Auswahl an Proto-Metal und psychedelischem Hard Rock verschrieben und klingen dabei durch und durch nach MONSTER MAGNET. Als wären es kleine Monsterbabys aus Wyndorfscher eigener Züchtung, und doch wurden sie nicht von ihm und seinen Mitstreitern geschrieben. Die Gibsons knarzen und summen herrlich Vintage, die Melodielinien sind griffig, Dave schreit und singt unnachahmlich charismatisch dezent ins Mikrofon, es spact, es rockt. Die Songauswahl, die einige Perlen dieser kreativen Zeit zum Vorschein bringt, wirkt teils etwas obskur, aber das darf man auch so von Wyndorf erwarten.

Im Opener rezitiert Dave im Monolog noch mit Dave Diamonds einen amerikanischen Radio-DJ, dessen Sendungen damals vielen Bands zu steigender Bekanntheit verholfen hatte. Richtig los geht der psychedelische Nostalgie-Trip dann mit „Born To Go“, im Original von HAWKIND, hier im stimmigen, irgendwie erfrischenden MONSTER MAGNET Gewandt. „Mr. Destroyer“ von POOBAH vom Debütalbum „Let Me In“ (1972) ist kultiger, bluesinspirierter Psychedelic Rock, während das schwere, manische „Learning To Die“ von DUST mit seinen wabernden Riffs zwischen Hard Rock und Psychedelic, schon fast was von einer Geschichtsstunde des Rocks hat. Hier spielte nämlich in den Jahren 1971 und 1972 ein gewisser Marc Bell Schlagzeug, ehe aus ihm mal Marky Ramone (RAMONES, MISFITS) werden sollte. Weitere Höhepunkte der Zeitreise von MONSTER MAGNET sind der pure Old School Punk im fiebrigen, wilden “Motorcycle (Straight To Hell)” von TABLE SCRAPS, dass wie eine Mischung aus IGGY POP, MOTÖRHEAD und, natürlich, MONSTER MAGNET klingt. Sowie das explosive “Welcome To The Void” von MORGEN.

Beinharte Fans von MONSTER MAGNET sollten sich mit der musikalischen Liebeserklärung „A Better Dystopia“ auseinandersetzen. Eine prägende Wirkung wie in den Neunzigern, als MONSTER MAGNET das Geschehen mit ihren heutigen Klassikern „Dopes To Infinity“ und „Powertrip“ bestimmten, ist ihnen damit aber natürlich nicht gelungen.

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14.05.2021

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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