Rammstein - Rammstein

Review

Galerie mit 24 Bildern: Rammstein - live in Berlin 2016

RAMMSTEIN sind zurück!

Sage und schreibe ZEHN Jahre mussten wir warten. Nun ist es endlich soweit und der Nachfolger von “Liebe Ist Für Alle Da“ erblickt endlich das Licht der Welt – RAMMSTEIN sind zurück! Die Erwartungen an das selbstbetitelte siebte Studioalbum sind entsprechend hoch. Die Vorabsingles “Deutschland“ und “Radio“ haben die Spannung bereits ordentlich angeheizt, sorgte doch gerade das Video zu erstgenanntem für reichlich Diskussionsstoff. Schafft das auch der Rest von “Rammstein“?

„Mein Herz in Flammen“

Das Album beginnt passenderweise mit “Deutschland“, einem Song über die gespaltenen Gefühle bezüglich des Landes und der eindeutigen Abkehr vom Nationalismus. RAMMSTEIN äußern sich hier politisch eindeutiger als jemals zuvor, was dem Text die nötige Würze und Tiefe verleiht. Dazu ist die Musik druckvoll und kantig, ohne dabei die Eingängigkeit des Liedes zu schmälern. RAMMSTEIN landen mit ihrer ersten Single in jeder Hinsicht einen Volltreffer. Politisch geht es mit “Radio“ weiter, einer Ode an die Presse- und Meinungsfreiheit. Die Band, die ihre Wurzeln in der Deutschen Demokratischen Republik hat, verdeutlicht mit diesem Lied nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch die Wichtigkeit dieser im damaligen Regime. Mit poppiger Melodie und leichten KRAFTWERK-Anleihen überzeugt auch der zweite Song, wenngleich stilistisch eher ungewohnt gestaltet.

„Im Namen des Herren“

Weiter geht es mit “Zeig Dich“, welches in typischer RAMMSTEIN-Art eine düstere Seite der Menschheit aufgreift und sie musikalisch und lyrisch aufarbeitet. In diesem Fall sind es die leider immer wieder publik werdenden Missbrauchsfälle, die von katholischen Geistlichen ausgehen. Während der Song inhaltlich aufgrund des Themas stark an “Halleluja“ erinnert, ist es vor allem die musikalische Komponente, die die Hörerschaft in den Bann ziehen wird. Das Intro bildet ein Choral, der von stampfenden Rhythmen und RAMMSTEIN-Gitarren abgelöst wird, woraufhin in feinster “Laichzeit“-Manier “Zeig Dich“ ins Mikrofon gebellt wird. Mit einer eingängigen Hook und gekonnten Wortvariationen gekrönt, verbindet dieses Lied alte sowie neue Qualitäten der Band und setzt so den starken Beginn fort.

“Ausländer“ ist wohl eines der Worte, die im deutschen Sprachgebrauch am stärksten mit Vorsicht zu gebrauchen sind. Was RAMMSTEIN allerdings damit anstellen, ist pure Comedy. Musikalisch verziert er moderne EDM-Party-Musik mit fetten Gitarren und einem Text, der locker als “Pussy 2.0“ durchgehen würde. Sextourismus in aller Herren Ländern funktioniert nach Till Lindemann offenbar besser, wenn man die Sprache der Damen spricht, die man zu beglücken gedenkt. Mit einem recht oberflächlichen Thema und einem amtlichen Club-Hit schaffen es RAMMSTEIN dennoch, das Denkgehäuse zur Arbeit zu bewegen. Eigentlich sind wir Deutsche in jedem Land der Welt nichts Anderes als Ausländer. Die Perspektive macht es eben.

„Überall das dralle Fleisch“

Den nächsten Song hätte man ohne ein wenig Interpretationskraft wohl am ehesten zu den schlechtesten Songs der Bandgeschichte zählen können. “Sex“ wirkt beim ersten Hördurchlauf wie eine plumpe und oberflächliche Hymne an die körperliche Liebe. Das kann es doch einfach nicht gewesen sein, oder? Nein, glückerweise nicht. Der Song prangert im Gegenteil sogar recht geschickt eine sexuell aufgeladene Gesellschaft an, in der man mal mehr, mal weniger freiwillig mit Nacktheit und Sexualität konfrontiert wird. Musikalisch dürfte er hingegen sofort zünden, groovt er sich doch ordentlich nach vorne und gewinnt durch gelegentlich verzerrte Synthies an Kraft.

„Ich reiß der Puppe den Kopf ab“

Bereit für ein weiteres Albumhighlight? Glaubt man den zahlreichen Kommentaren auf diversen sozialen Medien, so befindet sich “Puppe“ kurz nach Veröffentlichung ganz oben auf der Favoritenliste der Fans. Die düstere Horror-Erzählung eines kleinen Mädchens, dessen Schwester zu Hause als Prostituierte arbeitet, steigert sich im Laufe des Liedes auf erschreckende, teils beklemmende Weise. Till Lindemanns Gesang im Refrain ist dabei so markerschütternd, so unvorhersehbar emotional, beinahe angsteinflößend, wie man es noch nie von ihm gehört hat. “Puppe“ bedient zwar lyrisch ein klassisches RAMMSTEIN-Thema, zählt allerdings aufgrund von Gesang und Dramatik zu den experimentellsten Nummern der Bandgeschichte.

“Was Ich Liebe“ ist hingegen die einzige Nummer, die nach den ersten Hördurchläufen so gar nicht hängen bleiben will. Das Lyrische Ich sieht sich fortwährend mit Situationen konfrontiert, in denen es lieben und gleichzeitig leiden muss, woraufhin Zustände des Glücklichseins abgelehnt werden. Die Darstellung einer pessimistischen Lebenseinstellung klingt leider wenig originell und auch der melodische Refrain geht in der Flut an herausragenden Stücken auf “Rammstein“ unter. “Diamant“, die einzige Ballade, versprüht hingegen derart viel Gefühl, als würde Till Lindemann die beschriebene zwischenmenschliche Situation in eben diesem Moment erleben. Der Text ist recht einfach gehalten, wird jedoch durch zart gezupfte Gitarren und den warmen Gesang perfekt in Szene gesetzt.

„Der Atem stockt – Das Herz schlägt wild“

Deutlich elektronischer geht es mit “Weit weg“ zu, dessen Keyboard-Thema gut in eine Science-Fiction-Serie gepasst hätte. Der recht langsame, aber spannend aufgebaute Song, dessen Voyeurismus-Story zum Schluss Raum für Interpretationen lässt, punktet auch in Punkto Eingängigkeit, wenngleich er in der Wucht vom folgenden “Tattoo“ ein wenig untergeht. Was hören wir denn hier? Stampfende “Herzeleid“-Gitarren versprühen wunderbares Oldschool-RAMMSTEIN-Flair – bestens geeignet für gepflegtes Haareschütteln bei den kommenden Konzerten. Der Wortwitz am Ende des Songs entlarvt RAMMSTEIN erneut als eine Band, deren Musik man gelegentlich mit einem zwinkernden Auge deuten muss.

Das Album mündet in “Hallomann“, einer Nummer, die wohl am ehesten als düstere Industrial-Halbballade zu bezeichnen ist. In der Geschichte wird nicht ohne einen gewissen Gruselfaktor erzählt, wie ein Mädchen entführt wird und Till Lindemann ein letztes Mal für diese Platte in die Rolle eines Menschen schlüpft, der die dunklen Seiten der Menschheit repräsentiert.

Was kann „Rammstein“?

Was hat “Rammstein“ demnach für die Fans zu bieten? Der Titel scheint nicht ohne Grund gewählt, denn Album Nummer Sieben zeigt all das, was man an RAMMSTEIN schätzt: donnernde Gitarren, treibende Rhythmen, tanzbare Elektronik und Texte irgendwo zwischen philosophischem Tiefgang, Horror und Zynismus. “Rammstein“ ist kein bitterböses Album, es ist feiner, melodischer und vielfältiger, gleichzeitig dynamisch und kraftvoll. Nach zehn Jahren hat sich das Warten gelohnt, RAMMSTEIN haben es noch drauf!

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17.05.2019

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18 Kommentare zu Rammstein - Rammstein

  1. ameisengehirn sagt:

    Treppenwitz, dass das musikalisch schlechteste Album die beste Werbung bekommt, nachdem es sonst nur 1/ 2/ 3/10 hagelte.

    4/10
  2. nili68 sagt:

    Ach ja Rammstein.. das ist mir alles zu gewagt und provokativ. Mit so viel Brisanz kann ich nicht umgehen. Ich traue mich nicht mal ’ne Note zu geben..

    1. LastSatai sagt:

      Du hast mit dieser Band also nichts am Hut?
      Warum setzt du dein Geblubber dann unter dieses Album?
      Hältst du dich für so wichtig, dass du alle neuen Alben hier kommentieren musst?
      Sogar Alben die du nicht gehört hast, wie dieses hier?
      Das ist schon ein wenig süß…. 🙂

      Nach dem ersten Hören war ich doch etwas, nunja sagen wir, verwirrt. Aber nach zig Durchängen, kann ich nur sagen es ist ein sehr gutes Best of.
      Jeder Fan wird die Anleihen an alte Hits wiedererkennen.
      Puppe ist hoffentlich das Experiment, das eine neue Richtung vorgibt.
      Subjektiv gesehen, wäre ein Rammstein-Horror Album, das richtig ausgearbeitet wird, mit Lindemann ein nettes Kopfkino.
      Allerdings müsste er dann das Lindemann Album komplett ignorieren und nur den Rammsteinweg gehen.

      9/10
      1. nili68 sagt:

        Du bist der Grund, warum ich diesen Kommentar gemacht habe.. 🙂

  3. OrkusObskurius sagt:

    Nach dem ersten hören, war ich ein wenig ernüchtert. Mittlerweile ist das Album aber massiv gewachsen, das liegt vor Allem daran, das es sich eigentlich um ein verstecktes Konzeptalbum handelt. Zusammenfassend geht es um Ambivalenz. Es erzählt uns tragische Geschichten von innerer Zerrissenheit. Das Thema zieht sich konsequent durch jede Song. Manch einer sieht auch eine zusammenhängende Story, welche die Geschichte eines Menschen erzählt der vom Opfer zum Täter wird. Ich denke aber, das bleibt offen für Interpretationen. Jedoch hat das Album eine wirklich ungeahnte Tiefe.

    1. Deutschland : Das zerrissene Verhältnis vieler Deutscher zum ‚Vaterland‘ so wie dessen grausamer Geschichte.

    2. Radio : Sehnsucht nach Freiheit überwindet die Angst vor Repressionen durch ein totalitäres Regime.

    3. Zeig Dich : Klassisches Metal Thema, Scheinheiligkeit der Kirche.

    4. Ausländer : Als Sextourist durch die Welt reisen, aber Angst vor bösen ‚Nafris‘, welche einem die Frau klauen. Doppelmoral!

    5. Sex : Sexualisierung im Alltag, Sexsucht und ein generell gestörtes und negatives Verhältnis. Weit weg vom „Akt der Liebe“.

    6. Puppe : Das Highlight! Erinnert musikalisch teilweise an den Manowar Klassiker ‚Hatred‘ . Ein schauriger und tragischer Song. Die Schwester sperrt das Kind zum eigenen Schutz ein. Das Kind liebt seine Schwester, verachtet jedoch was sie tut. Sie hat keine andere Option als sich für das kranke Kind zu prostituieren. Wirklich harter Stoff.

    7. Was ich Liebe : Keine anderer Song repräsentiert das Konzept so gut wie dieser. Muss man für jedes bisschen Glück mit Pech bezahlen ? Will man das Objekt der Liebe besser töten, bevor das gleiche mit einem selbst tut ?

    8. Diamant : Die innere Qual von nicht erwiderter Liebe. Man will sich los reißen, kann aber nicht.

    9. Weit Weg : Liebe als Illusion. Anstatt sich einzulassen, bleibt der Stalker in sicherer Entfernung und betrügt sich quasi selbst um echte Intimität.

    10. Tattoo : Schöne Körperkunst, jedoch schmerzhaft.

    11. Hallomann : Wird das Opfer aus ‚Zeig Dich‘ hier zum Täter ? Der scheinbar nette Onkel hat hier sicherlich abgrundtief böse Absichten. Nach Puppe der definitiv böseste Song des Albums. Schauriges Fade-Out am Ende! Purer Horror!

    Musikalisch ist das Album eigentlich durch und durch klassisch Rammstein mit einigen neuen Elementen.
    Einige Klangmuster entfalten sich hier auch erst nach mehrmaligem hören. Einige der Songs können für sich alleine nicht 100% überzeugen, als Gesamtwerk aber genial. Daher ist die 9/10 total verdient!

    9/10
  4. metalbrain sagt:

    Nach längerer Wartezeit ein starkes Album mit leichten Schwächen in der 2.ten Albumhälfte…
    Neben den 2 Übersinglen Deutschland und Radio bestechen noch Zeig dich, Ausländer und Puppe.

    8/10
  5. Nether sagt:

    „Deutschland“ ließ mich die neue Rammstein freudig erwarten, „Radio“ war dann schon weniger meins.
    Nun hab ich sie knapp 10x gehört und die anfängliche Ernüchterung weicht nicht. Zwar zeigen sich immer mehr Details, das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Rammstein bei einigen Songs schematisch, fast langweilig vorgehen.
    Heraus stechen „Deutschland“, „Radio“, „Ausländer“ und „Puppe“. Der Rest ist nahezu Rammstein-Standardmaterial.
    Was bleibt ist ein gutes Album, bei dem man immer das Gefühl hat, da wäre (viel) mehr drin gewesen.

    7/10
    1. doktor von pain sagt:

      Der Meinung von Nether kann ich mich weitestgehend anschließen, auch wenn ich das Album noch nicht so oft gehört habe und „Ausländer“ eher schwach finde.

      6/10
      1. Nether sagt:

        Ich find „Ausländer“ auch nicht gut, aber es sticht heraus.

  6. Bateman sagt:

    Gibt es so etwas wie den “ Bayern Bonus “ im Fußball auch in der Musik als “ Rammstein Bonus “ ?

    Der Autor des Reviews jedenfalls scheint von diesem ‚ Rammstein Bonus ‚ Gebrauch zu machen.

    War ich doch voll der Freude auf die neue Platte, da ich bei meinen Laufrunden eigentlich nur Rammstein höre und die Freude auf neues Material hierfür doch recht groß war.
    Leider schaffen es nur ein bis zwei Lieder in die Playlist.
    Das Album ist eine bittere Enttäuschung.

    Natürlich hört man, dass es Rammstein ist – natürlich muss man berücksichtigen, ‚wo‘ sie herkommen… ABer dem Album fehlt es an Kraft..
    Der Autor hebt es ‚ positiv ‚ hervor, dass das Lied ‚ Ausländer “ über moderne EDM Parts verfügt..
    Für mich klingt es wie ein schlechtes House Lied mit Möchtegern EDM parts. Dazu verzerrte Background stimmen…. Süß ! Erinnert mich an die Musik die meine Schulkameraden gehört haben, Britney Spears u.a. – während ich ‚ Zwitter ‚ von Rammstein gehört habe.. oh Moment..

    Auch die Texte – ja sie sind immer noch ‚ kritisch ‚, aber wohl mit Abstand das unkritischste was Rammstein je geschrieben hat.. Vor allem so lieb formuliert..

    Nein – das Album macht keinen Spaß !
    2 Punkte ergeben sich aus 1 Punkt für Puppe, 0,5 für Tattoo und 0,5 für Deutscshland.

    2/10
  7. Watutinki sagt:

    Die überbewerteste Band schlechthin. Musik im Schema F Modus komponiert, die Provokation die man in Texten ausdrücken möchte, hätte man vielleicht auch Mal musikalisch auf die Bretter bringen müssen, aber damit verschreckt man natürlich seine Hörerschaft, die auch aus dem ESC Umfeld kommt. Ein paar Kraftwerk Geklimper Einlagen reichen da nicht. Fazit ist daher: Langeweile bis zum geht nicht, es erwartet einen die übliche Rammstein Standard Abfertigung.
    Mag ich gar nciht bewerten, sollen andere tun.

  8. L@THERIVERFLOW sagt:

    Mit Abstand das Wohl schwächste Rammstein Album. Mal abgehen davon das die Band maßlos überschätzt ist und hätte Rammstein nicht so ein Kultstatus inne würde hier wohl keiner auf die Idee kommen eine positive Rezension zu verfassen.

    Bei Puppe habe ich das erste Mal das Gefühl ein Rammstein Album in den CD Spieler gelegt zu haben. Die vorher veröffentlichten Songs Deutschland und Radio, waren mMn einfach keine guten (Rammstein) Songs. Schwach auf der Brust, textlich und literarisch vorhersehbar. Hat man alles bereits in anderen Songs zu genüge gehört. Also dafür das zum letzten Album soviel Zeit verstrichen ist, eine ziemliche Enttäuschung. Und ich finde das zieht sich so durchs Album… Mal ein wenig besser oder schwächer wie das im Vorfeld dargebotene – mit Puppe ist dann auch wirklich ein richtiger Rammstein track drauf – aber es plätschert im Grunde nur vor sich hin.
    Dabei habe ich ab Puppe wirklich auf eine Wende im Album gehofft, leider vergebens. Obwohl es auch immer wieder einzelne Passagen gibt die mich aufhorchen lassen, dann aber wieder auch sehr schnell los lassen. Klar die Songs sind alle irgendwie hörbar, aber dafür hätte ich kein neues Rammmstein Album gebraucht. Find es ein wenig schade, obwohl ich auch sagen muss das ich glücklich bin nochmal was neues von meiner Jugend Band gehört zu haben. Ich bin mir sicher da wird nicht mehr allzuviel kommen.

    5/10
  9. royale sagt:

    Rammstein ist wohl wie Modern Talking? Finde man doof oder hasst sie?

    Kenn nur 2 Songs und kann zum Album deshalb nüscht sagen. Was man aber so hört und liest, haben hier Rammstein das erreicht, was eins Metallica mit „LuLu“ geschafft haben?!

  10. nili68 sagt:

    Unterschichten-Rock. Klar, daß vielen Leuten das gefällt, so ähnlich wie bei den Blöhden Onkelz..

  11. y34rz3r0 sagt:

    Wie fast immer erst mal einen lieben Gruß an einige der Vorkommentatoren, die sich ihr Gesülze, wie immer, hätten auch sparen können. Habt ihr keine richtigen Hobbies, z.B. wirklich Musik hören und anderen mit euren Rezensionen weiterhelfen?
    Nun zum Album „Rammstein“. Lange erwartet und viel Tamtam drumherum. Die Erwartungen entsprechend hoch und die Herren wissen immer noch, wie man nicht enttäuscht.
    Die Texte mögen an der ein oder anderen Stelle etwas „lieber“ sein als noch zu Beginn ihrer Karriere aber auch Herr Lindemann wird älter und reifer (und ja, auch der Mainstreamfaktor mag eine Rolle gespielt haben, das ist allerdings nur Mutmaßung).
    Musikalisch ist das Album durchwachsen. Ich möchte nicht auf jeden Song einzeln eingehen, das wurde ja schon zuvor getan, daher nur ein Gesamteindruck. Einige Songs fühlen sich klassisch nach Rammstein an und daher ist der kleine Purist in mir befriedigt. Dann wieder versuchen sich Rammstein an neuen Sounds und songschreiberischen Techniken, das mag mal klappen (z.B. bei Puppe, dem Highlight des Albums), mal geht es aber auch daneben, z.B. bei Radio. Alles in allem hört man das Album aber gerne mehr als einmal und überspringt dabei keinen einzigen Song auf Grund von völliger Unerträglichkeit.
    Besondern zu loben ist der Sound. Habe das Album als Vinyl und kann jedem nur empfehlen sich das gleiche zu kaufen. Der Sound ist von Höhen über Mitten bis Tiefen wunderbar abgemischt. Jede Nuance in den Songs ist wunderbar herauszuhören und dafür liebe ich dieses Album. So sollte Rockmusik anno 2019 klingen.
    Fazit: An „Reise, Reise“ kommen die Herren nicht heran aber dennoch ist dies ein gelungenes und vorallem sehr fein klingendes Album.

    9/10
  12. harleysack666 sagt:

    Bisher bekam ich bei jedem Rammstein-Album gleich beim ersten Reinhören Gänsehaut, die sich diesmal leider auch nicht beim zehnten Durchlauf einstellen will. Schade. Ich hätte nach zehn Jahren des Wartens mehr erwartet. Aber in die Sammlung gehört es allemal. 🤘

    2/10
  13. Tsurugi85 sagt:

    Hab das Album seit Erscheinung mehr als genug gehört und muss sagen, es wird mit jedem Hören besser.

    Es ist etwas weniger industrial und Metal aber immer noch mit Hits gespickt.

    Highlights sind für mich: Puppen, Tattoo, weit weg & zeigt dich.

    10 Jahre waren lang aber es hat sich gelohnt und für mich weit oben in der playliste.

    9/10
  14. Urugschwanz sagt:

    Scheiße ist das schlecht! Da sieht man mal wieder, dass bezahlter Medienhype und ein paar Skandälchen wirken. Das ist so wenig hart oder Metal wie Modern Talking. Gegen „Liebe ist für alle da (9 Punkte von mir)“ ist das einfach nur ein blasser Schatten. Die musik ist Elektropop mit 80er Touch und untertönigen Metalgitarren, die Texte lahm bis zahm. Ein so einseitiges Geschichtsbild wie in Deutschland ist ja wohl ein Witz. Und Gefühl höre ich da nirgends mehr heraus, eher ein unter Zwang zu Gefühlen seiernder Lindemann, total künstlich und frei von Gefühl. Selbst der Puppe Refrain, klingt so angestrengt gedrückt, total unglaubwürdig. Naja, besser sie hören auf und leben von den vergangenen wirklich guten Songs, ansonsten können sie sich nur weiter lächerlich machen. Schreckliches Weichbreigedudel.

    2/10