Runemagick - On Funeral Wings

Review

Auf Runemagick kann man sich verlassen, denn pünktlich jedes Jahr veröffentlichen sie eine neue Scheibe. Was für manche Bands eine sichere Einnahmequelle ist, mal eben eine halbe Stunde Musik aus dem Ärmel zu schütteln und dann für 20 Euro zu vertickern, ist aber zum Glück nicht die Masche von Runemagick. Nicht nur, dass ihre neue CD „On Funeral Wings“ über 73 Minuten geht, auch die Qualität kann vollstens überzeugen. Ihre Masche ist es vielmehr verflucht eingängige Songs zu schreiben, die auch bei den knapp zehnminütigen Liedern nie langweilig werden. Zwar ist mir immer noch schleierhaft, wie man jedes Jahr ein Album veröffentlichen kann, was dann auch noch Überlänge hat, aber es scheint so, dass die Schweden wohl sehr viele Inspirationen haben. Dies kommt letztlich ja uns zu Gute, da wir abermals eine solch fette Stulle in unseren Rachen schieben und mit einem wohligen Grinsen verdrücken können. In der Tat ist „On Funeral Wings“ ein richtig dicker Brocken geworden, denn nicht nur die Spielzeit, sondern auch die schleppende und düstere Atmosphäre drückt ganz schön auf das Gemüt. Runemagick haben im Laufe der Zeit ihren ganz eigenen Stil gefunden, den sie auf diesem Album jedoch noch weiter verfeinern konnten. Ich möchte sogar soweit gehen, dass dies das beste Runemagick-Album ist, was sie bisher veröffentlicht haben. Das hat eigentlich banale Gründe, denn wenn man die Platte hört, dann kann man die Welt um sich herum vergessen, sich mitziehen lassen in diesen Strudel aus Melancholie und Hass, Traurigkeit und Schönheit, Elegie und Kraft. Besonders gelungen finde ich an diesem Album, dass die schnellen und die langsamen Parts viel dichter miteinander verwoben sind und so einen schwebenden Übergang haben, der den musikalischen Strudel noch intensiviert (hier z.B. die Songs „Trifid Nebula“ oder auch „Ocean Demon“). Um das Geflecht immer wieder aufzulockern, werden auch oft unerwartete Melodien eingeworfen, wie z.B. im Opener „Monolithic Death“ oder aber auch „The Doomsday Scythe“. Letzterer ist auch mein absoluter Favorit, da hier die Gitarren kernig und powervoll gespielt sind, aber der ganze Song trotzdem irgendwie luftig bleibt. Das liegt vor allem auch an den hervorragend ausgearbeiteten Breaks, die für Abwechslung sorgen. Für dieses und auch für alle anderen Runemagick-Alben braucht man viel Zeit, damit man auch alle Feinheiten aufnehmen kann. Das war schon immer so und zum Glück hat sich daran auch dieses Jahr nichts geändert, außer, dass man die Lauscher nun noch mehr aufsperren muss, um auch die verstecktesten Elemente zu hören.

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02.03.2004

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