Runemagick - Into Desolate Realms

Review

Soundcheck Oktober 2019# 10

Für Death Metal zu langsam, für Funeral Doom zu flott? Der Death Doom von RUNEMAGICK sitzt nicht zwischen den Stühlen, denn diese Mischung ist zunächst einmal die perfekte Melange. Entsprechend klingt „Into Desolate Realms“ beziehungsweise klangen RUNEMAGICK seit jeher.

Der Speicher bei metal.de ist jedenfalls voll mit Besprechungen von alten Platten der Band, die Älteste vor beinahe 20 Jahren zu „Resurrection In Blood“ (2000), dem seinerzeit dritten Album. Es sollte zudem das letzte Album auf dem großen Label Century Media Records sein.

Die Diskografie der Band ist ebenso lang wie die der sonstigen Bands und Projekte der Musiker, ungefähr im Umfang der Vorstrafen der norwegischen Black-Metal-Szene.Nicklas „Terror“ Rudolfsson ließ es mit RUNEMAGICK allerdings auch mal etwas ruhiger angehen, „Evoked from Abysmal Sleep“ (2018) war das erste Album seit elf Jahren. „Into Desolate Realms“ ist der Nachfolger nach dieser Wiedererweckung aus dem Dornröschenschlaf.

Never change a running RUNEMAGICK

Nach dem guten alten MOTÖRHEAD-Rezept stapfen RUNEMAGICK seit Tag eins durch den todeshaltigen Sumpf des Black Dooms und scheren sich wenig um angesagte Themen aus der sonstigen Welt des Metals. Mal ein Keyboard hier und dort (auf der sehr guten „Enter the Realm of Death“ (1999)), aber ansonsten bleibt die Marschrichtung stoisch gen Styx gerichtet. Hat bisher funktioniert, warum auch nicht?

Sicherlich ist „Into Desolate Realms“ in den hinterletzten Ecken etwas zu vorhersehbar und – es fällt schwer, dies zu schreiben – generisch. Gegen todeshaltige Walzen wie „The Opening Of Dead Gates“ ist nunmal kein Kraut gewachsen. RUNEMAGICK sind und bleiben Groovemonster, echte Urgewalten.

Dennoch sei ein sehnsüchtiger Blick auf frische Impulse wie die erwähnte Nutzung von symphonischen Elementen gestattet. Scheiss drauf, so schmeckt halt Konsequenz. Zumal „Into Desolate Realms“ im Sinne der RUNEMAGICK-Marschrichtung deutlich mehr Old-School-Charme besitzt als das leicht frischere „Evoked from Abysmal Sleep“.

Als Bonustracks finden sich auf „Into Desolate Realms“ übrigens drei Stücke, welche bereits Anfang des Jahres unter dem Titel „The Opening Of Dead Gates“ als EP erschienen sind.

„Into Desolate Realms“ ist ein grundsolides Album, …

…ist hervorragend produziert und strotzt an allen Ecken und Ende mit guten Riffs und fetten Grooves. Klar, die Drums dürften etwas kräftiger und verspielter sein, allerdings gibt es in dieser Hinsicht insgesamt wenig zu Meckern. Fraglich ist, ob das Album im riesigen Katalog von RUNEMAGICK heraussticht. Gute sieben Punkte bilden das Album daher passend ab.

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18.10.2019

Stellv. Chefredakteur

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