Winterfylleth - The Unyielding Season

Review

Soundcheck März 2026# 3 Galerie mit 10 Bildern: Winterfylleth - Ragnarök Festival 2024

WINTERFYLLETH wären auf dem Fußballfeld der immens wichtige Sechser. Man steht nicht im Mittelpunkt, ist auf notwendige Art und Weise aggressiv und liefert im Idealfall immer ohne große Skandale ab. Mit ihrem neunten Album „The Unyielding Season“ kehrt das Quintett wieder zum gewohnten Zwei-Jahresrhythmus zurück, und doch ist nicht alles wie immer. Als wenig exzentrische Black-Metal-Band, die zu einer kaum verrückbaren musikalischen Linie neigt, dürften viele dem Wechsel zum Branchenriesen Napalm Records skeptisch gegenübergestanden haben.

Die Wälder brennen

Dazu ist nach über 15-jähriger Bandpartizipation Basser Nick Wallwork ausgestiegen, wurde aber aus dem eigenen Dunstkreis durch Mark Doyle ersetzt. Schließlich spielen beide im Live-Line-Up des Doom-Projektes ARÐ, dem Baby von Keyboarder Mark Deeks. Dass WINTERFYLLETH an den Nachfolger von „The Imperious Horizon“ dennoch mit veränderter Energie herangehen, dürfte direkt auffallen. Erstmals brennen die Wälder. Die schöne Natur steht in Flammen und die warnende Erhaltungsstrategie kanalisiert in Wut.

Verhüllt in Schlachtenlyrik gibt die Vorabsingle „Heroes Of A Hundred Fields“ die Marschrichtung vor. Eine treibende Hymne im typischen Stil der Engländer, die allerdings die melancholischen Momente voller Natursehnsucht gänzlich auslässt – bezeichnend der wütende Instrumentalpart im letzten Drittel. Darauf satteln WINTERFYLLETH zunächst bis zum Titeltrack in der Mitte des Albums auf. Die Songs sind unbarmherzig zuschlagend, lassen aber immer mehr erhabene Hoffnungsschimmer zu.

Die Handschrift der Band bleibt auf „The Unyielding Season“ dennoch unverkennbar und auch Album Nummer Neun ist für Fans der Altwerke jeden Blindkauf wert. Der rote Faden der Platte setzt sich insofern fort, als dass, gekrönt mit „Towards Elysium“, auch tiefe Wünsche nach alter Unberührtheit eine Stimme finden und WINTERFYLLETH eine Chance formulieren, irgendwann doch Bedrohungen zu erkennen und dennoch das Lebenswerte entfalten zu können.

Zeichen unserer Zeit

Zum Abschluss wird das Ganze durch ein düsteres Cover von PARADISE LOSTs „Enchantment“ akzentuiert – einem Song, der im Jahr 1995 viele in schwierigen Zeiten aufgestellt hat. Der Klargesang von Nick Holmes mag noch etwas kraftvoller sein, dennoch gelingt es auch WINTERFYLLETH ein hohes Maß an Emotionen in ihre Interpretation zu legen. Gewissermaßen liefern die Briten mit ihrem neuen Album ein Zeichen unserer Zeit, das die fragile Schönheit dieser Welt längst nicht mehr nur bedroht, aber noch nicht verloren sieht.

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19.03.2026

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03.06. - 06.06.26Mystic Festival 2026 (Festival)A.A. Williams, Acid King, Allt, Anthrax, Arð, Avralize, Behemoth, Belphegor, Benediction, Black Label Society, Black Tusk, Blackgold, Blood Incantation, Blood Vulture, Bloodywood, Bölzer, Carach Angren, Carpenter Brut, Caskets, Cavalera, Cisnienie, Coroner, Corrosion Of Conformity, Czerń, Damnation, Death To All, Decapitated, Der Weg Einer Freiheit, Disharmonic Orchestra, Djerv, Dola, Down, Eihwar, Electric Wizard, Embryonic Autopsy, Escuela Grind, Evergrey, Eyehategod, Forbidden, Frontside, Frog Leap, Fulci, Gaahls Wyrd, Gatecreeper, Grave, Harakiri For The Sky, H.exe, Hostia, Hulder, Ice Nine Kills, Kanonenfieber, Kent Osborne, Knife Bride, Kublai Khan, Letlive, Marduk, Martyrdöd, Master Boot Record, Mastodon, Megadeth, Monkey3, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Neptunian Maximalism, Noctem, Overkill, Pain, Priest, Primordial, Psychonaut (BE), Quantum Trio, Return To Dust, Rotting Christ, Saxon, Scour, Septicflesh, Severe Torture, Seth, Shining (NO), Six Feet Under, Soilent Green, Static-X, The Gathering, Thrown, Tides From Nebula, Today Is The Day, Truckfighters, Unleashed, Vianova, Winterfylleth, Yoth Iria und ZetraGdańsk Shipyard, Danzig

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