Iced Earth
Neues Album und Cover

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Auch wenn „Dystopia“, das 10. Studio-Album von ICED EARTH, kein Konzeptalbum ist, verrät Bandkopf Jon Schaffer, dass es zentrale Themen bei mehreren Songs gibt – und sogar einen Auftritt des Band-Maskottchens „Set Abominae“. „Ich war schon immer fasziniert von der dunkleren Seite des Lebens,“ sagt Schaffer während einer Pause vom Master-Tracking für das kommende Album. „Filme wie Metropolis, Brazil und The Matrix sagen mir sehr zu. Das Gleiche gilt für Alben wie 2112, The Wall und natürlich Operation:Mindcrime. Ihr Abbild einer seelenlosen, repressiven Gesellschaft blieb über all die Jahre an mir hängen. Das muss der Sci-Fi Fan in mir sein.“

 

Iced Earth

 

Ähnlich wie auch schon bei „Horror Show“ (ICED EARTH’s Tribut an klassische Charaktere aus Literatur und Film) ließ sich Schaffer dieses Mal insbesondere durch Filme wie Dark City, V For Vendetta und Soylent Green inspirieren und verarbeitete einige dieser Themen auf „Dystopia“. Langzeit-Fans dürfen sich besonders auf zwei Songs auf „Dystopia“ freuen (den Titeltrack und „Tragedy and Triumph“), in welchen die Handlung von „Something Wicked“ und „Set Abominae“, der bei seinem letzten Auftritt auf „The Crucible of Man“ [2008] die Weltherrschaft übernahm, zurückkehren. „Der Opener ist ein Schritt zurück auf der Timeline von ‚Come What May’,“ sagt Schaffer. „Come What May’ [der letzte Track auf „Crucible“] sagte, dass es in unserer Hand liegt, die Zukunft der menschlichen Rasse zu bestimmen. Diese beiden Songs auf „Dystopia“ thematisieren einen Zeitpunkt in der Story, an dem die Menschen in hoch kontrollierten, gefängnisähnlichen Stadtstaaten leben und sich davon im Stück „Tragedy and Triumph“ endlich befreien.

Set Abominae passt laut Schaffer perfekt zusammen mit dem durchgängigen Thema von „Dystopia“: „Ich erinnere mich daran, dass mich 1997 die ganze Something Wicked-Story mich traf wie ein Blitz,“ sagt Schaffer. „Viele Jahre später – wir waren auf Tour für Crucible und gaben ein Interview in Osteuropa – da sagte einer meiner Freunde, ,Weißt du Jon, das ganze Something Wicked-Ding könnte wahr sein.’ Ich dachte einen Moment darüber nach und sagte, „Naja, ich weiß nicht recht“. Aber es gibt da schon so einige unheimliche Parallelen im gegenwärtigen Leben.Und als ich über all die tollen Filme, Alben und Bücher mit dystopischen Themen nachdachte, erinnerte ich mich an diese Konversation und mir kam in den Sinn, dass diese ganze Something Wicked-Geschichte in einigen Tracks hier sehr schön weitergehen könnte“. Schaffer gibt zu, dass die Aufnahmen zu „Dystopia“ ziemlich herausfordernd waren, da die Band in diesem Sommer auf etlichen Festivals spielte (zum Abschluss auf dem Wacken 2011) und daher Reise- und Aufnahmepläne gut abstimmen musste. Dennoch ist das Arbeiten mit dem neuen Sänger Stu Block „ein großes Vergnügen“, so Schaffer. „Die Stimmung könnte nicht besser sein“, sagt Schaffer. „Stu ist so glücklich damit, jetzt bei uns zu sein. Er bringt eine jugendliche Ausgelassenheit mit in die Band, was sehr viel Spaß macht. Und er ist ein toller Kerl. Er ist bodenständig und bereit dazu, alles was Jim [Morris, Co-Producer, Engineer] oder ich ihm vorschlagen, einfach auszuprobieren. Er tritt auf eine sehr natürliche Art in die Fußstapfen von seinen Vorgängern.“

Schaffer weiter: „Wir haben gemeinsam Facetten seiner Stimme entdeckt, die er selbst nicht einmal kannte. Ich denke, dass sich Stu hervorragend weiter entwickeln wird – und auch das Potenzial hat, als einer der richtig Großen in die Geschichte des Metals eingehen zu können. Wenn er auf dieser Schiene bleibt, sich seine großartige Einstellung, seinen Willen und seine Leidenschaft erhält, dann ist er für wirklich große Dinge bestimmt. Ich glaube fest daran.“

 

Galerie mit 16 Bildern: Iced Earth - Rock am Härtsfeldsee 2018
28.07.2011

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