Amenra - Alive

Review

Galerie mit 20 Bildern: Amenra - Co-Headline 2018 Tour mit Boris

AMENRA rücken mit „Alive“ heran, bei dem es sich um ein Akustik-Live-Album handelt. Die Belgier haben bereits 2009 eine solche EP aufgenommen („Afterlife“), entsprechend dürften einige der Adaptionen bereits bekannt sein, während andere neu hinzugekommen sind. Obendrauf gibt es zwei Cover-Versionen, von denen das TOOL-Cover „Parabol“ wohl am prominentesten sein dürfte.

AMENRA machen es all jenen, die mit dem Œvre der Band nicht vertraut sind, richtig schwer, „Alive“ zu mögen. Denn es dauert nicht lange, ehe der Hörer von Langeweile hinweggespült wird, weil hier über die meiste Zeit monotones Geklimper auf der Akustischen geboten wird, das durch den ebenfalls nicht sonderlich aufgeregten Gesang sekundiert wird. Hier und da fiedelt mal eine Violine dazwischen, das war es aber auch schon. Zu schnell erwischt man sich dabei, wie man abdriftet und der Musik kaum noch Aufmerksamkeit entgegen bringt. Und nein, das liegt nicht in der Natur von Akustikalben: Wenn sie richtig gemacht sind, wenn die Songs entsprechend umgesetzt sind, können solche Veröffentlichungen auch richtig spannend sein. Aber das ist hier nicht der Fall.

Die Songs wurden einfach nicht angemessen für das akustische Instrumentarium arrangiert. Das Ergebnis ist ein zwar kristallklar und warm klingendes Album, dem jedoch nur Die-Hard-Fans etwas abgewinnen können. Wirklich aufhorchen lassen eigentlich nur das TOOL-Cover „Parabol“, bei dem AMENRA jedoch wenig falsch machen konnten, ist es dem Original schließlich getreu nachempfunden (wohlgemerkt „Parabol“, nicht „Parabola“!), sowie „Razoreater“, dem mit Abstand besten Song auf dieser Veröffentlichung, bei dem wirklich mal eine richtig beklemmende Stimmung aufkommt und bei dem der Gesang gegen Ende mal Variation vom ständigen, drögen Gesäusel erfährt.

Der Rest ist im Grunde Fanservice, wer die Band kennt und deren Songs verehrt, dem wird es vielleicht gefallen. Wer mit AMENRA jedoch (noch) nichts anfangen kann, sollte mit den Studioalben vorlieb nehmen, denn „Alive“ ist für Einsteiger absolut ungeeignet.

16.04.2016

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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Amenra auf Tour

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