Blues Pills - Holy Moly!

Review

Soundcheck August 2020# 1 Galerie mit 13 Bildern: Blues Pills - Live im Capitol Hannover 2016

Das dritte Album einer Band wird gerne als entscheidender Punkt gesehen. Ab dieser Platte stehe fest, wie die weitere Karriere verläuft. Ob man dem jetzt Glauben schenken mag oder nicht, eins steht fest: Für BLUES PILLS ist „Holy Moly!“ nicht einfach nur ein neues Album. Es ist ihr erster Output ohne Gitarrenwunderkind Dorian Sorriaux, der 2018 ausgestiegen war.

Wo stehen BLUES PILLS?

Seine Stelle nimmt seitdem Zack Anderson ein, der zuvor noch den Bassposten bei der Band innehatte. Den Bassposten besetzt seit dem vergangenen Jahr Kristoffer Schander. Und wie wirkt sich das Ganze auf den Sound aus? Sagen wir mal so: BLUES PILLS sind immer noch BLUES PILLS. Nur noch besser.

Schon die erste Single „Proud Woman“, die „Holy Moly!“ eröffnet, liefert harten Riffrock, der sich dank zahlloser Hooklines schnell in die Gehörgänge fräst. Andersons Gitarrenstil ist hier und da ein wenig direkter als das Spiel von Sorriaux. Dadurch klingt die Band um einiges kraftvoller. Wer also durch die Besetzungswechsel befürchtet hat, BLUES PILLS könnten an Energie und Spielfreude einbüßen, kann erleichtert aufatmen. Denn das Gegenteil ist der Fall.

Noch nie traten Frontfrau Elin Larsson und ihre Mitstreiter so sehr Arsch wie auf dieser Platte. „Low Road“, „Dreaming My Life Away“, „Rhythm In The Blood“ – Die Zahl der Hits bricht einfach nicht ab. Bass und Schlagzeug legen mit treibenden Rhythmen ein sattes Fundament. Anderson spielt darüber fetzige Riffs und geschmackvolle Licks, als hätte er nie was anderes gemacht.

Entschlackter, direkter, besser – „Holy Moly“

Natürlich lassen BLUES PILLS aber auch wieder Platz für soulige Einschübe, in denen ein ums andere Mal die großen Tage Aretha Franklins durchscheinen. In der Halbballade „California“ brilliert vor allem Larsson durch ein stetiges Wechselspiel zwischen zarten Momenten und markerschütternden Schreien.

Doch selbst inmitten dieser immensen Hitdichte stechen manche Songs besonders hervor. „Kiss My Past Goodbye“ etwa ist in seiner Einfachheit so unwiderstehlich, dass es keine andere Wahl gibt, als den Refrain laut mitzusingen. In „Bye Bye Birdie“ wiederum vereint die Band ihre Soul- und ihre Hardrock-Seite spielend leicht zu einem Großen ganzen.

BLUES PILLS präsentieren sich 2020 deutlich entschlackter. Jeder einzelne Track auf „Holy Moly!“ kommt geradlinig auf den Punkt. Die leisen Momente bestechen durch noch mehr Soul-Feeling. Die lauten Momente reißen dank mächtiger Riffs unumgänglich mit. Wenn das dritte Album einer Band wirklich über ihre Zukunft entscheidet, dann steht BLUES PILLS Großes bevor.

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14.08.2020

"Irgendeiner wartet immer."

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1 Kommentar zu Blues Pills - Holy Moly!

  1. Cynot sagt:

    Richtig schönes Album, wenn man Bock auf ein bisschen 70s Feeling hat. Nach hinten raus ein zwei Längen, aber insgesamt recht kurzweilig. Bewertung geht in Ordnung. Ich würde hier vielleicht maximal einen Punkt abziehen.