Dark Funeral - Attera Orbis Terrarum Part II

Review

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Gute 15 Jahre satanische Propaganda ziehen DARK FUNERAL jetzt schon durch, und das auf dem ganzen Erdball und sogar in erzchristlichen Ländern wie Brasilien. „Attera Orbis Terrarum“, Teil 2, ist eine Doppel-DVD, die zwei Konzerte aus dem Jahr 2006 dokumentiert. Die fünf Schweden highspeeden dabei zum einen durch das argentinische Buenos Aires, zum anderen durch das brasilianische Sao Paolo. Als Bonusmaterial gibt es Fanfootages aus den amerikanischen Touren der Band zwischen 1997 und 2007 – aus Nordamerika auf DVD 1, aus Südamerika auf DVD 2. Durchaus interessantes Material, das mich zwar nicht zum Kauf animieren würde, für Fans aber sicherlich sehenswert ist.

Beide Gigs der Veröffentlichung sind jeweils etwa eine Stunde lang, mit mehreren Kameras relativ professionell gefilmt und geben einen ziemlich naturbelassenen Eindruck davon, wie DARK FUNERAL 2006 live geklungen haben. Während der Argentinien-Gig soundtechnisch ein Stück transparenter ist, die Band etwas organischer und besser gelaunt agiert und die Kameraführung verhältnismäßig intelligent das ganze Line-Up einbezieht, ist das brasilianische Pendant passenderweise im Klang ein wenig ruppiger und undurchsichtiger. Die Bildqualität ist schlechter und der fast permanente Wechsel von Totalen, Halbtotalen und Nahaufnahmen sowie der inflationäre Einsatz von Effekten und Überblendungen macht den Auftritt zwar obskur und chaotisch, geht aber spätestens nach zehn Minuten auf die Eier. 1:0 für Argentinien.

Nett anzusehen ist, wie enthusiastisch das südamerikanische Publikum auf die reinrassige Prügelorgie reagiert, der sie beiwohnen. Im direkten Vergleich mit Auftritten in Mitteleuropa und gerade in Deutschland tut sich buchstäblich die Hölle auf Erden auf: Sprechchöre, Moshpits (bei einer Black-Metal-Band!), Mitsingspielchen mit dem erstaunlich smarten Chefentertainer Emperor Magus Caligula und dergleichen zeigen eindeutig, wie heiß das Black-Metal-Publikum auf eine kräftige Ladung satanischer Blastbeatpower ist. Dabei wird – was ich sehr löblich finde und was der Band sichtlich Spaß beschert – sicherlich auch kein Unterschied gemacht zwischen Death, Black, Thrash oder Sonstwas-Metal. Hier zählt der Spaß an der Sache, und die Raserei und Intensität lässt die dunklen Augen des Publikums dabei sichtlich aufleuchten.

Von beidem, Raserei und Intensität, haben DARK FUNERAL genug. Von der Raserei haben sie meines Erachtens nach sogar zuviel. Gnadenlosigkeit ist sicher ein wichtiges Attribut ihrer Musik – aber Songs wie das eigentlich sehr bangkompatible „The Arrival Of Satan’s Empire“ oder „An Apprentice Of Satan“ mit dem Feingefühl eines Nudelholzes in der höchstmöglichen Geschwindigkeit von der Bühne zu blasen, nimmt der gesamten Musik die Magie. Mittlerweile scheint sich die Truppe dessen auch bewusst zu sein und schaltet live zugunsten einer zumindest minimalen Dynamik einen kleinen Gang runter.
Die Songauswahl ist auf beiden Konzerten (bis auf einen Extrasong in Brasilien) gleich und beinhaltet Songs aus allen Schaffensphasen der Truppe – wobei alle Hits wie „Diabolis Interium“, „Ravenna Strigoi Mortii“, „Open The Gates“, „The Secrets Of The Black Arts“, „Hail Murder“ usw. unter den 15 Stücken sind. Schlicht gesagt: Die totale Vollbedienung, die man sich wunderbar in Höchstlautstärke zu Hause auf dem 40″-Flachbildfernseher reinziehen kann. Wer Teil 1 der „Serie“ schon hat und mag, kann hier eigentlich nichts verkehrt machen.

20.10.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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