Enthroned - Xes Haereticum

Review

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Enthroned sind aus der Belgischen Metal-Szene wohl nicht mehr wegzudenken, da sie in den 11 Jahren ihres Bestehens so einige Eckpfeiler der dortigen extremen Szene bilden konnten. Auch hier gab es mehr als nur Achtungserfolge, wenngleich sie nie wirklich den internationalen Durchbruch schaffen konnten. An der Musik wird es sicherlich nicht liegen, denn gerade schneller und ziemlich heftiger satanischer Black Metal ist ja nicht erst seit gestern überall beliebt, wenn dieses Interesse nicht schon wieder abgeklungen ist. Doch Enthroned ist das egal und eins muss man ihnen lassen, dass sie sich einen Dreck um Trends kümmern, sondern einfach ihren Kram durchziehen. In wieweit das jetzt ansprechend ist, darf jeder selbst entscheiden – langweilen tun sie jedenfalls nicht. Gründe liegen auf der Hand, denn erstens ist das Material trotz der Härte recht eingängig und zweitens mischen sie auch langsamere Parts mit ein, wie z.B. das lockere „Blacker Than Black“.
Ok, schon alleine die Liedtitel hat man auch schon irgendwo mal gehört („Dance Of The Thousand Knives“, „Crimson Legions“), aber es ist ja auch schwer immer etwas Neues zu erschaffen. So lange es gefällt, ist es gut.

Enthroned machen jedenfalls nicht den Fehler, dass sie die schmackhafte Suppe immer wieder aufwärmen, bis sie eines Tages ungenießbar ist. Natürlich haben sie eine eigene Linie gefunden, um die sich ihre Musik zieht, aber sie wiederholen sich nicht andauernd selbst. So ist vielleicht auch das experimentelle „A.M.S.G“ zu erklären, welches nicht sehr viel mit Black Metal zu tun hat, sondern eher Trance-artige Strukturen aufweist. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mich auf diesem Gebiet überhaupt nicht auskenne.
Bleibe ich lieber in meinen Gefilden – dem Metal – denn da haben die Belgier wirklich ausreichend was zu bieten und hätten diesen Ausflug in andere Gebiete nicht nötig. Aber der Song lässt sich so noch ganz gut hören, da haben z.B. …And Oceans richtig dicke Schnitzer gebracht!
Mein Lieblingssong ist „Seven Plagues, Seven Wrath (Xes Revelation)“, da dieser einen ganz leichten orientalischen (!) Touch hat und zudem auch cleaner Gesang verwendet wird. Sicherlich ist das nicht typisch Black Metal, jedoch hört sich das in Kombination mit Nornagests heiserem Gekreische richtig gut an.

Insgesamt also eine gute Scheibe, die sicherlichlich nicht viel Neues bringen kann, das aber dafür gut!

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28.11.2004

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1 Kommentar zu Enthroned - Xes Haereticum

  1. dark summoning sagt:

    Also die Platte hat es wirklich in sich, auch wenn man vielleicht den einen oder anderen Durchlauf benötigt, bis man das Material uneingeschränkt genießen kann. Es befinden sich
    wirklich eingige Kracher auf der Scheibe, auf der die Belgier extrem hart, aber auch sehr melodisch zur Sache gehen. Ist jedem Black Metaller zu empfehlen, der nicht nur mit Chart-kompatiblen Dimmu- oder Cradle Platten etwas anfangen kann.

    9/10