Fear Factory - Digital Connectivity

Review

Galerie mit 7 Bildern: Fear Factory auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Das Medium DVD macht mittlerweile auch in Metalkreisen die Runde. Nach und nach scheint jede halbwegs populäre Band von den ’neuen‘ Möglichkeiten einer DVD Gebrauch machen zu müssen. Nun haben auch FEAR FACTORY ihren Teil zum DVD-Boom beigetragen: „Digital Connectivity“. Zunächst einmal blättere ich im recht schmächtigen Booklet, in der Burton C. Bell auf das textliche Konzept, welches sich auf allen FEAR FACTORY-Alben wiederfindet, eingeht. Viel Neues vernehme ich allerdings nicht; so schieb ich just die Disk ins Laufwerk. Was folgt ist, um es salopp zu formulieren, die bisherige DekadeFEAR FACTORYs in Bild und Ton. Über 80 Minuten erstreckt sich der FEAR FACTORY-Film und setzt sich zusammen aus raren Live-Aufnahmen (in teilweise recht widerspenstiger Bootleg-Qualität), sämtlichen Musikvideos der Band („Replica“, „Resurrection“, „Cars“, „Linchpin“) und den obligatorischen Blicken hinter die Kulissen, bei denen häufiger der Mittelfinger gestreckt als das Wort ergriffen wird. Dazu ein paar Interview-Fetzen und Kommentare der Musiker, wo man auch etwas Persönliches über die Band und ihre Mitglieder erfährt. Und so tingelt man sich chronologisch durch die Etappen ihrer Karriere; angefangen bei frühen Aufnahmen der „Soul Of The New Machine“-Phase bis hin zum aktuellen Album „Digimortal“ und der dazugehörigen Tour.

Nettes DVD-Gimmick: Ein Menü gibt einem die Möglichkeit die einzelnen Zeitabschnitte abzurufen bzw. sich das Video am Stück reinzuziehen. Zusätzlich gibt’s noch ein paar Fotogallerien sowie die komplette Diskografie der Band. Als Bonus verstehen sich die 8 Audiotracks. Hier handelt es sich um den B-Seiten-Song „Frequency“, 2 Tracks vom Computerspiel „Demolition Racer“ und einigen mehr oder minder seltenen Remixen. Alles in allem lässt sich folgendes feststellen: Der Film besteht zum größten Teil aus rarem Live-Footage und wirkt ausgewogen in seiner Auswahl. Es lässt sich erkennen, daß man versucht hat möglichst umfassend die Bandhistory abzudecken. Hierfür ein dickes Plus. Die Audio-Tracks sind hingegen kein wirkliches Highlight. Bis auf den recht mittelmäßigen Track „Frequency“ dürften die 5 Remixe und die wenig ideenreichen Videogame-Beiträge kaum einen Kaufanreiz für FEAR FACTORY-Fans darstellen. Insgesamt lässt sich an der Quantität jedoch nichts aussetzen. Ob aber 80 Minuten Video und ca. 30 Minuten Musik einen Preis von 50 Mark (oder 25 Euro) rechtfertigen, muß jeder selbst wissen. Für mich stellt sich die Frage, was nun das DVD-Medium hier im Hinblick auf das VHS-Format unentbehrlich macht. Jedenfalls für Extras wie Diskografie und Fotogalerien gibt’s schliesslich das Internet. ‚Value-For-Money‘ wird durchaus geboten, sofern man als FEAR FACTORY-Fan überhaupt sowas berücksichtigt.

09.03.2002

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