Gorgoroth - True Norwegian Black Metal

Review

Zusätzlich zur „Black Mass in Krakow“-Live-DVD brachten GORGOROTH dieser Tage auch noch eine Live-CD namens „True Norwegian Black Metal“ heraus. Live? Live in den Grieghallen-Studios. Die Konzertatmosphäre kann man also getrost vergessen, stattdessen gibt es eine allerhöchstens passable Produktion ohne die entsprechende Atmosphäre zu belauschen.

Über Etiketten soll die CD wohl funktionieren. In den Grieghallen-Studios in Bergen und obendrein unter der Leitung von Eirik „Pytten“ Hundvin, der schon in der Vergangenheit für GORGOROTH oder unter anderem auch BURZUMs Frühwerk verantwortlich war. Dazu ein Name wie „True Norwegian Black Metal“ und eine Titelauswahl qer durch ihre Schaffensperiode, angefangen bei „Antichrist“ mit „Bergtrollets Hevn“ und „Possessed (by Satan)“ bis hin zu „Twilight of the Idols“ mit „Forces of Satans Storms“ und fertig ist das Werk, „essentiell für den GORGOROTH-Die-Hard-Fan“. Oder auch nicht, denn unter der großkotzigen Etikette verbirgt sich allenfalls ein Köder für unverbesserliche Nostalgiker.
Die neu aufgenommenen Versionen der Stücke bieten nichts Neues und sind selbst für fanatische Anhänger der Truppe eigentlich nicht hörenswert. Die Produktion ist spärlich gesät, wie „live“ eben; teilweise haben die neueren Versionen sogar noch weniger Biss als die ursprünglichen, was in Anbetracht des Alters von Klassikern wie „Antichrist“ fast schon eine Frechheit ist. Über die GORGOROTH-typische Spielzeit von kaum mehr als einer halben Stunde (und das bei lauter alten Stücken) braucht man sich da gar nicht mehr aufzuregen, sondern kann „True Norwegian Black Metal“ getrost links liegen lassen. Schlechter ist das Material mit der Zeit natürlich nicht geworden, überflüssig ist diese CD trotzdem.

28.06.2008

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2 Kommentare zu Gorgoroth - True Norwegian Black Metal

  1. Anonymous sagt:

    Auch wenn Infernus meiner Meinung nach der Einzige ist, der den Namen GORGOROTH weiterführen darf, dieses Album ist einfach lächerlich. Songs wie "Destroyer" oder "Revelation of Doom" wurde jegliche Energie genommen. Hinzu kommt dieser thrasige Sound-nee, das war nichts.

  2. Anonymous sagt:

    Der Sound ist gut, die Songauswahl ist natürlich top, ebenso wie die musikalische Leistung. Auch der Gesang von Gaahl ist ganz gut. Aaaaaaaaber, wenn \"Live\" draufsteht soll auch Live drin sein. Und das ist eine Frechheit. Was ich auch komisch finde ist, dass Infernus anscheinend Gitarre und Bass gleichzeitig gespielt hat. Joa, kann ja jeder. Falls das stimmt, ist das noch weniger live als ein Konzert von Britney Spears.

    Abgesehen von diesen beiden Kritikpunkten ist es aber ganz gut und für Die Hard-Fans empfehlenswert. Alle anderen brauchen das Album nicht wirklich…

    Da ich die beiden Kritikpunkte dennoch in die Wertung einfließen lassen, gibt\’s fünf Punkte.

    5/10