GosT - Non Paradisi

Review

„Non Paradisi“ heißt der Nachfolger zum GOSTschen Debütalbum „Behemoth“.  Und auch bei dem aktuellen Werk gilt, dass GOST eher der Old School Death Metaller des Dark Synth ist, denn ein filigraner Architekt elektronischer Ambientlandschaften: Schnell, aggressiv und kompromisslos klingt „Non Paradisi“. Doch auch andere Töne mischen sich vermehrt in die Arbeit des Masterminds Baalberith: Man bedient sich nunmehr bei drei Titeln einer Unterstützung durch Gesang, wobei gerade diese Duette auf PERTURBATORs aktuellem Werk „The Uncanny Valley“ harmonischer und ausgewogener klingen. Hinzu kommen ein paar epischere Klänge und Einspieler, die den konzeptionellen Ansatz des Albums mit orchestraler Wucht unterstreichen sollen.

Düsterer Slasherwave im Zeichen von „Paradise Lost“

Erneut nimmt GOST den Hörer mit in seine apokalyptische Traumwelt, die sich diesmal jedoch nicht an cyberpunkigen Science-Fiction anlehnt, sondern grob an John Miltons „Paradise Lost“ orientiert. Dieses Thema verarbeitet „Non Paradisi“ auch in einem überragenden Artwork, das das gesamte Album zusätzlich aufwertet. An der physischen Präsentation gibt es – typisch Blood Music – absolut nichts auszusetzen, egal für welches Tonträgerformat man sich letztlich in welcher Version entscheidet: Von der einfachen CD zur aufwändigen Vinylbox wird alles geboten. Dass „Non Pardisi“ ob seiner direkten und heftigen Beats auch schnell mal anstrengend werden kann ist dabei eher der grundlegenden Ausrichtung dieses Projekts geschuldet, denn ein handwerklicher Fehler: GOSTs Slasherwave ist, ähnlich einem Durchlauf DESTRÖYER 666, einfach nicht für jede Lebenslage gleich gut geeignet und von geheimnisvollem, aber flockigem Feel-Good Synth im Stile von SURVIVE musikalisch in etwa so weit entfernt wie SLAYER von AGALLOCH.

Nur noch ein kleiner Schritt zu einem Meisterwerk

Obwohl „Non Paradisi“ wirklich gelungen ist und die zehn Titel jede versteckte Untergrund-Vampir-Party locker zum Überkochen bringen würden, fehlt doch noch das letzte Momentum, der Geniestreich, der aus einem guten Album ein großes Album macht. Somit positionieren sich GOST knapp hinter der ersten Riege des Genres mit PERTURBATOR, CARPENTER BRUT und SURVIVE, welche allesamt noch einen Zacken mehr Gespür für starke und nachhaltige Songstrukturen haben.

„Non Paradisi“ ist dennoch kurzweilig und überaus unterhaltsam – und eine sinnvolle Ergänzung für jede Sammlung, die sich mit dem stark wachsenden und derzeit überaus erfolgreichen Dark Synth-Markt beschäftigt.

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13.11.2016

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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