Immortal - Northern Chaos Gods

Review

Galerie mit 24 Bildern: Immortal - With Full Force 2012

Es ist passiert: IMMORTAL sind zurück. Das Drama um Abbath hat die Produktion eines neunten Albums lange genug herausgezögert, doch nun kehrt die norwegische Legende, die nur noch aus Horgh und Demonaz besteht, mit „Northern Chaos Gods“ zurück. Neun Jahre sind seit dem Vorgänger „All Shall Fall“ vergangen. Und sicher sind die turbulenten, letzten Jahre nicht spurlos an der Produktion der neuen Songs vorbeigezogen.

IMMORTAL stürmen mit „Northern Chaos Gods“ aggressiv nach vorne …

Doch der eröffnende Titeltrack wirkt da schon wie ein erfrischender Schlag ins Gesicht. Eine rasende Kälte bläst dem Hörer von der ersten Sekunde erbarmungslos ins Gesicht. IMMORTAL geben sich wild und ungestüm, zeigen keine Gnade und halten das Momentum durch die gesamte Spielzeit des Openers hindurch. Das hat geradezu therapeutische Wirkung, sicher nicht nur für den Hörer. Auf der anderen Seite zieht der Rausschmeißer „Mighty Ravendark“ in Sachen Epik und Größe alle Register, nicht nur aufgrund seiner Länge, sondern auch dank erhabener Melodien.

… stolpern hier und da aber über die eigenen Füße

Dieses Niveau müsste die Band eigentlich nur halten, hier und da variieren und diese beiden, großen Stärken, Aggression und Epik, gekonnt ineinander übergehen lassen. Und das tun sie über einen Großteil der Spielzeit auch, doch verhaspelt sich das norwegische Urgestein immer wieder in unnötiger Repetition und teils zu offensichtlichen Selbstzitaten. Ersteres macht sich in der stupiden Wiederholung von einzelnen, ohnehin nicht sonderlich texturierten Riffs bemerkbar wie etwa in „Into Battle Ride“, letzteres springt einem vor allem mit „Gates To Blashyrk“ ins Gesicht, das musikalisch zu stark an „Blashyrk (Mighty Ravendark)“ angelehnt klingt.

Der Sound erweckt zuweilen einen etwas übersteuerten Eindruck und lässt die Drums teilweise wie Pappe klingen. Andererseits verträgt sich das erstaunlich gut mit den rasenden Passagen auf dem Album, die einem dadurch ordentlich um die Ohren pfeffern. Das Comeback ist also definitiv gelungen. „Northern Chaos Gods“ demonstriert, dass IMMORTAL auch ohne ihr einstiges Maskottchen mächtig Dampf machen. Die Kinderkrankheiten der Platte muss man aber verzeihend in Kauf nehmen können, was bei dem Hype um die Platte jedoch nun wirklich kein Problem sein dürfte …

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06.07.2018

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101 Kommentare zu Immortal - Northern Chaos Gods

  1. doktor von pain sagt:

    Oh-oh, ein Album, das unter Black Metal läuft und bei Nuclear Blast erschienen ist: Ob da ein gewisser jemand, der sich gerne nach Monatsnamen benennt, aus dem dunklen Wald gekrochen kommt und verbal Amok läuft? Man nennt ihn ja auch den „Don Quijote von Donzdorf“…

    1. nili68 sagt:

      Der ist (leider) weg. :'(

      Ich wollte auch schon was zu der CD schreiben, aber… tja, Immortal klingen wieder etwas so wie ganz früher ohne Abbath und etwas klinischer von der Produktion her. Damit ist eigentlich alles gesagt, oder? Die sind ja nichtmal politisch kontrovers oder so. 😀

  2. ClutchNixon sagt:

    Ich bin überrascht wie gut Immortal ohne A. funktionieren. Das Album ist von einer rohen Wildheit, die, nicht zuletzt auch durch Demonanz‘ wirklich tolle Performance am Mikro, echte Gänsehautmomente generiert und die Band auch für BM Puristen wieder interessanter machen sollte. Zumal Abbath mittlerweile zum Onkel Tom des Black Metal avanciert ist.

    8/10
  3. ameisengehirn sagt:

    Kinderkrankheiten? Wiederholungen? Ernsthaft? Man kann nur 10/10 geben. Wenn man Immortal hören will, will man Immortal hören. Experimente? Neuerungen? Fortschritt? – Fehlanzeige! Gut so!

    1. ClutchNixon sagt:

      Für mich ist Repetition eines der wichtigsten BM Stilmittel

      1. ameisengehirn sagt:

        Sag ich doch 😉

      2. ClutchNixon sagt:

        Ob man deshalb nur zehn von zehn geben kann sei mal dahingestellt

      3. nili68 sagt:

        Die muss aber auch gekonnt sein. Repetition an sich ist noch kein Qualitätsmerkmal für echten BM.

      4. ameisengehirn sagt:

        Ich finde nur 10 von 10 auch zu wenig. Deshalb auch keine Werbung von mir. Soll ja objektiv bleiben… wie gesagt, Immortal kann man so nicht wirklich bewerten – es ist nicht gut oder schlecht. Ich denke es ist wie immer.

    2. ClutchNixon sagt:

      Echter Black Metal — was ist das? 😉

      1. nili68 sagt:

        Das Gegenteil von Dimmu Borgir. 🙂

      2. doktor von pain sagt:

        Marder.

  4. Sane sagt:

    Definitiv nicht immortal, die sind mießlaunige Pandabären und ungefähr das natürliche Gegenstück des metallischen Marders.
    Bow down to the allmighty Marder!

  5. Lord Seriousface sagt:

    Und wieder einmal ärger ich mir einen Wolf, aus purer Faulheit beim Versandhaus bestellt zu haben…so darf ich jetzt mindestens bis morgen warten, bis ich das Ding hören und meinen Senf dazugeben kann 🙁 Besser mal auf Schusters Rappen zum nächsten Plattenladen…aber zum Thema: nach den ersten beiden Songs, die auf Anhieb zünden und alle Stärken von Immortal super abbilden, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Rest dermaßen abstinkt, dass ich dafür 6 Punkte geben würde. Wir warten gespannt 😀

  6. Nether sagt:

    Frage:
    Kann Immortal ohne Abbath?
    Gegenfrage:
    Warum sollten sie nicht können?
    Demonaz war schon zu ihren Hochzeiten Songwriter und Gitarrist. Bleibt also das Fehlen von Abbaths zugegebenermaßen signifikanten Stimme. In meinen Ohren ersetzt Demonaz den knurrenden Kasper mehr als adäquat, zumal sein Keifen abwechslungsreicher klingt als die bronchiale Krabbe.
    Was kann die Musik?
    Ja, Immortal zitieren sich selber. Einige Stücke erwecken Erinnerungen an die Phase ca. zwischen „Battles In The North“, „At the Heart of Winter“ und „Sons of Northern Darkness“. Das tun sie aber im Immortalschen Kontext. Hat jemand tatsächlich eine Weiterentwicklung in progressive Kopfmusik erwartet oder eine stilistische Neuerfindung?
    Unterm Strich ergibt das eine Platte, die zwischen Epen à la „Blashyrkh“ und Raserei im Stile von „One By One“ ein gutes Gleichgewicht findet.
    Horgh klöppelt, wie immer über jeden Zweifel erhaben, jedes Soundloch zu und das Endergebnis klingt erstaunlich frisch und motiviert. Zumindest ich hätte das so nicht erwartet und “ Northern Chaos Gods“ steckt damit (mind.) „All Shall Fall“ und (auf jeden Fall) Abbaths Soloplatte locker in die Tasche.
    1 Punkt Abzug für den Sound und 1 Punkt, da Immortal in ihrer Discography größere Taten verzeichnen können.

    8/10
    1. unfurl999 sagt:

      Also im Vergleich zu den größere Taten Immortals, namentlich „Diabolical Fullmoon Mysticism“ und „Pure Holocaust“ ist das Teil schon deutlich Wacken Material. Wenn sie schon „alten“ Black Metal spielen wollen, dann bitte vernünftig, oder einfach neueren Bands überlassen. Da fehlt jegliche Seele und Charakter.

      3/10
      1. nili68 sagt:

        Ich will ja nicht wieder das tote Pferd schlagen oder Mai/Juni ersetzen, aber ich komme trotzdem nicht umhin: Kennst du eine respektable Black Metal-Band auf Nuclear Blast? Dass das Label in diesem Kontext so oft gedisst wird, kommt ja nicht von ungefähr, was Wochenend-Black Metaller natürlich nicht verstehen können. Ist weder schlimm noch dramatisch, aber trotzdem ’ne Tatsache.

      2. doktor von pain sagt:

        Ich habe sowieso den leisen – wirklich nur leisen – Verdacht, dass April/Mai ein Zweitaccount von dir war, Nili. Zumal du ja auch so gut Bescheid weißt, dass er nicht zurückkommt… 😀

      3. nili68 sagt:

        Ich bin nicht Mai/Juni. Keine Ahnung, wie ich dir das beweisen soll. Der hatte IMO ja auch meistens nicht unrecht, nur die Art, wie er es formulierte.

    2. Nether sagt:

      @unfurl999
      Danach ist aber alles seit 20 Jahren von Immortal Wacken-Material und somit wohl eher nicht deine Band.
      @nili68
      Wenn ich dir jetzt sagen würde, dass selbst hauptberufliche Black Metaller von der neuen Immortal angetan sind, sprengt das dann deine kleine Troll-Welt?

      1. nili68 sagt:

        Wenn du jetzt noch sagen würdes welche hauptberuflichen Black Metaller… behaupten kann man ja viel. 😉 Möglicherweise sind das auch Kumpels von Immortal, das sagt doch garnichts und Black Metaller reden eh meistens Blödsinn, nur manche sind halt musically gifted. 🙂

      2. Nether sagt:

        Namedropping tut doch hier garnichts zur Sache. Du kommentierst hier ja auch unter Nickname.
        Meine Frage bezog sich aber auch mehr auf deine „Wochenend-Black Metaller“-Aussage und ob deine Filterblase allgemein dann einen Kratzer bekommen würde?
        Ich hab deine Kommentare jetzt einige Wochen verfolgt und wage einfach mal zu bezweifeln, dass grade du die richtige Person bist, die entscheidet ob eine Band „gifted“ ist oder nicht.

  7. Carrier of Wounds sagt:

    Für jeden Fan, der den Werdegang Immortals verfolgt hat, sollte dieses Album eine Frechheit darstellen. Während Immortal auf den letzten Alben seit „At the Heart of Winter“ noch versuchten, neue Akzente zu setzen, stellt dieses Album – auch wenn Demonaz irgendwie bemüht ist, den alten Spirit einzufangen – eine schlechte Kopie der gesamten Immortal-Diskographie dar. Sämtliche Riffs hat man bereits auf den Vorgängerscheiben „liebevoller“ arrangiert gehört. Von den Lyrics und Songtiteln ganz zu schweigen. Man hört der Scheibe einfach völlig an, die man es hier nicht dem Zufall überlassen wollte. Wiedererkennungsmerkmale hin oder her, aber das ist eine ziemlich karge Handschrift. Jede junge und talentierte Band, die sich Tag für Tag im Proberaum um Eigenständigkeit bemüht und verzweifelt nach einem Plattenvertrag sucht (mal hingestellt ob sie qualitativ eher überzeugen können), sollte sich hierbei schwer auf die Füße getreten fühlen. Ich lege jetzt „Battles in the North“ auf und vergesse das aktuelle Album dabei auszublenden. Eternal Nebular Blashyrk Ravendark. Löst euch einfach auf!

    3/10
  8. Dor Leo sagt:

    Zu den oberen Kommentaren: Wiederholung, Repetition oder schlicht Stagnation als Stilmittel?
    Ich denke nicht, dass Weiterentwicklung schädlich ist, auch nicht im BM. Auch das verbissen Nostalgische Festhalten am frühen schepper Sound, als wäre ein „Marder in der Waschtrommel“ : ), kann ich nicht nachvollziehen. Vor 20 – 30 Jahren gab es einfach keine bezahlbare Technik für Proberaum oder Kellerstudio Aufnahmen. Was hier immer als, so muss echter BM klingen, verehrt wird, entstand einfach nur weil man es nicht besser konnte. Hab mir seiner Zeit Mayhems Deathchrush oder Darkthrone Under a funeral moon als Tape geholt, heute unhörbar, keinesfalls weil es so gewollt war, auf der Bühne war der Bass plötzlich da, die Vocals kreischten nicht das darunter liegende Geschepper nieder die Drums bestanden auch nicht aus Kochgeschirr. Jeder Musiker ist sicher bestrebt sein Repertoire zu erweitern und seine Musik zu verbessern, manche halten den Umfang absichtlich gering und manche können halt nicht mehr. Aber als Stilmittel verwendet ? mmh?
    Mich langweilen Sachen ziemlich schnell wenn ich zum vorhergehenden Song oder zu vorigen Album kaum bis keine Unterschiede hören kann. Zu AC/DC gehen die Leute nur mehr wegen der alten Songs, neues wird wegen der Sammlung gekauft und kaum gehört.

    Im Fall von Immortal ist das bisher nicht der Fall, frisch und motiviert, wie Nether sagt, sind da wohl die richtige Beschreibung. Hab’s bisher zuwenig gehört um mir ein abschließendes Urteil zu bilden.
    Reminiszenzen an alte Sachen find ich, im moderaten Mass, dennoch sogar recht witzig.

    @ doc v. pain, irgendwie vermiss ich unseren NB Kalenderboy auch.

    1. ClutchNixon sagt:

      Repetition mit Sinn, wider eines nicht mehr als 15 Sek durchspielten TechDeath Riffs. Wiederkehr als ein Atmosphäre unterstützendes Grundgerüst. Das für mich zweifelhafte Argument bezüglich nicht zur Verfügung stehender Produktionsmittel verblasst hinsichtlich der Geschmacksfrage. DIY, sowie der Versuch der Reproduktion körperlich fühlbarer Kälte ist hier sicherlich nicht nur den Gegebenheiten geschuldet.

      1. Dor Leo sagt:

        Ehrlich gesagt, hab ich deinen ersten Satz schon nicht verstanden. Weiter kann ich diesen Gedankenansatz nicht nachvollziehen.
        Soll das heißen, dass wenn ich nicht in der Lage bin musikalisch Atmosphäre zu erzeugen, dann mich wiederholen soll oder wenigstens Scheiße klingen muss? Vielleicht auch beides?
        Aus meiner Sicht hecheln einige einem seltsamen Ideal hinterher, heute müssen Spartenbands nicht mehr Kacke klingen.

      2. nili68 sagt:

        @Dor Leo

        „Kacke“… da steckt mir zu viel Wertung drinnen. Wir müssen nicht über die lazy oder unfähigen Bands reden. Sturgeons Law greift auch beim Trve-Black Metal.

        Eine angedeutete Bleistiftzeichnung kann mehr rüberbringen, als ein „perfektes“ Ölgemälde, da es neben dem Ausdruck noch die Imagination stimuliert und somit bei minimalerem Aufwand mehr Tiefe besitzt, bzw. eine subtile Ebene besitzt. Das eine ist Kunst, das andere Handwerk, dem die meisten Menschen deutlich eher zugetan sind.
        Qualität im Black Metal oder Kunst generell hat nichts damit zu tun, wie viel technischer Aufwand betrieben wurde.

        Es gibt gute und schlechte Bands auf beiden Seiten, aber um die jeweiligen Schrottbands geht’s nicht.

        Wenn Leute Sagen „Black Metal ist jetzt auch Mainstrem“, dann sage ich „Das ist ein Black Metal-Abziehbild.“
        Echter Black Metal ist immer noch nicht Mainstream.

        https://www.youtube.com/watch?v=t-j7hpEDmDk

        Wer da nicht den Unterschied zur neuen Immortal hört, weiß natürlich nicht, wovon ich rede.

        Kein Darkthrone Klon, fortschrittlich, trotzdem echter Black Metal.

        https://www.youtube.com/watch?v=vgxWPfhT9sg

      3. ClutchNixon sagt:

        @dor: 40000 clicks und kein Drummer – Ausverkauf! Nein. Quatsch. Beides großartig. Darkspace kannte ich nicht.

    2. ClutchNixon sagt:

      @dor: das sind nur Beispiele für gottlob unterschiedliche Auffassungen von BM. Du musst das nicht alles zwangsläufig zueinander in Beziehung setzen.

  9. Flint sagt:

    Ich finde es immer schön, wenn meine persönliche Erwartungshaltung erfüllt wird. So geschehen mit ‚Northern Chaos Gods‘.
    Die Frage, ob Immortal ohne Abbath funktioniert muss man sich nun nicht mehr stellen. Demonaz´ Vocals und Lyrics sind über jeden Zweifel erhaben, ebenso der Sound und Tätgren´s Produktion. Das Album schnellt vom ersten Track an infernalisch los und fährt genau die Schiene, die ich mir von Black Metal im Stile Immortals gewünscht und auch erwartet habe.
    Somit kann ich nach mehrmaligem Durchhören des Albums nichts zu meckern finden, weshalb ich diesem Sahnestück einfach mal die Höchstwertung spendiere!

    10/10
  10. TheBookOfSouls sagt:

    Merkwürdig, als ich die Review zu Ende gelesen hatte, dachte ich da acht oder mehr Punkte zu sehen. Das liest sich alles sehr gut, bis auf ein paar kleine Stichpunkte und dann 6 von 10? Nunja… Zum Album selbst: roh, dreckig, kalt und stets nach vorne: so stelle ich mir Immortal vor. Innovation ist hier fehl am Platze, aber das sollte man an dieser Stelle wohl nicht erwarten. Nach den ersten Höreindrücken bin ich mir sicher, dass das Album noch weiter wachsen wird. Gute Arbeit!

    7/10
  11. BlindeGardine sagt:

    Kracht, rödelt, macht laune. Wer bei immortal diskussionen um die authentizität der band losbrechen will hat eh den spaß an der musik verloren. Immortal sind im grunde die manowar des black metal und genau so machen sie spaß.

    8/10
    1. nili68 sagt:

      Über Black Metal macht man keinen Spaß!

      1. ClutchNixon sagt:

        Nicht?

      2. nili68 sagt:

        Nagut… über Immortal nach „At the Heart of Winter“ schon.

      3. ClutchNixon sagt:

        Na siehste

  12. daniel sagt:

    steht immortal drauf…is immortal drin..ich hab nix zu meckern !! ein sängerwechsel ist sehr oft extrem problematisch. hier nicht !

    8/10
    1. nili68 sagt:

      Weil’s eh egal ist.

  13. Lord Seriousface sagt:

    Ist es ein zweites Demonaz-Album mit schwarzem Anstrich? Die Demonaz’sche Vision vom Immortal? Eine alternative Immortal-Timeline, in der sich der gute Abbath Nergal’s kultigen Westernsombrero gemopst hat und sich mit Doc Brown’s Delorean zum Banjospielen in den wilden Westen verkümelt hat? Alles Fragen, auf die niemand eine Antwort weiß…

    Fest steht für mich aber: es ist einfach ein super Album geworden. Der schwarze Hartwurstanteil ist nicht so hoch ausgefallen, wie man nach dem Titelsong hätte vermuten können, dafür wiegen die erhabenen und epischen Momente zu schwer. Zudem ist dem Schwarztee auch wieder eine ordentliche Portion Heavy Metal beigemischt – böse Zungen behaupten sogar, man könne Iron Maiden’s „Where Eagles Dare“ teilweise riffzitiert hören.

    Das neue Material versprüht den typischen Immortal-Geist und knüpft mit dem prägnanten Demonaz-Riffing sowohl an alte Zeiten an als auch an sein Soloalbum „March of the Norse“ an. Der neue alte Bandleader Demonaz macht zudem auch einen tollen Job am Mikro, die Gesangsart ist für mich 100% Immortal, wenn auch ein wenig höher in der Stimmlage und mehr gefaucht als geknurrt.

    Gutes Songwriting, keine wirklich schwachen Songs, das Comeback ist geglückt 🙂

    Long live Mighty Ravendark!

    9/10
    1. daniel sagt:

      cool geschrieben !! unterschreib ich !!

  14. redrider sagt:

    finde die bewertung auch zu schwach…vor allem im vergleich zu den anderen immortal alben. ich hab nichts „neues“ von immortal erwartet…wie übrigens auch von marduk…aber das album fällt im vergleich mit den anderen nicht ab… zudem ist es immortal „pur“… eine 8/10 gibts von mir

  15. Dark Summoning sagt:

    Elendes Geschwätz hier…

    Welche Erwartungen hat man bitte an eine 30 Jahre alte Band mit unterschiedlichsten Schaffensphasen. Innovation? Neuerfindung? Wohl kaum. Immortal hatte ein einziges, stilprägendes, perfektes Black Metal Album – „Pure Holocaust“. Schon die „Battles…“ konnte dieses Niveau nicht ansatzweise halten und spätestens nach „Blizzard Beasts“ war es Zeit für eine Neuausrichtung. Herausgekommen sind immerhin noch ein starkes „At the Heart of Winter“ und ein sehr starkes „Sons of Northern Darkness“ dieser Black-Heavy-Ära. Dieses Werk schlägt eine perfekte Brücke beider Schaffensphasen, sowohl kompositorisch, als auch im Klanggewand. Die typischen Trademarks der Abbath-Klampfenära wurden dezent und wohl positioniert eingesetzt, der hymnische Stil „Blashyrkh“ und „Mountains of Might“ nachempfunden, mit dem Resultat eines wunderbaren Best Ofs, andere Erwartungen sind wohl getrost als naiv zu bezeichnen. Agressiv und hymnisch zugleich, keine Hochgeschwindigkeitsorgien der Frühära, aber auch kein überzogener Heavy-Bathory-Klon der Abbath Soloprojekte.

    Der Sound ist ein guter Kompromiss aus beiden Äras, sicher kein 93er Grieghallen – Output, aber auch kein klinischer „Damned in Black“-Versatz. Druckvoll, aber durchaus dezent indifferent, organisch, mit leichtem Hall, was der Stimmung sichtlich zuträglich ist. „Northern Chaos Gods“ stellt für mich das perfekte Nachfolgealbum zu „Pure Holocaust“ dar, welches in dieser Form nie erschienen ist. Beide Alben ergänzen sich zur vollständigen Essenz, welche Immortals Lebenswerk darstellt, die eisig-dunkle Atmosphäre auf der einen, der hymnisch-schwere Charakter auf der anderen Seite. Zwei völlig verschiedene Alben mit unterschiedlichen Ausrichtungen und dem dafür jeweils perfekten Sound.

    Deshalb trotz des vergleichsweise schwachen Openers die vollen 10! Lediglich schwer vorstellbar, was danach noch kommen soll, aber ich lasse mich durchaus nochmal überraschen.

    10/10
    1. ClutchNixon sagt:

      ÄREN. Elendige Grammatik hier…

  16. doktor von pain sagt:

    So, mittlerweile habe ich das komplette Album gehört und bin positiv überrascht. Ich dachte, dass das ohne Abbath doch nix werden kann, aber da hatte ich mich getäuscht. Das Ding ist keineSensation, aber allemal ziemlich gut.

    8/10
  17. doomed-forever sagt:

    Ziemlich viel Gebolze, wobei die Besten Kicker für mich Gates to Blashyrkh, Where Mountains Rise & Mighty Ravendark sind. Jepp, es funzt ohne Abbath, wer hätte dies gedacht. =) Es läuft also bei Demonaz & Horgh.
    Dabei muss ich sagen, ich fand das Demonaz Solo Album vor einigen Jahren auch schon ziemlich geil.

    Okay, an „Into the Heart of Winter“ oder „Sons of Northerrn Darkness“, kommt es nicht heran, aber das ist auch ganz großes Kino. Für eine 8 fehlt mir noch irgendwie etwas….ansonsten ein nach einer gefühlten Ewigkeit eine gute Immortal Scheibe!

    Die meisten Kiddies, wo sich das Album geben, waren in den 90ern noch nicht geplant… =)
    Dimmu sind kein BM, sondern symphonic dark Metal. Trotzdem hört man von einer Menge Uschis, sie wollen Typen die aussehen wie Shagrath….oh my….lol.

    7/10
    1. doktor von pain sagt:

      Das Album heißt „AT the Heart of Winter“, und „…Kiddies, WO sich das Album geben“, ist grammatikalisch mindestens äußerst fragwürdig. Tut mir leid, bei so was geht’s mit mir durch. Berufskrankheit. 🙂

      1. ClutchNixon sagt:

        Mindestens hättest du gar nicht hinzufügen müssen.

  18. Watutinki sagt:

    Ja, was soll ich dazu schreiben. Diese Pandas gehörten schon immer zu den peinlichsten BM Posern die man weit und breit finden konnte. Lächerliche Stereotypen bis ins extremste ausgereizt. Und weil für den Mob unleserliche Logos nicht ins Bild passen, hat man sich dem Arial Font angebiedert. Kurzum, eine Band bei der es mir nicht schwer fällt, diese einfach nur lächerlich zu finden und Ihren Dünnschiss verachten.
    Dann kommt jetzt also ein neues Album heraus und ganz offensichtlich ist, dass die Band sich dem anbiedern möchte, was Sie schon lange nicht mehr spielt, nämlich ernstzunehmden BM, beeinflußt von den 90ern. Viel mehr wirkt es so, als hätte eine Opa-Band, die man schon lange nicht mehr ernst nehmen kann, alles mögliche getan, damit Sie endlich Mal wieder das harte Beil schwingen können. Aber gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Das ganze Songmaterial auf dem Album wirkt derart langweilig, belanglos und angepasst, wenn Dimmu Borgir Fans meinen Sie müssten Mal harte Musik konsumieren, dann ist das wohl genau dafür gemacht. Das selbst die das nur gut finden, weil Sie es gut finden wollen, ist dabei auch offensichtlich.
    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, ich habe selten etwas belangloseres geört, das ist einfach nur vollständig belanglos.

    5/10
    1. doktor von pain sagt:

      Nanu, war der Nickname Juli nicht mehr verfügbar?

      1. daniel sagt:

        😂😂😂👍👍👍

      2. nili68 sagt:

        Recht hat er aber und nein, ich bin kein Zweitnick. Man kann schon dieser Ansicht sein.

      3. BlindeGardine sagt:

        Man kann schon dieser Ansicht sein, recht hat er deswegen aber noch lange nicht. Hier schlägt wieder das wahre BM-Hipstertum zu. Wenn einem Bands wie Immortal oder wegen mir Dimmu Borgir nicht true genug sind, kann man sie doch einfach komplett ignorieren. Dieses „die Band ist Kommerz und alle die das hören haben doofe Ohren“ Rumgejammer ist einfach nur kindisch.

      4. doktor von pain sagt:

        Recht hat der mit 100-prozentiger Sicherheit nicht, der vertritt nur eine verschrobene Meinung, die du zufällig teilst, Nili…

      5. nili68 sagt:

        Naja, das ist keine Black Metal-Page hier, deshalb mag meine Ansicht schon verschroben sein.

        @BlindeGardine: Warum soll ich das ignorieren? Wenn Leute den Unterschied zwischen echtem und unechtem Black Metal bzw. welchem ohne Leidenschaft nicht erkennen, muss man das richtig stellen. Vielleicht lernen sie so bessere Bands kennen, mit denen sie mehr Spaß haben. Mich treibt reiner Altruismus um.

      6. doktor von pain sagt:

        Ich höre durchaus auch „echte“ (in Anführungszeichen, da der Begriff hochgradig albern ist) Black-Metal-Bands, finde aber Immortal trotzdem gut. Ja, das ist möglich – wer hätte das gedacht?

      7. BlindeGardine sagt:

        @doktor
        Alter, du bis ja verrückt. Man kann Musik also auch abseits irgendwelcher idiotischen Szeneideale gut finden, auf welche die damaligen Protagonisten jener Szene heute ohnehin selbst keinen Furz mehr geben, weil sie nämlich nicht mehr 18 sind? Mind blown!

        @nili
        Du hast aber keine Deutungshoheit was die Qualität von Musik betrifft. Zu seinem gesamten Kommentar also einfach: Nö!

    2. ClutchNixon sagt:

      Altruismus und Black Metal! Du bist mein Mann lol

      1. nili68 sagt:

        Wer sagt, dass Black Metal keinen Humor haben darf? Er darf nur nicht bei Nuclear Blast sein oder Dimmu Borgir heissen, sonst darf er (fast) alles. 😀

        @doktor von pain: Denkst du auch, die Untermalung von manchen Werbespots wäre echte Klassik? Natürlich darf man das auch gut finden, aber dennoch.

      2. doktor von pain sagt:

        Du schreibst auch einen Quatsch zusammen, Nili… Aber lustig ist’s zumindest, da stehst du dem Monats-Mann in nichts nach.

      3. nili68 sagt:

        Nagut, wenn du das schreibst, dann wird das wohl so sein, denn das Internet hat immer recht.

      4. doktor von pain sagt:

        Nein, es ist meine Meinung. Genau wie du eine Meinung zu diesem ganzen truen Black-Metal-Gedöns vertrittst.

      5. nili68 sagt:

        Naja, ist halt dieses „Someone is wrong on the Internet-Ding“. Ich bin auch nur ein Mensch. 😀

    3. BlindeGardine sagt:

      Äh zu DEINEM gesamten Kommentar natürlich. Aber zu dem von Watuhatududeda eigentlich auch.

      1. nili68 sagt:

        Du meinst also, wenn jemand von Trueness redet, bezieht er sich lediglich auf das, was damals anfang ’90 in Norwegen ablief oder was die Protagonisten davon halten? Schonmal was von Eigendynamik gehört?

        Ansonsten scheint das ja trotz aller Empörung und Belustigung für euch zumindest einen gewissen Unterhaltungswert zu besitzen, sonst wären derartige Threads nicht so lang. 😉

      2. BlindeGardine sagt:

        Na siehst du, da hast du das Problem doch schon selbst erkannt. BM hat seit Anfang der 90er eine Eigendynamik entwickelt, den EINEN BM gibt es doch gar nicht. BM hat sich wie jeder andere Stil in viele verschiedene Richtungen entwickelt, teilweise eben auch eher in Richtung Mainstream. Wer legt denn da fest, was jetzt noch richtiger BM ist und was nicht erlaubt ist?

        Empörend finde ich Kommentare wie deine und den von Watatukisuzuki überigens weniger, sondern eher etwas schade, da sie die möglichkeit einer vernünftigen Diskussion im Keim ersticken. Da trifft die Anonymität des Internets auf die Diskussionskultur der Ära Trump, erstmal möglichst laut rumbrüllen und die eigene Meinung als die einzige Wahrheit proklamieren, wer nicht zustimmt hat halt keine Ahnung. Sinnvoll über Musik austauschen kann man sich so jedenfalls nicht.

      3. nili68 sagt:

        Wer hat denn laut rumgebrüllt? Ich habe kurz und knapp Wakizashis (whatever) Beitrag zugestimmt.

        Ich bin halt überzeugt davon, dass meine Ansicht über BM die einzig richtige ist, auch wenn es heutzutage unüblich ist, dass am Ende nicht Alle irgendwie recht haben. Kumbaya. Dann muss man sich halt in ’ne Safe-Zone zurückziehen, wenn man das nicht aushält.

        Ich kann gerne darlegen, wie ich darauf komme und niemand muss dem zustimmen, aber ich kann dennoch sagen „ich habe recht und du nicht.“ Kann einem natürlich am Arsch vorbei gehen…

        „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein“

      4. doktor von pain sagt:

        Manche Leute sind auch überzeugte AfD-Wähler und glauben, sie hätten mit ihren Stammtischparolen recht. Just sayin’…

      5. nili68 sagt:

        Ja und? Wenn Leute glauben die Erde ist flach oder Klimaerwärmung ein Schwindel, so what? Dann diskutiert man da eben nicht, wenn man nicht erträgt, dass man Leute nicht immer ändern kann, wenn überhaupt. Die einzige Erwartung sollte sein, andere Sichtweisen kennen zu lernen. Selbst Diskussionen, die mit Polemik anfangen, können eine brauchbare Wendung nehmen.

        Black Metal muss nicht gefällig sein und von jedem verstanden werden und das spiegelt sich dann halt auch in den Leuten wieder, die ihn verstehen.

      6. doktor von pain sagt:

        Das ist übrigens ein Totschlagargument bei jeder Kinstform, sei es bei Musik, Filmen, Malerei oder wo auch immer: Wenn irgendjemand es nicht mag oder eine andere Meinung vertritt als derjenige, der es mag, hat der andere es nur nicht „verstanden“…

      7. nili68 sagt:

        Tja, was soll man da sagen? Manchmal trifft dieses „Totschlagargument“ halt zu und manchmal nicht. Wann das der Fall ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

      8. BlindeGardine sagt:

        How very Trump of you. Naja aber dann erübrigt sich ohnehin jede weitere Diskussion, denn vernünftig diskutieren willst du ja offenbar gar nicht. Und selbstverständlich brüllst du rum, 80% deiner Posts sind das Internetäquivalent von „brüllend in den Raum platzen und auf den Esstisch kacken“.
        Mich würde allerdings schon interessieren, was „echten“ BM für dich ausmacht, hauptsächlich liest man von dir nämlich nur, was du nicht magst.

        Bei deinem (vermutlich falschen) Zitat halte ich aber gerne ähnlich plakativ dagegen:
        „Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!“

      9. nili68 sagt:

        Im Star Wars-Kontext bin ich den Sith tatsächlich näher als den heuchlerischen SJW-Rebellen.

        Echter Black Metal sollte halt authentisch klingen. Klingen, weil ich die wahre Intention natürlich nicht kenne.
        Ich bin kein Musikwissenschaftler, aber zwischen dieser Immortal oder meinetwegen Nehëmah oder Mütiilation höre ich einfach einen Unterschied oder wenn’s moderner sein soll Darkspace. Man muss halt die Leidenschaft dahinter spüren, nicht nur dass es rein handwerklich Black Metal ist.

      10. ClutchNixon sagt:

        Ich glaube mittlerweile, dass sich einige hier seit Jahren in den Kommentaren tummeln und alles Neue partout wegzubeißen versuchen. Das ist mitnichten besser, als eine hier nicht populäre Meinung zu vertreten und diese auch verteidigen zu wollen. Da wird gedisst, die ein oder andere Face-palm gezüchtet und ausgesprochen sicher der Niveaulimbo getanzt wenn es darum geht möglichst fies zu vergleichen. Gleichzeitig erträgt man aber den berühmten Gegenwind nicht. Derlei Verhalten könnte man als Bigotterie bezeichnen. Wie Nil es bereits schrieb: Haltet doch verdammt nochmal die Griffel still!

      11. BlindeGardine sagt:

        Ja aber wann klingt echter BM denn für dich authentisch? Und woher weißt du, dass Immortal trotz Majordeal, kommerziellem Erfolg und einem seit jeher bewusst etwas albernen und augenzwinkernden Auftreten nicht genausoviel Leidenschaft in ihre Mucke stecken wie Lord Grollfurz in seiner Holzhütte im norwegischen Tannenwald?
        Also nimms mir nicht böse, aber „authentisch“ und „leidenschaftlich“ sind jetzt halt zwei sehr weit gefasste Begriffe, die jeder irgendwie anders für sich interpretiert. Und auch wenn du das nicht so siehst und meinst nur deine Interpretation sei korrekt, du kannst ja nichtmal selbst genau den Finger drauf legen.

        Ein anderer Punkt, der mich immer wieder amüsiert, ist die Auffassung einiger Metaller, insbesondere jener Anhänger besonders obskurer Subkulturen, von Mainstream und Kommerz. Mainstream und Kommerz heißt bei einer Band wie Immortal, dass die halt ein größeres Publikum ansprechen als die meisten BM Bands. Dieses Publikum besteht dann aber immer noch aus Metallern, die vielleicht sonst eher Thrash oder Melo Death hören. Dem Kegelclub von Oma Ingeborg oder dem Hausfrauenlesezirkel deiner Mama kannste das dann aber trotzdem nicht als Mainstream verkaufen.

  19. Dor Leo sagt:

    Junge, junge da ist man ma nen halben Tag nich online …
    Da haut ein wakawakawhatever einen raus und alle drehen am Rad.
    Fakt ist Immortal haben haben endlich malwieder nen Album am Start was zündet. Northern Chaos Gods hört sich für mich autentisch an, als hätten die richtig Spass bei der Entstehung gehabt.
    Meiner Empfindung nach haben sich Immortal sowieso nie wirklich so ernst genommen wie sie in der Szene wahrgenommen wurden. Vielmehr denke ich, daß man mit den Jungs so richtig geil durch Bergen’s Kneipen ziehen kann.
    Sicher ist NCG kein Überwerk, aber es rockt verdammt nochmal.

    Den Immortal – Manowar Vergleich find ich gut , seh die aber eher als Motörhead des BM. Hihi!

    1. nili68 sagt:

      Deren Musik früher war zwar ganz brauchbar (ungefär bis At The Heart Of Winter), aber für Clowns habe ich die schon immer gehalten. Allen voran Abbath, dem Otto Waalkes des Black Metal. Von dem kommt in Interviews auch kein vernünftiges Wort und der schneidet notorisch blöde Grimassen.

      1. Dor Leo sagt:

        Mmmh, das ne alberne Grimasse als Grundlage herhalten soll ein Album/Band nicht gut finden zu dürfen, ist doch etwas infantil, findest du nicht auch?

    2. nili68 sagt:

      Nochmal lesen und verstehen.

      1. BlindeGardine sagt:

        Abgesehen davon, dass Abbath ja gar nicht mehr bei Immortal ist, was haben Interviews denn mit der Qualität der Musik zu tun? Und was für vernünftige Worte erwartest du in Interviews? Ich jedenfalls erwarte von einem Interview mit einem Musiker nur in seltenen Fällen einen philosophischen Vortrag über die Dialektik von Gut und Böse.

        Im Normalfall erzählt der Mucker was zu seiner Musik und zum aktuellen Album, im Idealfall tut er das auf unterhaltsame Art und Weise und mit Pech erzählt er halt gelangweilten Blödsinn. Im allerschlimmsten Fall hat man Varg Vikernes als Interviewpartner. Die Qulität eines Interviews hängt aber auch immer stark von den Fragen ab.

        Aber das nur am Rande, wollte eigentlich nur auf Folgendes hinaus; selten denke ich mir nach der Lektüre eines Interviews: „Boah, wat n geiler Typ!“

      2. nili68 sagt:

        Garnichts. Ich bezog mich darauf, dass Immortal angeblich so viel Credibility in der Szene besitzen. Musikalisch damals sicher, aber ernst genommen hat ein Großteil die noch nie. Ist aber egal, das müssen wir nicht weiter fortführen.

        Ich persönlich hätte eher Varg Vikernes als Interviewpartner als Abbath’s Blödeleien. Daraus sind aber keine Rückschlüsse auf meine politische Gesinnung zu ziehen!!

      3. nili68 sagt:

        Ja, ich weiß das Abbath nicht mehr bei Immortal ist, aber halt so generell.

      4. BlindeGardine sagt:

        Naja wenn man sich einmal einen von Vikernes dümmlichen Rants angehört hat und immer noch lieber mit dem Spacken reden würde…aber egal, ich jedenfalls würde lieber ne Stunde mit Otto als mit Mini-Hitler aus dem skandinavischen Hinterland quatschen.

        Credibility in der Szene ist aber auch so ne Sache. Musiker einer bestimmten Szene sehen das nämlich selten so eng wie die Fans.

      5. nili68 sagt:

        Kommt auf die Bands an. Für Bands wie z.B. Merrimack (auch hier nachzulesen) ist das Thema Black Metal nicht nur Theater, unabhängig davon, was man von deren Ansichten nun halten mag.
        Mit Bands, für die Black Metal nur Theater ist befasse ich mich nicht groß und so klingen die meistens auch, siehe aktuelle Immortal.

      6. BlindeGardine sagt:

        Das Interview mit Merrimack kenne ich, das ist ja auch durchaus informativ. Die Jungs lieben halt traditionellen BM und sind Satanisten. Klar, da macht es Sinn, Mayhem zu verehren. Nun muss ich dir, lieber nili, allerdings cherry picking vorwerfen, hast du dich doch wiederholt über Bands lustig gemacht, die sich mit Themen wie Satanismus und Okkultismus beschäftigen. Bei Merrimack ist das jetzt auf einmal nicht mehr albern, weil sie alte Mayhem geil findend und beim Gedanken an tote Ratten ein Rohr kriegen?

        Immortal auf der anderen Seite sind aber (zumindest in ihrer Identität als Band) keine Satanisten, waren es auch nie wirklich und hatten auch sonst nie etwas mit den ideologischen Auswüchsen der frühen norwegischen Szene zu tun. Klar findet das der orthodoxe BMler nach seinem Verständnis vielleicht wenig authentisch, dann versucht er aber, eine Band in eine Schublade zu stecken, in der sie eh nie drin war.

      7. doktor von pain sagt:

        Ich kann die Sache mit der Ideologie sogar ein Stück weit nachvollziehen. Das kann aber gewissermaßen auch ein Placebo-Effekt sein: Da hört man zum Beispiel Band XY und findet die total geil, weil sie so „authentisch“ klingen und den Black Metal voll ernst nehmen. Deswegen klingen sie ja schließlich so, wie sie klingen. Aber dann: Hoppla, eines Tages kommt raus, dass für sie das alles nur ein Hobby ist und sie mit der Ideologie doch gar nicht so viel am Hut haben. Dann klingen auch die alten Sachen von denen schlagartig natürlich nicht mehr gut, weil sie ja doch nicht „authenthsich“ waren.

        Ein tatsächlich wahres Beispiel: Sucht hier bei metal.de mal nach de Review zu „Seuchenfriede“ der Band Nebelmacht. Darin haben sogar selbsternannte Black-Metal-Experten (also auch abseits dieser Webseite) ein „rohes, echtes Black-Metal-Album“ gesehen. Tatsächlich war das Ding aber nur ein Gag, eingespielt von der Spaßcombo Excrementory Grindfuckers. Ich habe mich mal mit deren Gitarristen darüber unterhalten (meine Band hat sich früher mal den Proberaum mit den Chaoten geteilt). Die haben das Album extra schlecht klingen lassen, indem sie das Keyboard-Intro mit den Füßen eingespielt haben, für die Gitarrenspuren Akustikklampfen verwendet und die nachträglich am Computer verzerrt sowie den Drumcomputer absichtlich schlecht programmiert haben. Ach so, und die Lyrics klingen auf Anhieb vielleicht sogar tiefgründig, sind aber nur zusammengewürfelter Nonsens. Komponiert und aufgenommen wurde das Album innerhalb weniger Tage, dann haben sie es unter „neuer Identität“ an diverse Online-Magazine verschickt, unter anderem auch an solche, die sich mit Underground-Black-Metal befassen. Und was ist passiert? Fast jeder ist darauf reingefallen und fand es gut…

      8. BlindeGardine sagt:

        @doktor
        Hehe das ist ne geile story und tatsächlich das bm äquivalent zu hape kerkelings „hurz“. Da produziert irgendwer absichtlicht totalen bullshit und schon finden sich ein paar selbternannte kenner, die hier tiefsinnige kunst mit vielen metaebenen erkennen wollen. Grade im extremen metal gibt es die ja zu hauf.
        Sowas erinnert einen immer schön daran, das auch black metal am ende des tages vor allem entertainment ist.

      9. Lord Seriousface sagt:

        @Doktor: die BM-Story von den Grindfuckers habe auch noch nie gehört…das finde ich ja mal irrsinnig komisch…dieses Traditionswerk muss ich mir gönnen 😀

      10. nili68 sagt:

        Die Nebelmacht-Geschichte war mir grob bekannt, aber gehört hab ich’s noch nicht, deshalb kann ich da nichts zu sagen und da ich die Geschichte dahinter kenne, würde ih da auch nicht mehr objektiv rangehen können.
        Ich schrieb weiter oben ja auch, es muss authentisch KLINGEN für mich. Ich habe natürlich keinen eingebauten Detektor, der die Wahrheit jetzt erkennt oder so. Es ist ganz bestimmt auch möglich, den True BM-Spirit zu faken, aber es geht ja um das Gros und wo es offensichtlich ist, nicht ob es AUCH sowas gibt.
        Um den Satanismus ging es mir bei Merrimack auch nicht, sondern, dass die Bands das (BM) ja angeblich nicht ernst nehmen. Es gibt halt solche und solche, was aber wohl eh klar war.
        Darum vergleiche ich auch immer Band A mit Band B und sage „Höre den Unterschied“. Wirklich wissenschaftlich diskutieren kann ich da jetzt auch nicht, das stimmt schon. Hätte ich Titten, könnte ich ja wenigstens mit weiblicher Intuition kommen. 😀
        Ach, soll doch jeder hören, was er will, ich brauch erstmal ’n starken Espresso, vielleicht fällt mir dann noch etwas dazu ein. 😀

        PS.: Forum please! 🙂

      11. nili68 sagt:

        Black Metal muss, um echt zu sein auch nicht klingen wie mit ’nem Diktiergerät aufgenommen oder generell so roh und wüst wie möglich. Das dürfen schon hervorragende Musiker sein, wo man das auch raushört. Raw BM hat für mich auch eher was mit Dilettantismus und lazyness oder falsch verstandenem Spirit zu tun.
        Es sollte halt nicht klinisch und bemüht klingen, sondern natürlich, woran auch immer man das festmachen will. Da helfen dann nur vergleiche, wenn man das nicht musikwissenschaftlich erklären kann und man hört’s oder nicht.

      12. BlindeGardine sagt:

        Ich muss halt schon immer schmunzeln wenn jemand daher kommt, der seinen Musikgeschmack für besonders erlesen hält und erstmal allen verklickern will wie etwas zu klingen hat und wie nicht, wann etwas authentisch ist und wann nicht. Man gibt sich affektiert und elitär, ist dann aber nicht mal in der Lage, den eigenen Bezug zur Musik jenseits solcher Phrasen wie „leidenschaftlich“ und „authentisch“ zu beschreiben. Dabei sind das so subjektive und weit gefasste Begriffe, dass sie im Zusammenhang mit Musik genau gar nichts aussagen.
        Wenn dann Kritik geübt wird kommt von solchen Leuten dann „du verstehst das einfach nicht“. Und genau solche Leute gehen dann voll auf ein Album ab, das die hochgelobte Authentizität komplett und mit billigsten Mitteln gefaked hat. Großartig 🙂

      13. doktor von pain sagt:

        Um noch mal zu unterstreichen, dass ich mir die Geschichte nicht ausgedacht habe, kopiere ich hier mal den entsprechenden Teil des Wikipedia-Artikels über die Ginddfuckers hier rein:

        Rob und Him von den Excrementory Grindfuckers führten noch ein Nebenprojekt namens Nebelmacht, das als Satire auf die Black-Metal-Szene gedacht war, jedoch von entsprechenden Webmagazinen und Bands überraschend positiv aufgenommen wurde. Der satirische Gehalt der Band zeigt sich vor allem in den pseudo-philosophischen Songtexten, der übertrieben häufigen Verwendung von Begriffen aus der nordischen Mythologie und einer absichtlich schlechten Produktion. Die einzelnen Instrumente wurden nach Aussage der Band absichtlich außerordentlich amateurhaft eingespielt (die Keyboard-Parts teilweise sogar mit den Füßen) und die zehn Songs angeblich an einem Tag komponiert und aufgenommen.[3]

        Einzige Veröffentlichung von Nebelmacht war ein Seuchenfriede betiteltes Album, das 2002 als kostenloser Download veröffentlicht wurde. Das zugehörige Albencover verwendet das Gemälde Mönch im Schnee von Caspar David Friedrich. Einen „Gastauftritt“ hatte Nebelmacht noch auf dem Excrementory-Grindfuckers-Album Fertigmachen, Szeneputzen! mit einer Coverversion des Liedes Ganz in Weiß von Roy Black.

      14. nili68 sagt:

        Naja, so ist das halt mit Kunst. Das ist keine exakte Wissenschaft. Ich könnte jetzt auch nicht empirisch beweisen warum Emperor mehr Kunst sind als Crematory oder Eisregen, aber komm… man hat doch Ohren. 😀
        Ich vermute mal, die Leute, die auf Nebelmacht reingefallen sind, sind Leute, für die Black Metal hauptsache krass und nonkonform um jeden Preis sein muss, die auch auf sowas wie Raw Black Metal wie Sortilegia abgehen und so’n (vermeintlicher) Meilenstein des BM wird’s schon nicht gewesen sein, sonst wäre einem das schon öfter untergekommen.
        Obwohl ich das schon alles ernst meine, macht’s halt auch einfach Spaß darüber zu diskutieren. Ist ja kein politischer topic, wo’s jetzt um Krieg oder Frieden geht. 😉

      15. doktor von pain sagt:

        Nee, ein Meilenstein ist das ganz sicher nicht. Das Teil klingt (absichtlich) absolut furchtbar, selbst für Marder-im-Wäschetrockner-Verhältnisse. Aber da sind tatsächlich Leute drauf abgegangen.

      16. doktor von pain sagt:

        Und selbst WENN das Album irgendwann als Meilenstein gegolten hätte, so wäre ihm der Status im Nachhinein von der selbsternannten Schwarzmetall-Elite aberkannt worden, weil’s ja nur ein Scherz und nicht trve ist. Vor einigen Jahren hat man per Google auch noch mehrere wohlwollende Reviews zu „Seuchenfriede“ gefunden, die sind nun alle verschwunden. Tja, warum wohl?

  20. nili68 sagt:

    Die hier https://www.youtube.com/watch?v=yu9b0HWDcJ0 ? Die wurden in der Szene abgefeiert? Come on… ihr wollt mich trollen. ?!

    1. nili68 sagt:

      Das erste Bild, das mir dazu in den Sinn kommt ist Gargamel, der sich über die Schlümpfe aufregt.

    2. doktor von pain sagt:

      Jepp, genau die. Kein Scherz.

    3. BlindeGardine sagt:

      Nun muss ich dich aber nicht erinnern, dass du selbst vor kurzem noch ebony lake als ernsthafte empfehlung ausgesprochen hast, eine band, deren „musik“ so klingt, als würde jemand wiederholt in einen haufen blechgeschirr springen, während dazu langsam jemand einen hahn stranguliert und mit opas altem dieselrasenmäher über stock und stein säbelt. Ich erkenne da schon parallelen zu den leuten, die nebelmacht für heißen scheiß gehalten haben 😉

      1. nili68 sagt:

        Das verstehst du nicht. 😛

  21. Bluttaufe sagt:

    Was für ein Brett!
    Dass IMMORTAL ohne Abbath funktionieren hätte ich nie gedacht.
    Demonaz sein Ausscheiden war damals mehr als bedenklich, daher hatte ich aus musikalischer Sicht keine Bedenken. Abbath sein knurriger Gesang lässt sich nicht kompensieren – zu markant war er. Aber Demonaz macht einen fantastischen Job.
    Für Abyss Verhältnisse ziemlich roh gehalten.
    Besser als die letzten 3 IMMORTAL Alben zuvor.

    9/10