Judas Priest - Live In London

Review

Galerie mit 10 Bildern: Judas Priest - MetalDays 2018

Eine weitere der mittlerweile unzähligen Judas Priest-Veröffentlichungen steht ins Haus. „Judas Priest Live in London“ heißt das Werk, und bietet wie der Name schnell verrät keinerlei neue Werke, sondern den Konzertmitschnitt aus der berühmten Brixton-Academy in London vom Dezember 2001. Es handelt sich um eine Doppel-CD, die an die bereits erschienene DVD des selben Konzerts angelehnt ist. Nun kommen wir aber zum Inhaltlichen. Positiv zu bemerken ist die Tatsache, dass die Altmeister des Heavy Metal, die nun seit knapp 3 Dekaden der Gitarrenmusik fröhnen, sich unter den 25 Tracks des Albums auf lediglich 3 Tracks ihres jüngsten, meiner Ansicht nach doch sehr entäuschenden Studioalbums „Demolition“ beschränken. Gleichermaßen muss man erwähnen, dass vom ultimativen Meisterwerk der Jungs „Painkiller“ leider nur zwei Tracks mit von der Partie sind, nämlich der gleichnamige Knaller und „A touch of evil“. Sehr schade, dass Tracks wie „Night Crawler“ oder „One Shot at Glory“ nicht dabei sind. Die weiteren Stücke sind querbeet aus dem Sortiment der Judas Priest Alben gewählt. So deckt die Doppel-Scheibe insgesamt Songs von 14 Platten ab (in den meisten Fällen also nach Adam Riese lediglich Einen Song pro Album :)). Um so trauriger ist der Priest-Fan, wenn die einschlägigen Stücke aus der Priest-Geschichte nicht mit Rob Halford’s Stimme über die Boxen kommen, sondern mit der von Tim „Ripper“ Owens. Zwar ist dessen gesangliche Fähigkeit schon Priest- würdig und ich will sie auch gar nicht schmälern, aber wenn man in Passagen, in denen man Halfords Stimme bewunderte, nun teilweise eine andere Interpretation der Songs geliefert bekommt, so ist es einfach nicht das gleiche. Soundtechnisch ist an diesem Live-Album nichts auszusetzen und die Tatsache, dass es Judas Priest sind, die dort trotz ihres hohen Alters kräftigst in die Instrumente hauen ist schon Anlass zur Bonuspunktvergabe. Dieses Album ist für all diejenigen bestimmt, die sich entweder einen Gesamteindruck über die Songs aus der langwährenden Priest-Kultur verschaffen möchten oder aber dermaßen eingefleischte Fans sind, dass es außer Frage steht sich diesem Album zu besorgen.

18.01.2003

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 31624 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Judas Priest auf Tour

17.02.20Ozzy Osbourne - "No More Tours 2" 2020Ozzy Osbourne und Judas PriestWestfalenhalle, Dortmund
24.02.20Ozzy Osbourne - "No More Tours 2" 2020Ozzy Osbourne und Judas PriestMercedes-Benz Arena, Berlin
26.02.20Ozzy Osbourne - "No More Tours 2" 2020Ozzy Osbourne und Judas PriestStadthalle Wien, Wien
Alle Konzerte von Judas Priest anzeigen »

7 Kommentare zu Judas Priest - Live In London

  1. crippled fluffy catcat sagt:

    überflüssig UND scheiße…

  2. dorgard sagt:

    Ein gutes Livealbum. Allerdings ist 98 Live Meltdown besser, was dieses Album in der Tat überflüssig macht, deshalb aber nicht schlecht.

    7/10
  3. alarmist sagt:

    Ich konnte dem letzten Studioalbum schon nicht viel abgewinnen und frage mich ob es nicht endlich Zeit wäre, dass Judas Priest vielleicht daran denken könnten es zu lassen, denn seit Painkiller hat sich nicht gerade mehr viel getan, was Fans der älteren Stunde sonderlich erfreuen könnte. Bei diesem Live-Album ist der Punkt störend, dass vor Demolition schon ein Live-Album am Sart war, weshalb ich auf die Vermutung komme, dass hier einfach nur ein paar Euros wandern sollen. Der Sound ist zwar annehmbar, aber die wenigen Songs die hier Live vom letzten Album präsentiert werden sind nicht gerade ein Kaufreiz, dass ich dieses Album unbedingt haben muss. Ein Glück, dass mein Kumpel es sich kaufte, und ich so vor einem eventuellen Fahlkauf abgehalten wurde!

    3/10
  4. raven sagt:

    Man kann über den Sinn von Live-Alben nun denken was man will, aber mit Live in London legen Priest ein ziemlich amtliches Album hin (, dass natürlich nicht an die Rock in Rio von Maiden ranreicht). Besonders beachtenswert finde ich die Gesangsleistung von Ripper, der zeigt das er mindestens so gut ist wie Rob Halford (meiner bescheidenen Meinung nach ist er sogar besser!)! Ob nun die Veröffentlichung dieses Albums so bald nach Meltdown notwendig war ist wohl auch zu bezweifeln, da ich Meltdown aber nicht kenne, ist es mir persöhnlich ziemlich egal.

    8/10
  5. major5 sagt:

    Oberfett und obergeil, die schlechten Studiostücke von Demolition werden live auf einmal geil, so hätte das Album klingen müssen. Die Gesangsleitung ist bis auf Touch Of Evil hammermäßig, der Sound auch. Natürlich nichts für verbockte selbsternannte Alte Sachen Fans, die schlafen lieber bei Priest live, weil was nicht sein darf, kann nicht sein, nämlich daß dieses Album Halford ziemlich alt aussehen läßt. Heute habe ich das neue Album gleich gekauft, inkl. DVD, was sich da live abspielt (Reunion 2004)ist ziemlich altbacken und kraftlos und kann keinen Vergleich mit diesen Aufnahmen aus London standhalten, das neue Album zeigt,daß Halford natürlich noch geil singen kann, leider nur noch im Studio.
    Deswegen natürlich volle Punkte für den Ripper und diesen Leckerbissen.

    10/10
  6. sascha sagt:

    Ganz in Ordnung!
    Aber kauft euch lieber Angel Of retribution, das ist mal wieder ein echter Priest! (wurd nach 13 Jahren auch mal wieder zeit!)

    7/10