Lordi - Screem Writers Guild

Review

Soundcheck März 2023# 19 Galerie mit 26 Bildern: Lordi - The Tour To End All Tours 2023 in Frankfurt

Anderthalb Jahre nach ihrem sieben-CD-Spektakel “Lordiversity“ melden sich LORDI mit einem zu ihrem ureigenen Stil passenden Wortwitz und ihrem neuesten Werk “Screem Writers Guild“ lautstark und lustig zurück.

Movienight mit LORDI

Stand auf dem Album “Killection“ eine fiktive Radiosendung im Zentrum, so sind wir nun mitten in der fiktiven Filmpreisverleihung der “Screem Writers Guild“ gelandet, wobei die verschiedenen Songs quasi die unterschiedlichen Filmtitel darstellen. Gastgeber der Veranstaltung ist der charismatische “Nosferuiz“ – Ähnlichkeiten mit lebenden, toten oder untoten Personen sicher rein zufällig – der gleich nach dem Opener “Dead Again Jayne“ seinen gruseligen Auftritt hat und zur “Unliving Picture Show“ überleitet. Beide Songs gehen sofort richtig ins Blut und haben den typischen LORDI-Ohrwurmcharakter.

Von dort geht es für den fiktiven Zuschauer an verschiedene Schauplätze der Horrorfilmgeschichte. So gibt es einen Besuch beim “Thing In The Cage“, passend mit gutturalem Gesangspart am Anfang, der ein bisschen an ein australisches Didgeridoo erinnert. Danach geht es auf einen Abstecher zum “Vampyro Fang Club“ und das Versprechen der ewigen Jugend, und anschließend auf einen Dschungeltrip über die “Lycanthropical Island“ bevor es “In The Castle Of Dracoolove“ heiß her geht. Zwischendurch hat Frankensteins Monster einen Überraschungsauftritt und legt in einer romantischen Ballade an “The Bride“ sein Herz offen – für Abwechslung ist also bestens gesorgt.

Doch wer “Screem Writers Guild“ nur für das typische LORDI Unterhaltungs-Spektakel hält, wird spätestens bei “End Credits“ noch einmal aufhorchen und nachdenklich werden. In diesem Song legt uns MR. LORDI höchstpersönlich seine Seele bloß und singt in seinem persönlichsten Song , den er nach eigener Aussage für seine eigene Beerdigung geschrieben hat, über seine Lebensgeschichte.

“Screem Writers Guild“ zum Schreien gut

Das Album zeigt einmal mehr, warum LORDI damals den ESC zwar als große Überraschung gewonnen haben, aber keine Eintagsfliege sondern bis heute erfolgreich geblieben sind. “Screem Writers Guild“ ist vielseitig, witzig, spritzig, vernachlässigt aber auch die gefühlvollen Momente nicht – und das alles in typischer LORDI-Manier. Wer nicht weiß, welche Musik gerade aufgelegt wurde, hört es nach den ersten Takten sofort. Der Wiedererkennungswert ist unbestritten und der Spaß ungebrochen.

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28.03.2023

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4 Kommentare zu Lordi - Screem Writers Guild

  1. Strobe sagt:

    bin jetzt auch kein Lordi Fan und hab mir das neue Zeug auch noch nicht angehört, aber etwas einfach als Abfall zu betiteln, lässt darauf schließen, dass du nicht gerade die hellste Kerze bist…..

  2. Huetti sagt:

    Ich war noch nie der größte Lordi-Fan und habe mir nach den ersten drei Veröffentlichungen die Alben nur noch vereinzelt mal vom Grabbeltisch oder aus diversen Angebots-Aktionen gekauft, aber dennoch finde ich es beachtlich, mit welcher Verlässlichkeit der gute Mann doch spätestens alle zwei Jahre Alben raus haut. Da ist bei Weitem nicht mehr alles Gold was glänzt und da ist sehr, sehr viel Schema-F-Schablonenmaterial dabei, aber auf jedem Album das ich kenne sind halt doch auch immer zwei, drei Songs drauf, die doch wieder aufhorchen lassen und unter ein gewisses Qualitätsniveau mit dem jeder Fan zufrieden sein sollte ist er bisher noch nie gefallen.

    Ausgehend von den Vorab-Songs sage ich mal: das ist jetzt keine exquisite Gourmet-Ware, aber Abfall klingt in meinen Augen anders. Gehobener Lordi-Standard halt. Ich finde die Truppe sympathisch und wenn ich in nem halben Jahr das Album irgendwo in ner Schnäppchen-Ecke liegen sehe, überlege ich bestimmt zuzuschlagen.